eXperiBot Explorer: Ein Lernroboter, der Lernende zum Verstehen anregt, statt zum Raten

Wer schon einmal einen Linienfolger programmiert hat, kennt das Prinzip: Man gibt einen Schwellenwert ins Programm ein, lässt den Roboter starten, beobachtet, wie er über die Linie fährt, verändert die Zahl und lässt ihn erneut starten. Nach einiger Zeit passt das Ergebnis. Warum es schließlich passt, weiß am Ende jedoch oft niemand so genau.

Genau hier setzt der eXperiBot Explorer an: Er macht sichtbar, was sonst im Verborgenen bleibt, und macht so aus dem Ausprobieren ein Verstehen.

eXperibot 1er-Set © 2026 Cornelsen Experimenta GmbH

Der eXperiBot Explorer von Cornelsen Experimenta richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5. Der Lernroboter ist modular aufgebaut und besteht aus wenigen Modulen: Powerbrain, Motor, Multisensoren und Cube. Im Handumdrehen lassen sich die Module miteinander verbinden und flexibel kombinieren.

Explosionszeichnung eXperibot © 2026 Cornelsen Experimenta GmbH

Programmiert wird mit der eXperiBot Blockly App. Diese ist kostenlos für Windows, macOS, iOS und Android verfügbar. Ist eine Installation auf den verwendeten Geräten nicht möglich, arbeitet man stattdessen im Browser mit der Web-App – und ist dabei nicht dauerhaft auf eine Verbindung angewiesen: Die Lerneinheiten werden heruntergeladen und lassen sich anschließend auch offline bearbeiten. Für die Arbeit mit der App ist keine Anmeldung notwendig. Es werden weder persönliche Konten noch Benutzerprofile angelegt.

eXperiBot und die eXperiBot Blockly App © 2026 Cornelsen Experimenta GmbH

Ablesen statt raten

Die App zeigt Sensorwerte in Echtzeit an, auch wenn kein Programm ausgeführt wird. Das Powerbrain sowie jedes angeschlossene Modul liefern eigene Messwerte – von der Beschleunigung über den Winkel eines Pivot-Moduls bis hin zur Farbe, die der Multisensor gerade erkennt.

eXperiBot-Live-Datenin der eXperiBot Blockly App © 2026 Cornelsen Experimenta GmbH

Dies kehrt die übliche Reihenfolge der Arbeitsschritte um. Der Roboter wird über den Untergrund geschoben, die Werte werden beobachtet und anschließend wird programmiert. So wird sichtbar, was der Sensor tatsächlich misst, noch bevor daraus ein Programm entsteht. 

Das Nachrichtenprotokoll verfolgt denselben Ansatz. Über den Block „Text – gib aus“ lassen sich Statusmeldungen und Variablenwerte zur Laufzeit ausgeben. Wenn etwas schiefgeht, erscheint eine Fehlermeldung mit dem Python-Fehlertyp, einer Beschreibung und der Zeilennummer – bezogen auf den Code, den die Blöcke erzeugen. So ist sofort ersichtlich, an welcher Stelle die Suche beginnen muss.

Den Python-Code kann man sich neben der Blockansicht anzeigen lassen, gedacht als Übergang in den Informatikunterricht höherer Klassen. 

Stecksystem ohne Werkzeug

Die Bauteile werden ohne Werkzeug zusammengesteckt, und fast jede Würfelseite lässt sich andocken.

Verbinden der Module © 2026 Cornelsen Experimenta GmbH

Je nach Aufbau wandert der Multisensor an den eXperiBot: Beim Linienfolger nach unten, beim Ausweichen nach vorn. Er liefert Licht-, Farb-, Abstands- und Gyro-Werte. Mit den Zusatzmodulen Pivot, Twister und Grabber wird aus dem Fahrzeug ein greifender oder schwenkender Aufbau. Die Verbindung zur App erfolgt über Bluetooth, kabellos und ohne zusätzliche Einrichtung.

Blockly ohne Maus

Das jüngste Update bringt eine Neuerung im Bereich der Barrierefreiheit: Der Block-Editor lässt sich nun vollständig über die Tastatur bedienen. Dadurch können auch Schülerinnen und Schüler mitarbeiten, für die die Bedienung per Maus keine Option ist – eine Funktion, die Drag-and-drop-Oberflächen bislang selten bieten. Ebenfalls neu: Inhaltsupdates für Lerneinheiten erfolgen automatisch, sobald eine Verbindung besteht. So bleibt der Offline-Bestand ohne weiteres Zutun aktuell.

Jeder in seinem Tempo

Die Programmieraufgaben stehen in der App als Lerneinheiten zur Verfügung und führen Schritt für Schritt durch die Aufgaben. An den Stellen, an denen erfahrungsgemäß Schwierigkeiten auftreten, gibt es Tipps und Hinweise. Wer schnell vorankommt, arbeitet weiter; wer mehr Zeit benötigt, erhält die nächste Hilfestellung, ohne auf die Klasse oder die Lehrkraft warten zu müssen.

