9,39 Sekunden! Humanoider Roboter läuft schneller als Usain Bolts Rekordzeit

Stell dir vor, ein humanoider Roboter steht auf einer Laufbahn, der Startschuss fällt – und nur 9,39 Sekunden später hat die Maschine 100 Meter zurückgelegt. Genau das ist im August 2026 bei den World Humanoid Robot Games in Peking passiert.

Damit war der Roboter auf dieser Strecke sogar schneller als die menschliche Weltrekordzeit von Usain Bolt. Doch der Vergleich braucht eine wichtige Erklärung.

Roboter gegen die Stoppuhr

Usain Bolt lief 2009 bei der Leichtathletik-WM in Berlin die 100 Meter in 9,58 Sekunden. Dieser Weltrekord bei den Männern gilt bis heute.

Der humanoide Roboter Tiangong Ultra schaffte bei den World Humanoid Robot Games 2026 einen 100-Meter-Lauf in 9,39 Sekunden. Ein weiterer Roboter namens Lightning kam auf 9,47 Sekunden. Schon vor den Wettkämpfen hatte Lightning bei einem Test sogar 9,32 Sekunden erreicht.

Aber: Damit besitzt der Roboter nicht plötzlich den menschlichen 100-Meter-Weltrekord. Menschen und Roboter treten in unterschiedlichen Wettbewerben mit unterschiedlichen technischen Voraussetzungen an. 

Was sind die World Humanoid Robot Games?

Die World Humanoid Robot Games kannst du dir ein bisschen wie Olympische Spiele für menschenähnliche Roboter vorstellen. 

Die zweite Ausgabe der World Humanoid Robot Games fand vom 22. bis 26. August 2026 im National Speed Skating Oval in Peking statt. Angemeldet sind 666 Teams mit 2.056 Robotern. Insgesamt gab es 51 Wettbewerbe.

Dazu gehören Sportarten wie Laufen, Weitsprung, Gewichtheben, Tischtennis und Fußball. Es gibt aber auch Aufgaben, die näher am echten Alltag liegen – etwa Arbeiten im Haushalt, in Fabriken oder bei Rettungseinsätzen.

Warum lässt man Roboter überhaupt rennen?

Ein Wettrennen sieht zunächst nach Unterhaltung aus. Für Entwicklerinnen und Entwickler ist es aber gleichzeitig ein schwieriger Techniktest.

Beim Sprint muss ein Roboter seine Beine sehr schnell bewegen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Sensoren erfassen die Umgebung und die Position des Körpers. Motoren bewegen die Gelenke, während Computerprogramme ständig berechnen, wie der nächste Schritt aussehen soll.

Und 2026 kam noch eine besondere Herausforderung hinzu: Beim 100-Meter-Lauf sollten die Roboter vollständig autonom unterwegs sein. Das bedeutet: Sie müssen ihre Bewegungen selbst steuern, statt während des Rennens von einem Menschen ferngesteuert zu werden. Sie müssen somit auch eigenständig erkennen, auf welcher Spur sie Rennen, wann sie losrennen dürfen und wo die Ziellinie ist. 

Schnell laufen – und dann?

Der Wettkampf zeigte auch sehr deutlich, wo die Technik noch Probleme hat.

Tiangong Ultra und Lightning waren enorm schnell – doch nach der Ziellinie hatten beide Schwierigkeiten beim Bremsen. Die Roboter liefen beziehungsweise stolperten in gepolsterte Begrenzungen. Das klingt lustig, zeigt aber ein wichtiges Problem der Robotik: Es reicht nicht, möglichst schnell zu sein.

Ein guter Roboter muss seine Umgebung wahrnehmen, rechtzeitig reagieren, sicher abbremsen und nach einem Fehler wieder die Kontrolle gewinnen.

Von 21,50 auf 9,39 Sekunden

Besonders erstaunlich ist der Fortschritt innerhalb nur eines Jahres.

Bei den ersten World Humanoid Robot Games 2025 gewann Tiangong Ultra den 100-Meter-Lauf noch mit einer Zeit von 21,50 Sekunden. 2026 benötigte das Modell nur noch 9,39 Sekunden.

