DEVE-Controller: 3D-gedruckte RC-Modelle einfach steuern

Mehr Freiheit für den 3D-Druck im RC-Modellbau: Mit dem DEVE-Controller soll die Steuerung selbst gebauter und 3D-gedruckter RC-Modelle einfacher, flexibler und individueller werden. Die Hardware wird über einen Web-Konfigurator eingerichtet – ganz ohne Programmierkenntnisse und Lötkolben. Am 27. Oktober 2026 um 15 Uhr startet das Projekt auf Kickstarter.

Eine neue Art, RC-Modelle zu steuern

Wer eigene RC-Modelle konstruiert oder 3D-druckt, kennt die Herausforderung: Neben dem eigentlichen Modell müssen auch die Elektronik und die Steuerung auf die eigenen Anforderungen abgestimmt werden. Gerade bei komplexeren Fahrzeugen kann das schnell aufwendig werden.

Hier setzt der DEVE-Controller an. Das System besteht aus zwei Platinen: Eine wird im Fahrzeug verbaut, die andere befindet sich in der Fernbedienung. Die Konfiguration erfolgt bequem im Browser, sodass keine Programmierung und kein Löten erforderlich sind.

Das Ziel ist, die Steuerung unterschiedlicher RC-Modelle zugänglicher zu machen und gleichzeitig mehr Möglichkeiten für individuelle Funktionen zu bieten.

Vom Fahrmotor bis zum Rauchgenerator: Die Steuerung selbst konfigurieren

Das Herzstück des DEVE-Controllers ist sein Web-Konfigurator. Dort lässt sich festlegen, welche Eingabe an der Fernbedienung welche Funktion am Modell steuert.

Ob Joystick, Schalter oder Taster – die Zuordnung kann individuell eingerichtet werden. Zu den unterstützten Funktionen gehören unter anderem:

  • Fahrmotoren und Fahrtregler: für die Steuerung der Fortbewegung
  • Servos: beispielsweise für Lenkung, Turmbewegung oder andere mechanische Funktionen
  • Beleuchtung: für individuell steuerbare Lichtfunktionen
  • Sound: für zusätzliche akustische Effekte
  • Rauch: für passende Spezialeffekte am Modell
  • Infrarot-Gefechtssystem: für interaktive Gefechte zwischen kompatiblen Modellen

Damit eignet sich das System nicht nur für einfache RC-Autos, sondern auch für aufwendigere Fahrzeuge, bei denen zahlreiche Funktionen zusammenkommen.

Eine Fernbedienung für bis zu acht Fahrzeuge

Ein weiteres Merkmal ist die Möglichkeit, mit einer Fernbedienung zwischen bis zu acht Fahrzeugen zu wechseln. Wer mehrere Modelle besitzt, muss somit nicht zwangsläufig für jedes Fahrzeug eine eigene Fernbedienung vorsehen.

Auch die Konfigurationen sind flexibel nutzbar: Sie werden in der Cloud gespeichert und können als Datei geteilt werden. Das erleichtert es, Einstellungen zu sichern, zwischen Projekten zu übertragen oder mit anderen Modellbauern auszutauschen.

Die Kombination aus browserbasierter Einrichtung und teilbaren Konfigurationen soll insbesondere den Aufbau individueller Modellbauprojekte vereinfachen.

Für 3D-Druck-Projekte und eigene Konstruktionen

Der DEVE-Controller richtet sich an alle, die RC-Modelle selbst bauen oder bestehende Modelle individuell erweitern möchten. Besonders interessant ist das System für den 3D-Druck, bei dem Konstruktion, Mechanik und Elektronik häufig auf ein bestimmtes Projekt abgestimmt werden müssen.

Als Beispiel dient der KF51 Panther im Maßstab 1:16. Das Projekt ist aber nicht auf dieses Fahrzeug beschränkt: Auch eigene Konstruktionen und andere 3D-gedruckte RC-Modelle sind als Einsatzgebiet vorgesehen.

So lässt sich die Elektronik als Bestandteil des eigenen Projekts betrachten, statt die Konstruktion vollständig an eine fest vorgegebene Steuerung anpassen zu müssen.

Web-App und Funktionen bereits in der Praxis erleben

Wer sich vorab ein Bild vom System machen möchte, kann sich die Funktionsweise in den bereitgestellten Videos ansehen.

Ein RC-Auto im Browser einrichten

Hier wird gezeigt, wie die Konfiguration eines RC-Fahrzeugs über den Web-Konfigurator funktioniert:

Video auf YouTube ansehen

Rundgang durch die Web-App

Der zweite Einblick führt durch die Benutzeroberfläche und zeigt die Möglichkeiten der Software:

Web-App auf YouTube entdecken

Auch auf der Kickstarter-Seite ist ein Projekttrailer vorgesehen, der das System und seine Idee vorstellt.