Lerneinheiten in der eXperiBot Blockly App © 2026 Cornelsen Experimenta GmbH
Lerneinheit „Quadrat fahren“ in der eXperiBot Blockly App © 2026 Cornelsen Experimenta GmbH

Für den Unterricht verändert sich die Rolle der Lehrkraft deutlich. Statt jeden Zwischenschritt für alle gleichzeitig anzusagen, geht die Lehrkraft durch die Gruppen und unterstützt dort, wo wirklich jemand nicht weiterkommt.

Unterstützt wird dies durch die drei aufeinander aufbauenden Lernstufen, die steuern, wie viele und wie komplex die Blöcke überhaupt sichtbar sind. Seit dem Update lässt sich die Lernstufe auch direkt bei einer einzelnen Aufgabe wählen. Differenzierung bedeutet hier also nicht, drei Arbeitsblätter vorzubereiten.

Was dazugehört

Neben den geführten Lerneinheiten gibt es Einheiten zum selbstständigen Arbeiten sowie einen freien Modus zum eigenen Programmieren. Für Lehrkräfte steht ein Unterrichtsplaner zur Verfügung, der Lernziele, Vorkenntnisse, Lehrplanbezüge, Differenzierungshinweise und praktische Tipps enthält.

Die App ist derzeit in drei Sprachen verfügbar: Deutsch, Englisch und Ukrainisch.

Der Explorer wird in einem Koffer mit Schaumstoffeinlage geliefert, in der jedes Modul seinen festen Platz hat. Dadurch ist vor und nach der Stunde auf einen Blick erkennbar, ob alles vollständig ist. Wer über den Einzelroboter hinausgehen möchte, findet im eXperiBot Smart Team vier kooperierende Roboter in den Szenarien Smart Factory, Smart Recycling und Smart Farming, bei denen ohne Absprache in der Gruppe nichts funktioniert.

Smart Farming © 2026 Cornelsen Experimenta GmbH

Mehr erfahren? Weitere Informationen findet man hier: eXperiBot – Der Lernroboter von Cornelsen

Robots, fire, AI and hundreds of makers take over Eindhoven during Maker Days 2026

EINDHOVEN – An eight-metre-tall AI robot, spectacular robot battles, a giant mechanical sculpture shooting fireballs into the air, a Mars rover, 3D-printed fashion and hundreds of creative projects. On 12 and 13 September 2026, Maker Days Eindhoven will transform Klokgebouw at Strijp-S into a huge playground for technology, creativity and innovation.

For two days, makers, inventors, engineers, artists, designers, students and programmers will show what happens when you stop talking about ideas and actually start building them.

And visitors are invited to join in. Maker Days is not a festival where everything is displayed behind glass. Throughout the venue, visitors can build, program, experiment, play, test and talk directly to the people behind the projects.

Eight metres of AI: meet Re-Bot E1

One of this year’s biggest attractions is impossible to miss. Re-Bot E1 stands an impressive eight metres tall and is an interactive show robot built from recycled materials and reused technical components.

Powered by AI, Re-Bot can listen, have conversations, answer questions and respond to visitors. Movement, voice, light, sound and special effects bring the giant robot to life.

Re-Bot is a perfect example of what Maker Days is all about: combining technology, creativity and craftsmanship to create something unexpected.

Robot battles and a Mars rover

Visitors looking for action can head to the Dutch Robot Games, where self-built robots battle each other in the arena. Behind the spectacle lies some serious engineering, from electronics and drive systems to construction, control and strategy.

Robotics can be found throughout Maker Days. Mars Rover Cydonia, developed by RoboTeam Twente for the European Rover Challenge, can autonomously navigate rough terrain, collect soil samples, manipulate objects with a robotic arm and perform complex tasks.

There are also balancing robots, competition robots, robot animals, droids and many other moving creations.

Seven metres high, twelve metres wide – and it shoots fire

Robots aren’t the only giants coming to Eindhoven.

Garuda is the result of twelve years of sketching, model building, 3D design, structural analysis and an intensive construction process involving welding, pneumatics and hydraulics.

The result is a spectacular mechanical sculpture measuring more than seven metres high and twelve metres wide.

And there’s one more detail: Garuda shoots enormous fireballs into the air.

Hundreds of projects to explore

Beyond the headline acts, Maker Days offers hundreds of projects covering AI, robotics, electronics, 3D printing, games, Fashion Tech, digital art, sustainability, music, open-source hardware and new ways of making.

Visitors can see medical scans transformed into physical 3D models, discover experimental musical instruments, explore 3D-printed fashion, play unusual games, interact with electronics and meet makers who are happy to explain not only what they created, but also how they created it.

Maker Days is about finished projects, but just as much about the process behind them: trying, failing, adapting and building again.

A festival for young makers too

Children and teenagers will find plenty to do. They can build their own wooden race car and test it on the Nerdy Derby track, learn to code, control robots, build marble runs, experiment with electronics and discover technology through games and hands-on activities.