Die Zeiten der beiden Veranstaltungen lassen sich wegen unterschiedlicher Regeln zwar nicht perfekt vergleichen. Trotzdem zeigen sie, wie schnell sich Motoren, Bewegungssteuerung, Sensoren und Software derzeit verbessern.

Auch auf längeren Strecken machen humanoide Roboter große Fortschritte. Bei einem Halbmarathon in Peking im April 2026 waren Robotermodelle erstmals schneller als die menschliche Weltbestzeit – allerdings ebenfalls unter ganz anderen technischen Voraussetzungen als menschliche Läufer.

Wozu brauchen wir solche Roboter?

Wahrscheinlich geht es den Entwicklerteams nicht darum, irgendwann alle menschlichen Sportrekorde zu schlagen.

Viel wichtiger ist die Technik dahinter. Ein Roboter, der schnell laufen, Hindernisse erkennen und sein Gleichgewicht halten kann, könnte später beispielsweise in einer Fabrik arbeiten oder Menschen in gefährlichen Situationen unterstützen.

Genau deshalb testen die Robot Games nicht nur Sport. In vielen Wettbewerben müssen die Maschinen auch Gegenstände erkennen, Kabel anschließen, Dinge transportieren oder Aufgaben in möglichst realistischen Umgebungen lösen.

Fazit: Geschwindigkeit ist nur ein Teil der Aufgabe

9,39 Sekunden für 100 Meter sind beeindruckend. Noch spannender ist aber, was der Lauf über die Entwicklung humanoider Roboter verrät.

Die Maschinen werden schneller und beweglicher. Gleichzeitig zeigt das Rennen, dass sie bei Fähigkeiten, die uns Menschen selbstverständlich erscheinen – etwa kontrolliertes Bremsen oder der Umgang mit unerwarteten Situationen – noch viel lernen müssen.

Vielleicht ist deshalb nicht die Frage „Wann schlägt ein Roboter den Menschen?“ die spannendste.

Viel interessanter ist: Was können Roboter mit diesen neuen Fähigkeiten eines Tages sinnvoll für uns tun?

FuxFun – Wusstest du, dass …?

… Tiangong Ultra bei seinem 9,39-Sekunden-Lauf im Durchschnitt rund 38,3 km/h schnell war?

Und das nächste Problem wartete direkt hinter der Ziellinie: Nach einem Supersprint muss ein Roboter schließlich auch wieder sicher zum Stehen kommen!

Für Profis

Wer tiefer einsteigen möchte, findet bei Reuters ausführliche Informationen zum 100-Meter-Lauf und zur Entwicklung der chinesischen Robotik. Associated Press (AP) berichtet ebenfalls direkt von den World Humanoid Robot Games.

Besonders interessant sind außerdem die offiziellen Informationen der Stadt Peking. Sie erklären den Aufbau der Spiele und warum viele Wettbewerbe bewusst auf autonom arbeitende Roboter setzen.

Quellenverweis

Tagesschau, 22.08.2026: „Roboter schneller über 100 Meter als Usain Bolt“

Reuters, 23.08.2026: Bericht über Tiangong Ultra, Lightning und den 100-Meter-Lauf bei den World Humanoid Robot Games.

Associated Press, 23.08.2026: Bericht über die Rekorde und Wettbewerbe der World Humanoid Robot Games in Peking.

Beijing Municipal Government, August 2026: Offizielle Informationen zur zweiten Ausgabe der World Humanoid Robot Games mit Teilnehmer- und Wettbewerbszahlen.

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Hinweis: Dieser Artikel und die Bilder wurden mit Unterstützung Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Humanoide Roboter beim Basketball: Können Maschinen den perfekten Wurf lernen?

Ein Roboter hebt den Ball, richtet seinen Körper aus, berechnet Winkel und Kraft — und wirft. Der Ball fliegt in einem hohen Bogen Richtung Korb. Was vor einigen Jahren noch nach Science-Fiction klang, ist heute echte Robotik: Humanoide Roboter lernen Basketball.

Besonders bekannt ist der Basketball-Roboter CUE von Toyota. Das Projekt begann 2017 als freiwillige Idee von Toyota-Mitarbeitenden. Schon 2019 gelang CUE ein Guinness-Weltrekord mit 2.020 Freiwürfen in Folge. 2024 traf CUE6 aus 24,55 Metern Entfernung — der weiteste Basketballwurf eines humanoiden Roboters. 