Kickstarter-Kampagne: Vom Prototyp zur Serie

Die Kickstarter-Kampagne läuft vom 27. Oktober bis zum 26. November 2026. Das Finanzierungsziel liegt bei 12.000 Euro. Wie bei einer Alles-oder-nichts-Kampagne üblich, wird das Finanzierungsziel erreicht werden müssen, damit die Kampagne erfolgreich finanziert wird.

Die technische Grundlage ist bereits vorhanden. Die Web-App ist online, und beide Platinen existieren als funktionierende Prototypen. Mit der Kampagne soll nun der nächste Schritt erfolgen: die Überführung vom Prototyp in die Serienfertigung.

Wie es der Projektinitiator formuliert:

„Die Software läuft und ist schon heute online. Beide Platinen gibt es als funktionierende Prototypen. Mit der Kampagne geht es vom Prototyp zur Serie.“

Welche Sets werden angeboten?

Für Unterstützer sind verschiedene Pakete vorgesehen. So können Interessierte je nach Projekt und Bedarf zwischen Komplettsets und einzelnen Komponenten wählen.

PaketPreis
Beginner Setab 219 €
Pro Setab 219 €
Ultimate Setab 219 €
Early Bird: erste 10 Sets je Stufeab 209 €
Electronics Set mit beiden Platinen129 €
Druckdateien für den KF51 Panther29 €

Die Early-Bird-Angebote sind auf die ersten zehn Sets je Stufe begrenzt. Die Verfügbarkeit und die genauen Paketdetails sollten direkt auf der Kickstarter-Seite geprüft werden.

Wann werden die Produkte geliefert?

Die geplanten Liefertermine unterscheiden sich je nach Produkt:

  • Druckdateien für den KF51 Panther: voraussichtlich Januar 2027
  • Hardware: voraussichtlich Mai 2027

Wichtig für die Planung: Akkus sind nicht enthalten und müssen separat beschafft werden.

Wie bei Crowdfunding-Projekten üblich, handelt es sich bei den genannten Terminen um voraussichtliche Zeitpläne. Der weitere Verlauf hängt unter anderem von der erfolgreichen Finanzierung und der Umsetzung der Serienproduktion ab.

Jetzt die Kickstarter-Kampagne entdecken

Mit dem DEVE-Controller entsteht ein Steuerungssystem, das den individuellen RC-Modellbau mit 3D-Druck und einer browserbasierten Konfiguration verbinden soll. Statt sich mit Programmierung und Löten beschäftigen zu müssen, können sich Anwender auf die Zuordnung und Nutzung der gewünschten Modellfunktionen konzentrieren.

Ob RC-Auto, aufwendiges Kettenfahrzeug oder eigene Konstruktion: Das System soll eine flexible Grundlage für unterschiedliche Projekte bieten.

Die Kickstarter-Kampagne ist am 27. Oktober 2026 um 15 Uhr gestartet.

Hier geht es direkt zur Projektseite:

DEVE-Controller auf Kickstarter ansehen

Dort findest du den Projekttrailer, die verfügbaren Unterstützerpakete und weitere Informationen zum DEVE-Controller.

VEX IQ V2 Education Kit HowTo Fernsteuerung/Controller mit Brain koppeln

Unterschiede zwischen VEX IQ 1st Generation und VEX IQ 2nd Generation

Die VEX IQ Plattform ist ein modulares Robotiksystem, das speziell für den Bildungsbereich entwickelt wurde. Seit der Einführung der 1st Generation im Jahr 2012 hat sich die Technologie erheblich weiterentwickelt, was zur Einführung der 2nd Generation führte. Mit der Einführung der 2. Generation von VEX IQ gibt es einige wesentliche Unterschiede und Verbesserungen im Vergleich zur 1. Generation. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Unterschiede zwischen diesen beiden Generationen.

Elektronik und Kompatibilität

Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Generationen liegt in der Elektronik. Die 2nd Generation umfasst modernisierte Elektronikkomponenten, die mit den älteren Komponenten der 1st Generation kompatibel sind. Dies bedeutet, dass Lehrer und Schüler, die bereits über 1st Generation Kits verfügen, problemlos auf die 2nd Generation aufrüsten können, ohne dass ihre bestehenden Komponenten unbrauchbar werden.

Ein vorteilhafter Unterschied ist die Einführung eines neuen Akkus in der 2nd Generation, der Lithium-Ionen-Zellen verwendet und eine erheblich längere Laufzeit bietet, ohne dass es zu einem Leistungsabfall kommt. Allerdings ist der neue Akku nicht mit dem Ladegerät der 1st Generation kompatibel, was beim Aufladen berücksichtigt werden muss. Dafür kann der Akku nun einfach per USB-C geladen werden ohne ein spezielles Ladegerät.