The idea is simple: technology becomes much more exciting when you can touch it, control it and try it yourself.

The Future Parade

On both Saturday and Sunday, Maker Days also takes to the streets of Strijp-S with the Future Parade.

Starting at 13:00 from Ketelhuisplein, this inspiring parade brings together robots, unusual vehicles, moving artworks and spectacular maker creations. The line-up includes Lumi, Dicyclet, Droidbuilders, Professor Bombastix and the enormous Re-Bot E1, among others.

The Future Parade takes place outside the festival venue and can be watched without a Maker Days ticket. Times and routes may be adjusted depending on weather conditions.

Innovation Awards 2026

Maker Days also puts innovative makers in the spotlight with the Innovation Awards 2026. Ten projects have been nominated this year, ranging from metal 3D printing and medical technology to electronics, games, music and 3D-printed fashion.

The nominated projects can be seen during Maker Days, giving visitors the opportunity to meet the makers behind the innovations.

Even bigger in 2026

Maker Days Eindhoven has grown even further this year. In addition to Halls A and B, Hall C of Klokgebouw has now also been added to the festival, providing almost 2,000 square metres of additional space for even more makers and projects.

Three halls will be filled with things that move, light up, make noise, solve problems, raise questions and, above all, show what is possible when people are given the freedom to make.

Practical information

Maker Days Eindhoven 2026
Saturday 12 & Sunday 13 September 2026
11:00 – 18:00
Klokgebouw, Strijp-S, Eindhoven

More information, programme details and tickets are available via Maker Days Eindhoven.

About Maker Days Eindhoven

Maker Days Eindhoven is a festival dedicated to technology, creativity and innovation. For two days, makers, artists, inventors, engineers, students and creative innovators come together at Klokgebouw in Eindhoven. Through demonstrations, workshops, interactive projects, performances and experiments, Maker Days shows what can happen when technology, craftsmanship and imagination come together

Sphero im Vergleich: Vom einfachen Roboterball zum Lernwerkzeug für MINT

Sphero hat sich seit dem ersten Modell von 2011 deutlich weiterentwickelt. Was als ferngesteuerter Ball begann, ist heute – besonders für Robotik- und Bildungs-Enthusiasten – eine feste Größe im Bereich der programmierbaren Lernroboter geworden. Von der einfachen 1.0-Version über den transparenten SPRK bis hin zum aktuellen BOLT+ hat Sphero schrittweise die Motorik, Sensorik und Programmiermöglichkeiten (Draw, Block, JavaScript + Python) ausgebaut.

Die nachfolgende Übersicht vergleicht die wichtigsten Modelle in ihrer Entwicklung.

Sphero 1.0 & 2.0 – Die Ursprünge des Roboterballs

Der Sphero 1.0 war der erste App-gesteuerte, undurchsichtige Roboterball, der das grundlegende Prinzip einführte: Steuerung per Bluetooth, induktives Laden und Gyroskop sowie Beschleunigungssensor für die Orientierung.
Der Sphero 2.0 brachte dann ein massives Hardware-Upgrade: Er war doppelt so schnell (bis zu 2,13 m/s), durch mehr LEDs dreimal so hell und besaß einen tieferen Schwerpunkt, was die Steuerung deutlich präziser machte. Er etablierte Sphero als agiles Spielzeug und bereitete den Weg für bildungsorientierte Modelle.

Sphero SPRK und SPRK+ – Der Fokus auf Bildung

Mit der SPRK-Serie machte Sphero den Schritt in Richtung MINT-Ausbildung. Das markanteste Merkmal ist die transparente Hülle, durch die man die Elektronik, Motoren und Mechanik im Inneren arbeiten sieht.
Der SPRK+ (Tennisballgröße, ca. 181 g) ergänzte dieses Konzept durch eine wasserdichte und kratzfeste Polycarbonat-Hülle sowie Bluetooth LE (bis 30 m Reichweite). Die Sensorik blieb bei Motor-Encoder, Gyroskop und Beschleunigungssensor, was für grundlegende Physik- und Programmieraufgaben vollkommen ausreicht.

Sphero Mini – Der günstige Einstieg

Der Sphero Mini ist deutlich kleiner (Tischtennisballgröße, 46 g) und günstiger als seine großen Geschwister. Er ist nicht wasserdicht, und seine farbige Hülle muss zum Laden (via Micro-USB statt Induktion) geöffnet werden. Die Geschwindigkeit ist auf 1 m/s begrenzt und die Bluetooth-Reichweite auf 10 m. Dennoch ist er vollständig programmierbar und ideal für den Einstieg – oder als kostengünstige Anschaffung in mehrfacher Ausführung (z.B. für kleine Wettbewerbe auf dem Schreibtisch).