Vom starren Werfer zum Basketball-Roboter

Am Anfang konnten solche Roboter vor allem eines: stehen, zielen und werfen. Das war bereits schwer genug, denn ein Basketballwurf ist eine komplexe Mischung aus Wahrnehmung, Berechnung und Bewegung.

Heute geht die Entwicklung weiter. Mit CUE7 zeigte Toyota 2026 eine neue Generation des Roboters, die nicht nur werfen, sondern auch dribbeln und sich über das Spielfeld bewegen kann. Damit nähert sich der Roboter langsam dem an, was menschliche Basketballspieler tun: sehen, reagieren, laufen, passen und werfen. 

Warum Basketball für Roboter so schwer ist

Für Menschen wirkt ein Wurf fast selbstverständlich. Man schaut zum Korb, beugt die Knie, streckt den Arm und lässt den Ball los. Für einen Roboter ist das eine Kette aus vielen Einzelschritten.

Er muss erkennen, wo der Korb steht. Er muss Entfernung und Höhe berechnen. Dann muss er entscheiden, mit welcher Kraft, welchem Winkel und welcher Rotation der Ball geworfen werden soll. Gleichzeitig müssen Schulter, Ellbogen, Handgelenk und Finger präzise zusammenarbeiten.

Dafür nutzen moderne Roboter Kameras, Sensoren, Motoren und Künstliche Intelligenz. Die KI hilft, aus jedem Wurf zu lernen: War der Ball zu kurz? War der Winkel zu flach? War die Kraft zu groß? Beim nächsten Versuch kann der Roboter seine Bewegung anpassen.

Die Theorie vom perfekten Wurf

Hier wird es besonders spannend, denn Basketball ist nicht nur Sport, sondern auch Physik. Der Ball fliegt auf einer Parabel, also einer bogenförmigen Bahn. Entscheidend sind vor allem der Abwurfwinkel, die Abwurfgeschwindigkeit, die Abwurfhöhe, die Rotation des Balls und der Eintrittswinkel in den Korb.

Der deutsche Basketballtrainer Holger Geschwindner beschäftigte sich intensiv mit dieser Idee. Er war nicht nur Basketballer, sondern auch mathematisch und physikalisch geprägt. Gemeinsam mit Dirk Nowitzki arbeitete er an einem Wurf, der möglichst stabil und wiederholbar ist.

Wichtig ist: Es gibt nicht für jeden Spieler exakt denselben perfekten Winkel. Ein guter Richtwert liegt oft bei etwa 47 Grad. Je nach Körpergröße, Abwurfhöhe und Distanz kann der optimale Abwurfwinkel aber höher liegen — beim Freiwurf werden in Studien häufig Werte um 50 bis 52 Grad genannt. 

Warum Größe und Abwurfhöhe wichtig sind

Ein großer Spieler wie Dirk Nowitzki lässt den Ball weiter oben los als ein kleinerer Spieler. Dadurch verändert sich die optimale Flugbahn. Der Ball muss nicht ganz so steil steigen, um trotzdem sauber in den Korb zu fallen.

Deshalb ist der perfekte Wurf keine einzige magische Zahl. Entscheidend ist eine Bewegung, die kleine Fehler verzeiht. Wenn der Ball ein wenig zu stark, zu schwach oder leicht seitlich geworfen wird, soll er trotzdem noch eine gute Chance haben, in den Korb zu fallen.

Genau das ist die Kernidee: Der perfekte Wurf ist nicht einfach der schönste Wurf, sondern ein fehlertoleranter Wurf.

Holger Geschwindner und Dirk Nowitzki

Holger Geschwindner entwickelte mit Dirk Nowitzki eine besondere Art zu trainieren. Es ging nicht nur um Wiederholung, sondern auch um Verständnis: Wie bewegt sich der Ball? Wie arbeitet der Körper? Wie entsteht ein stabiler, weicher Wurf?

Dirk Nowitzkis berühmter Wurf war deshalb eine Verbindung aus Technik, Physik, Rhythmus und jahrelangem Training. Der SWR-Beitrag „Dirk Nowitzki – Der perfekte Wurf im Basketball“ zeigt genau diese Verbindung zwischen Nowitzki, Geschwindner und der Idee eines physikalisch durchdachten Wurfs. 