Sensoren und Motoren

Die 2nd Generation bietet verbesserte Sensoren, darunter einen neuen laserbasierten Distanzsensor, der einen sicheren Klasse-1-Laser verwendet, um präzisere Messungen zu ermöglichen. Der neue optische Sensor bietet eine bessere Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen und kann sogar die Annhäherungsgeschwindigkeit messen.

Ein weiterer signifikanter Fortschritt ist der integrierte 3-Achsen-Gyroskop und 3-Achsen-Beschleunigungsmesser im Robot Brain der 2nd Generation, die eine genauere Positionsbestimmung ermöglichen. Im Gegensatz dazu verfügt die 1st Generation nur über ein 1-Achsen-Gyroskop.

Beide Generationen verfügen über leistungsstarke Smart-Motoren, jedoch hat die 2. Generation bereits mitgelieferte Omni-Wheels, die eine verbesserte Beweglichkeit des Roboters ermöglichen. Diese Räder erlauben es dem Roboter, sich in mehrere Richtungen zu bewegen, was die Manövrierfähigkeit erheblich steigert.

Programmiermöglichkeiten

Die 2nd Generation bringt erweiterte Programmiermöglichkeiten mit sich. Während die 1st Generation hauptsächlich mit ROBOTC programmiert wurde, nun aber auch zur neuen Software kompatibel ist, unterstützt die 2nd Generation komplett VEXcode, das Programmiersprachen wie Python, Blocks und C++ umfasst. Dies bietet eine größere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit für verschiedene Bildungsniveaus und Lernziele.

Diese Software ist für verschiedene Plattformen wie Windows, macOS, iOS und Android verfügbar und ermöglicht einen einfachen Einstieg in die Programmierung. Die Möglichkeit, von einer grafischen zu einer textbasierten Programmieroberfläche zu wechseln, erleichtert den Übergang zu komplexeren Programmiersprachen.

Einfachere Programmübertragung: Die Programme können, über den Funk-Controller auf die Roboter übertragen werden. Bei Apple und Android-Systemen funktioniert die Datenübertragung auch direkt über Bluetooth.

Mechanische Komponenten und Bauoptionen

Die mechanischen Komponenten der 2nd Generation wurden ebenfalls verbessert. Die Kits enthalten neue und verbesserte Teile, die mehr Bauoptionen bieten und die Bauweise der Roboter erheblich verbessern. Diese Verbesserungen wurden in enger Zusammenarbeit mit MINT-Pädagogen entwickelt, um den Bildungswert zu maximieren.

Benutzerfreundlichkeit und Wartung

Ein weiterer Vorteil der 2nd Generation ist die vereinfachte Firmware-Aktualisierung. Die neuen Robot Brains können automatische Firmware-Updates durchführen, sobald sie mit einem Computer verbunden sind, was den Wartungsaufwand erheblich reduziert. Dies ist besonders nützlich in einem Klassenzimmerumfeld, wo Zeit und Ressourcen oft begrenzt sind.

Wettbewerbsfähigkeit und Anwendung im Unterricht

Beide Generationen sind für den Einsatz in VEX IQ Wettbewerben zugelassen, was bedeutet, dass Schüler mit beiden Generationen an Wettbewerben teilnehmen können. Allerdings bietet die 2nd Generation durch die verbesserten Sensoren und die längere Akkulaufzeit potenziell einen Vorteil in Wettbewerben, in denen Präzision und Ausdauer entscheidend sind.

Für den Unterricht bietet die 2nd Generation eine organisierte Teilelagerung in mitgelieferten kleinen Koffern, die das Klassenzimmer aufgeräumter hält und den Zugang zu den benötigten Teilen erleichtert. Dies erleichtert Lehrern die Integration von VEX IQ in den Unterricht und fördert ein effizienteres Lernen.

Fazit

Die VEX IQ 2nd Generation stellt eine bedeutende Weiterentwicklung der 1st Generation dar, mit Verbesserungen in den Bereichen Elektronik, Sensorik, Programmierung und Benutzerfreundlichkeit. Diese Verbesserungen tragen dazu bei, die Lernerfahrung für Schüler zu bereichern und die Integration von Robotik in den Bildungsbereich zu erleichtern. Trotz der Unterschiede bleibt die Kompatibilität zwischen den Generationen bestehen, was den Übergang für bestehende Nutzer erleichtert und die Investition in die VEX IQ Plattform zukunftssicher macht. VEX bietet ein umfangreiches Angebot an Tutorials, Schulungen und Beispielprogrammen um den Einstieg einfach zu gestalten.