Sphero BOLT – Das Profimodell mit Sensoren

Der Sphero BOLT nahm die transparente Hülle des SPRK+ und rüstete sie massiv auf: Das Herzstück ist eine programmierbare 8×8 LED-Matrix im Inneren. Hinzu kamen neue Sensoren, die besonders für fortgeschrittene Robotik-Projekte spannend sind:

  • Lichtsensor: Erlaubt Reaktionen auf Helligkeit.
  • Kompass (Magnetometer): Ermöglicht die Ausrichtung ohne manuelles Kalibrieren („Auto Aim“).
  • Infrarot-Sensoren: Erlauben die direkte Kommunikation (Schwarmverhalten) zwischen mehreren BOLT-Robotern.
    Der BOLT ist ebenfalls wasserdicht, lädt induktiv und bietet eine Laufzeit von über 2 Stunden.

Sphero BOLT+ – Das Upgrade mit Display

Der BOLT+ ist die neueste Iteration und ersetzt die LED-Matrix des BOLT durch ein hochauflösendes 128×128 Pixel LCD-Display. Dies ermöglicht komplexere Animationen, Grafiken und die Anzeige von Live-Sensordaten direkt auf dem Roboter. Angetrieben von einem Dual-Core-SoC-Prozessor und ausgestattet mit „Shake-to-Wake“ (Aufwecken durch Schütteln) sowie verbessertem Qi-Wireless-Laden, bietet er neue Programmierblöcke wie „Roll to Distance“. Er baut auf dem Formfaktor des BOLT auf und ist rückwärtskompatibel zu dessen Lerninhalten.

Vergleichstabelle der Sphero Modelle

Feature / ModellSphero 2.0Sphero MiniSPRK+Sphero BOLTSphero BOLT+
Größe / Gewicht74 mm / 168 g42 mm / 46 g (Tischtennisball)73 mm / 181 g (Tennisball)73 mm / 200 g (Tennisball)73 mm / 200 g (Tennisball)
HülleUndurchsichtigFarbig, zu öffnenTransparent, versiegelt, wasserdichtTransparent, versiegelt, wasserdichtTransparent, versiegelt, wasserdicht
LadungInduktivMicro-USBInduktiv (proprietär)Induktiv (proprietär)Verbessertes Qi-Laden
Display / LichtRGB-LEDsRGB-LEDsRGB-LEDs8×8 LED-Matrix128×128 LCD-Display
Max. Speed2,13 m/s1 m/s2 m/s2 m/s2 m/s
Akkulaufzeit~75 Minuten~45-60 Min.> 1 Stunde2+ StundenGanzer Schultag
VerbindungBluetooth (klassisch)Bluetooth LE (10 m)Bluetooth LE (30 m)Bluetooth LE (30 m)Bluetooth LE (30 m)
SensorenGyroskop, BeschleunigungEncoder, Gyroskop, BeschleunigungEncoder, Gyroskop, BeschleunigungWie SPRK+ plus Infrarot, Kompass, LichtsensorWie BOLT
BesonderheitHistorisches Modell, Meilenstein der SerieGünstigster Einstieg, Laden per KabelRobuste Basis für Bildung, wasserdichtSchwarm-Kommunikation (IR), Auto-AimLCD-Display, Dual-Core-Prozessor, Shake-to-Wake
(Anmerkung: Der Sphero 1.0 wurde in der Tabelle weggelassen, da der 2.0 ihn im identischen Gehäuse direkt abgelöst und deutlich verbessert hat).

Space-Abenteuer zum Selberbauen

Eine Drohne hebt ab, ein Roboter folgt einer Linie und im Space-Garten wächst echte Kresse: Mit der neuen fischertechnik Space World wird das Kinderzimmer zur Raumstation. Kinder ab acht Jahren können auf spielerische Weise erleben, wie Technik, Natur und Raumfahrt zusammenspielen – und dabei ihre eigene kleine Weltraumwelt immer wieder neu gestalten.

Aus über 530 sorgfältig gestalteten Teilen bauen junge Forscherinnen und Forscher drei individuell anordenbare Space-Module, die immer wieder neu zusammengestellt werden können – so entstehen jedes Mal spannende, neue Raumlandschaften. Ein besonders innovatives Element ist der Space-Garten, in dem echte Kresse wächst und Weltraumforschung zum Anfassen wird. Hier trifft Natur auf Technik und lädt zum Staunen ein.

Licht und Bewegung bringen eine Platine mit einstellbarem Lauflicht, zwei leuchtende LED-Streifen und ein Motor ins Spiel. Die fliegende Drohne mit Abstandserkennung und der clevere Fahrroboter mit Linienerkennung übernehmen aufregende Missionen – echte Technik, die kleine Weltraumabenteurer begeistert und ihre Fantasie beflügelt.

Drei liebevoll gestaltete Spielfiguren – ein mutiger Astronaut und zwei neugierige Kinder – rufen nach spannenden Rollenspielen und abenteuerlichen Geschichten, die die Zusammenarbeit und den Forschergeist fördern.

Die fischertechnik Space World (199,99 Euro UVP) ist weit mehr als ein Spielzeug: Sie ist eine Einladung, die Zukunft des Weltraums mit eigenen Händen zu gestalten und spielerisch technische Zusammenhänge zu entdecken. Ein Erlebnis voller Spaß, Kreativität und Wissen – perfekt für kleine Entdecker ab 8 Jahren, die hoch hinaus wollen.