NBA-Wurfquoten im Vergleich mit Dirk Nowitzki

SaisonNBA FeldwurfquoteNBA DreierquoteNBA eFG%Dirk Nowitzki Vergleich
2005/0645,4 %35,8 %49,0 %Dirk: 48,0 % FG, 40,6 % 3P, 90,1 % FT — eine seiner stärksten Wurfsaisons.
2009/10ca. 46,1 %ca. 35,5 %ca. 50,1 %Dirk lag auch hier klar über dem Ligaschnitt: 48,1 % FG und sehr starke Freiwurfquote.
2014/1544,9 %35,0 %ca. 49,6 %Dirk war schon 36 Jahre alt, blieb aber als Stretch-Big weiter ein gefährlicher Werfer.
2019/2046,0 %35,8 %52,9 %Dirk war bereits zurückgetreten. 
2024/2546,7 %36,0 %54,5 %Moderne NBA: höhere eFG%, weil viel mehr Dreier geworfen werden. Dirk war ein früher Wegbereiter dieses Trends.

Dirk Nowitzkis Karrierewerte liegen bei 47,1 % Feldwurfquote, 38,0 % Dreierquote, 87,9 % Freiwurfquote und 51,2 % effektiver Feldwurfquote. Damit war er für einen 2,13-Meter-Spieler außergewöhnlich effizient — besonders, weil viele seiner Würfe aus der Mitteldistanz, aus dem Fadeaway oder von der Dreierlinie kamen. https://www.basketball-reference.com/players/n/nowitdi01.html

Was Roboter von Nowitzki lernen können

Roboter sind stark im Rechnen. Sie können Winkel, Kraft und Flugbahn in Sekundenbruchteilen bestimmen. Aber Basketball ist mehr als eine Formel. Ein echter Wurf entsteht aus Bewegung, Timing und Anpassung.

Ein Roboter wie CUE kann unter kontrollierten Bedingungen extrem präzise sein. Doch ein Basketballspiel ist chaotisch: Spieler bewegen sich, der Ball springt, Gegner stören, der Körper ist nicht immer perfekt ausgerichtet. Genau dort liegt die nächste große Herausforderung.

Die Roboter der Zukunft müssen nicht nur werfen können. Sie müssen Spielsituationen verstehen, Entscheidungen treffen und ihren Körper flexibel einsetzen.

Fazit

Humanoide Basketball-Roboter zeigen eindrucksvoll, wie weit Robotik und KI bereits gekommen sind. Sie können Körbe treffen, Rekorde aufstellen und immer menschlichere Bewegungen ausführen.

Trotzdem bleibt der perfekte Basketballwurf etwas Besonderes. Bei Menschen verbindet er Physik, Training, Körpergefühl und Kreativität. Bei Robotern zeigt er, wie Maschinen lernen, komplexe Bewegungen zu kontrollieren.

Vielleicht spielt eines Tages ein humanoider Roboter in einem echten Basketballspiel mit. Bis dahin zeigt uns die Technik vor allem eines: Der perfekte Wurf ist nicht nur Sport — er ist angewandte Physik.

FuxFun

Wusstest du, dass Toyotas Basketball-Roboter CUE nicht als großes Firmenprojekt begann, sondern 2017 als freiwillige Idee von Mitarbeitenden? Aus einem Experiment wurde ein Guinness-Weltrekord-Roboter. 

Für Profis

Spannend ist der Unterschied zwischen Abwurfwinkel und Eintrittswinkel. Der Abwurfwinkel beschreibt, in welchem Winkel der Ball die Hand verlässt. Der Eintrittswinkel beschreibt, wie steil der Ball am Korb ankommt. Für erfolgreiche Würfe ist nicht nur der Start wichtig, sondern auch, wie der Ball am Ring eintrifft. Studien betonen außerdem, dass der optimale Wurf individuell ist und von Körpergröße, Abwurfhöhe, Entfernung und Konstanz abhängt.

Quellen

Toyota Global: Entwicklung und Guinness-Rekord von CUE.
Guinness World Records: Farthest basketball shot by a humanoid robot.
Toyota Times: Vorstellung von CUE7.
SWR Sport: „Dirk Nowitzki – Der perfekte Wurf im Basketball“.
Studien zur Physik und Biomechanik des Basketballwurfs.

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