Über fischertechnik — Technik spielend begreifen
Die Marke fischertechnik steht seit Jahrzehnten für hochwertige Bau- und Konstruktionssets, die Neugier und kreatives Denken fördern. Bereits ab drei Jahren ermöglicht fischertechnik – mit dem nachhaltigen Bastelmaterial fischerTiP – einen spielerischen Einstieg in die Welt des Konstruierens und Gestaltens. Darauf aufbauend bietet fischertechnik kostengünstige Einsteiger-Sets, die einen schnellen und unkomplizierten Zugang zur Technik ermöglichen. Mit zunehmendem Alter und wachsendem Interesse führen die Produktlinien Schritt für Schritt zu anspruchsvolleren Baukästen – bis hin zu programmierbaren Systemen und Simulationsmodellen, mit denen Studierende und Erwachsene reale Abläufe innerhalb einer modernen Fabrik verstehen können. So vermittelt fischertechnik bereits in einem frühen Alter spielerisch technisches und MINT-Wissen – Kompetenzen, die für spätere berufliche Wege in Technik und Naturwissenschaften von unschätzbarem Wert sind.

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RoboCup 2050: Werden Roboter einmal Fußball-Weltmeister?

Letzte Woche, am 11. Juni 2026, ist die Fußball-WM gestartet: Mexiko eröffnete das Turnier im Azteca-Stadion in Mexiko-Stadt gegen Südafrika und gewann 2:0. Die WM 2026 findet erstmals in drei Ländern statt: Mexiko, USA und Kanada. 

Während die besten Fußballer der Welt um den Pokal kämpfen, verfolgt der RoboCup ein eigenes Ziel: Bis 2050 soll ein Team aus humanoiden Robotern gegen den amtierenden menschlichen Fußball-Weltmeister antreten – und gewinnen.

Klingt wie Science-Fiction? Genau deshalb ist es so spannend.

Wie hat alles begonnen?

Der RoboCup wurde 1997 gegründet. Seine große Vision: Roboter sollen nicht nur ferngesteuert herumrollen, sondern selbstständig sehen, denken, laufen, passen und Tore schießen.

Die Humanoid League, also der Wettbewerb für menschenähnliche Roboter, kam später dazu. Ihr erster Wettbewerb fand 2002 in Fukuoka, Japan statt. Damals war das Ziel noch extrem mutig: Einen Roboter zu bauen, der auf zwei Beinen laufen und Fußball spielen kann. In den ersten Jahren gab es eher Aufgaben wie Balancieren, Elfmeterschießen oder kurze Demonstrationen. Richtige 2-gegen-2-Spiele in der KidSize-Klasse wurden ab 2005 eingeführt. 

Fußball ist für Roboter nämlich ein perfekter Härtetest: Sie müssen den Ball erkennen, ihren Platz auf dem Feld verstehen, mit anderen Robotern zusammenarbeiten, dabei nicht umfallen und sich an geltende Regeln halten.

Wo stehen wir 2026?

Humanoiden Roboterfußball gibt es schon seit über 20 Jahren. Seit 2026 gibt es die neue Humanoid Soccer League, kurz HSL.

Diese HSL entsteht durch die Zusammenlegung der früheren Humanoid League und der Standard Platform League. Sie findet beim RoboCup 2026 erstmals in dieser neuen Form statt. In der HSL spielen vollständig autonome humanoide Roboter Fußball und treten zusätzlich in technischen Herausforderungen an. 

„Autonom“ bedeutet: Während des Spiels steuert kein Mensch den Roboter. Der Roboter entscheidet selbst, wohin er läuft, wann er schießt und wem er ausweicht.

Ein großer Erfolg aus dem Vorjahr: Beim RoboCup 2025 in Salvador, Brasilien, gewann Boosted HTWK von der HTWK Leipzig die Humanoid League Kid Size. Das Finale gegen TH-MOS endete laut heise deutlich mit 11:0. In der Adult Size gewann Tsinghua Hephaestus

Tabelle: Sieger der Humanoid League in den letzten Jahren

JahrKidSize-SiegerAdultSize-Sieger
2025Boosted HTWKTsinghua Hephaestus
2024CIT BrainsRoMeLa UCLA
2023Rhoban FCNimbRo AdultSize
2022CIT BrainsNimbRo AdultSize
2021StarkitSweaty

Quellen: offizielle Ergebnislisten der RoboCup Humanoid League. https://humanoid.robocup.org/robocup-2025/schedule-and-results-rc-hl-2025/

Die größten Herausforderungen

Die erste große Aufgabe ist das Laufen. Menschen rennen, stoppen und drehen sich fast automatisch. Für einen Roboter ist jeder Schritt eine Rechenaufgabe. Der Boden kann rutschen, ein Gegner kann stoßen, und schon liegt der Roboter auf dem Rücken.

Die zweite Aufgabe ist das Sehen. Ein Roboter bekommt Kamerabilder und muss daraus erkennen: Wo ist der Ball? Wo ist das Tor? Wer ist Mitspieler, wer Gegner? Für dich ist das selbstverständlich. Für eine Maschine ist es knifflig.

Die dritte Aufgabe ist Teamarbeit. Ein guter Fußballer erkennt Räume, täuscht Gegner und spielt im richtigen Moment ab. Roboter müssen solche Entscheidungen mit Sensoren, Algorithmen und Funkverbindungen treffen.

Und dann kommt noch die vierte Aufgabe: Tempo. Profifußballer reagieren blitzschnell. Roboter sind zwar besser geworden, aber oft noch langsamer, vorsichtiger und weniger kreativ.

Wie wahrscheinlich ist das Spiel 2050?

Ein Showspiel gegen den amtierenden Weltmeister im Jahr 2050 halte ich für gut möglich. Dass ein humanoides Roboterteam dann wirklich gewinnt, ist schon viel schwieriger. Bis 2050 sind es noch 24 Jahre. In dieser Zeit werden Motoren, Batterien, Kameras und Künstliche Intelligenz viel besser werden. Trotzdem ist Fußball nicht nur Rechnen. Es geht um Körpergefühl, Überraschung, Mut und blitzschnelle Ideen.

Meine Einschätzung: Ein offizielles Spiel 2050 ist realistisch. Ein Sieg der Roboter ist möglich, aber nicht sicher – vielleicht eher eine Außenseiterchance.

Fazit

Der RoboCup ist mehr als Roboterfußball. Er ist ein riesiges Forschungslabor für die Zukunft. Was dort gelernt wird, kann später Rettungsrobotern, Assistenzrobotern oder Robotern im Alltag helfen.

Vielleicht schlagen Roboter 2050 noch nicht den Weltmeister. Aber sie werden bis dahin sehr viel besser darin sein, unsere Welt zu sehen, zu verstehen und sich darin zu bewegen.

FuxFun

Wusstest du, dass 2025 ein deutsches Team Roboter-Fußballweltmeister wurde? Boosted HTWK aus Leipzig gewann die humanoide KidSize-Klasse – und im Finale fielen ganze 11 Tore für die Leipziger Roboter.

Quellenverweis

Quellen: FIFA, Reuters, RoboCup Federation, RoboCup Humanoid League, Humanoid Soccer League und heise. Besonders wichtig sind die offiziellen RoboCup-Ergebnislisten und die HSL-Erklärung zur Zusammenlegung der bisherigen Ligen. 

Buchempfehlung

Noch mehr über Roboter und Künstliche Intelligenz erfährst du im Buch „Roboter & KI“ aus der SchlauFUX-Reihe vom Kosmos Verlag – für junge Entdeckerinnen und Entdecker ab 8 Jahren. 
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SpikerBot by Backyard Brains Lets Kids Build Brain-Controlled Robots with Neural Networks

Backyard Brains launched SpikerBot on Kickstarter, a desktop robot whose behavior is controlled by spiking neural networks that kids build themselves. Instead of typing code or prompting a chatbot, students drag biologically inspired neurons into a no-code app, connect them to sensors and motors, and watch the robot move, react, speak, and change behavior in real time.

SpikerBot is designed to feel like a creature, not a robot. Wire visual neurons to the motors and it can chase a red ball. Change the connection and it can avoid that same object. Add sensors, sounds, inhibition, circuits that can hold short-lived internal states, or a second robot, and the behavior starts to feel less scripted and more alive. The point is not to memorize neuroscience vocabulary. The point is to test an idea, see what happens, and rebuild the brain until the creature behaves the way the child imagined.

That makes SpikerBot an educational robot with a concrete outcome: kids practice prediction, debugging, iteration, and critical thinking while learning how neurons and circuits shape behavior. It is built for families, classrooms, maker spaces, and curious adults who want a hands-on alternative to passive screen time and black-box AI tools.

SpikerBot grew out of years of NIH-supported research by Backyard Brains, the Ann Arbor company known for making neuroscience accessible outside the laboratory. In earlier classroom workshops using the neurorobotics platform, 295 high-school students built and tested robot brains over a one-week unit. The peer-reviewed study, published in Frontiers in Neurorobotics (doi.org/10.3389/fnbot.2020.00006), found significant gains in students‘ understanding of key neuroscience concepts and confidence in neuroscience.

„Kids do not need another device that gives them answers,“ said Greg Gage, co-founder and CEO of Backyard Brains. „They need something they can question, change, break, and fix with their own hands. SpikerBot makes the brain visible. You change a synapse, and the creature changes.“

The robot includes a camera, microphone, speaker, distance sensors, drive wheels, RGB LEDs, a customizable body shell, and a free SpikerBot app with pre-built brain examples. Learners can start with simple predator, explorer, reflex, or shy-creature circuits, then take them apart and build their own. Advanced users can hack the open-source platform and connect external sensors, game controllers, or Backyard Brains SpikerBit Brain-Machine Interface product.

Backyard Brains‘ SpikerBot development was supported by the National Institutes of Health through NINDS SBIR Phase II grant 2R44NS108850-03A1. „Public science funding helped us turn a research idea into something students can hold, test, and understand,“ Gage said. „Kickstarter is the path to move it from final development into the hands of families and teachers.“

SpikerBot is available on Kickstarter beginning May 12, 2026. Early-bird pledges begin at $199, with standard Kickstarter pledges at $239 and a planned retail price of $300. Units are expected to ship in September 2026. The recommended age range is 10 to 99.

ABOUT BACKYARD BRAINS

Backyard Brains was founded in 2009 in Ann Arbor, Michigan, to make neuroscience
accessible. The company builds hands-on tools that let students, teachers, families,
and curious citizens investigate the nervous system directly. Its products and
curricula are used in classrooms, labs, makerspaces, and homes around the world,
supported by grants from the NIH, NSF, and the Department of Defense, and have been
featured in The New York Times, BBC, WIRED, TED, Netflix, NPR, Science Friday, Good
Morning America, and Last Week Tonight.

Kosmos Gecko-Bot Testbericht

Der Kosmos Gecko-Bot ist ein Experimentierkasten für Kinder ab acht Jahren, bei dem ein kleiner, geckoähnlicher Kletterroboter aus rund 50 Teilen zusammengebaut wird. Das Set verbindet einen spielerischen Aufbau mit einfachen technischen und physikalischen Grundlagen und richtet sich an Kinder, die gern konstruieren und Funktionsweisen nachvollziehen.

Beim Aufbau zeigt sich, dass der Bausatz die Verbindung von Mechanik und Bionik anschaulich macht. Der Roboter wird so konstruiert, dass er mithilfe seiner Saugnapf-Füße an glatten Flächen klettern kann, etwa an Fenstern oder gefliesten Wänden. Das beiliegende Experimentierheft führt Schritt für Schritt durch den Zusammenbau und erklärt außerdem die Grundlagen von Adhäsion und der Funktionsweise von Saugnäpfen.

Zu den sichtbaren Merkmalen des Sets gehören die großen Knopfaugen, die bunten Bauteile und die Bewegung des Roboters beim Klettern. Diese Gestaltung sorgt dafür, dass der Gecko-Bot klar als Spiel- und Lernobjekt erkennbar ist. Die Zielsetzung des Kastens liegt weniger in komplexer Technik als in einem einfachen, gut nachvollziehbaren Lernmodell für mechanische Abläufe.

Im Praxiseindruck wird deutlich, dass der Erfolg des Modells von einem sorgfältigen Aufbau abhängt. Die Kletterfunktion funktioniert nur auf geeigneten glatten Oberflächen, und die Saugnäpfe müssen korrekt sitzen, damit der Roboter zuverlässig in Bewegung bleibt. Damit eignet sich das Set vor allem für Kinder, die ruhig und genau arbeiten, sowie für Erwachsene, die ein erklärendes Bastelprojekt suchen.

Insgesamt ist der Kosmos Gecko-Bot ein sachlich aufgebauter Experimentierkasten mit klar umrissenen Funktionen: Zusammenbauen, Bewegung beobachten und grundlegende Physik verstehen. Das Set enthält den Roboterbausatz mit Motor und Schalter, Saugnäpfe, Roboterbauteile, Zahnräder, Schrauben sowie eine farbig illustrierte Anleitung, die den Aufbau und die Funktionsweise erklärt. Ich habe für den Aufbau etwa eine Stunde benötigt und hatte keine größeren Probleme dabei.

Coming Soon: senseBox:basic – Digitale Bildung ab der Grundschule

Kinder wachsen heute mit digitaler Technik auf. Tablets, Apps und vernetzte Geräte gehören zum Alltag. Aber wie funktioniert diese Technik eigentlich? 🤔

Mit der neuen senseBox:basic kommt bald ein Bausatz, der genau hier ansetzt: Digitale Bildung und informatische Grundbildung schon ab der Grundschule.

Bildrechte: Reedu GmbH & Co. KG

Informatische Grundbildung zum Anfassen


Die senseBox:basic wurde speziell für den niedrigschwelligen Einstieg in Programmierung und Sensorik entwickelt. Kinder lernen spielerisch und praxisorientiert, wie Sensoren funktionieren, wie Programme aufgebaut sind und wie Umweltdaten gemessen sowie ausgewertet werden. So wird aus dem reinen Nutzen digitaler Technologien ein fundiertes Verständnis für deren Funktionsweise.

Als vereinfachte Variante der bewährten senseBox:edu legt die senseBox:basic den Fokus auf einfache Bedienung, grundlegende Sensorprojekte und einen kostengünstigen Einstieg.

Damit eignet sie sich besonders gut für:

  • Grundschulen
  • erste Programmierprojekte
  • AGs und Workshops
  • informatische Grundbildung

Programmieren ohne Vorkenntnisse mit senseBox-Blockly

Damit der Einstieg leicht gelingt, wird mit senseBox-Blockly programmiert. Die Software steht als App kostenlos zur Verfügung. Hierbei werden Programme intuitiv aus visuellen Bausteinen zusammengesetzt – ganz ohne komplizierten Code. Kinder können zum Beispiel:

  • Sensorwerte auslesen
  • einfache Abläufe programmieren
  • eigene kleine Experimente entwickeln

So entstehen schnell erste eigene Projekte.

Bildrechte: Reedu GmbH & Co. KG

Welche Sensoren sind dabei?

Die senseBox:basic ermöglicht es, Umweltphänomene selbst zu erforschen:

BME680 Umweltsensor – Dieser Sensor misst gleich mehrere Dinge:Temperatur, Luftfeuchtigkeitund Luftqualität.

Lichtsensor – Der Lichtsensor misst die Helligkeit der Umgebung. Perfekt für Projekte wie, automatische Lichtreaktionen, Experimente zu Licht und Schatten sowie Messungen der Tageshelligkeit

Beschleunigungssensor – Der Sensor erkennt Bewegungen und Erschütterungen. Damit können Kinder zum Beispiel Bewegungsprojekte programmieren, Lage im Raum bestimmen oder einfache Reaktionssysteme bauen.

Mit einem Bluetooth-Bee und einem OLED-Display können die Messwerte ganz einfach übertragen und live visualisiert werden.

Kostenloses Lehr- und Lernmaterial

Zur senseBox:basic als Hardware wird es auch kostenlose Unterrichtsmaterialien geben.

Diese stehen als Open Educational Resources (OER) zur Verfügung und enthalten:

  • Projekte zum Nachbauen
  • Unterrichtsideen
  • Materialien für den Einstieg in Programmierung

Die Sammlung wird kontinuierlich erweitert.

Bildrechte: Reedu GmbH & Co. KG

Online-Meetup zur senseBox:basic

Wer mehr über die neue senseBox erfahren möchte ist herzlich zum kostenlosen Online-Meetup eingeladen. Dort stellt das Team von re:edu die senseBox:basic vor und beantwortet Fragen. Das senseBox-Meetup findet bis zum Sommer jeden zweiten Dienstag im Monat von 15–16 Uhr via Zoom statt. Der erste Termin ist am 14. April.

Weitere Informationen zur senseBox:basic:https://sensebox.de/de/products-basic

Fazit – Digitale Bildung zum Anfassen

Mit der senseBox:basic wird der Einstieg in Programmierung, Sensorik und digitale Technologien bereits ab dem Grundschulalter möglich – einfach, praxisnah und mit viel Raum zum Experimentieren. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur frühzeitigen Förderung digitaler Kompetenzen. Nachdem das Produkt auf der Didacta 2026 erstmals im Rahmen einer Preview präsentiert wurde, ist es nun bereits im Shop erhältlich und die Auslieferung erfolgt in Kürze: https://sensebox.kaufen/products/sensebox-basic

RoboCup German Open 2026: Rekordbeteiligung beim größten KI-Robotik-Wettbewerb Europas

Über 1.100 Teilnehmende aus Deutschland, Europa und Asien in Köln. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär würdigt Wettbewerb als „Talentschmiede“ für den Standort Deutschland. Wachstum von 15 Prozent bei Hochschul- und Schulteams unterstreicht steigende Bedeutung von KI und Robotik.

Die RoboCup German Open 2026 festigen ihre Position als führender europäischer Innovationsmotor für KI-basierte Robotik. Vom 10. bis 14. März versammelten sich im Rahmen der Bildungsmesse didacta in Köln über 1.100 Teilnehmende, um in visionären Szenarien wie dem autonomen Fußball, der Haushalts-, Industrie- oder Rettungsrobotik die Grenzen der Technik zu verschieben. Rund 280 hochmotivierte Teams aus Universitäten, Hochschulen und Schulen, präsentierten ihre Entwicklungen und setzten damit entscheidende Impulse für systematisches Benchmarking für Forschung und Technikreife. 

Als Innovationsmotor adressieren die RoboCup German Open die gesamte Bildungskette von der 5. Klasse bis zur Promotion. Das Event sichert so den nachhaltigen Transfer von Talenten und Technologien in Wirtschaft und Wissenschaft. Besonders erfreulich ist dabei die wachsende Zahl an teilnehmenden Teams, die im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 15 Prozent stieg. 

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär unterstreicht die Bedeutung für Deutschland

„Ich gratuliere den Siegerteams der RoboCup German Open ganz herzlich“, so Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt. „Nicht nur sie haben gewonnen, sondern gewonnen hat ganz Deutschland. Denn: Der RoboCup ist Talentschmiede und ein wichtiges Instrument, um jungen Menschen die KI-basierte Robotik näher zu bringen, um sie für MINT-Fächer und -Berufe oder die Gründung eigener Unternehmen im MINT-Bereich zu begeistern. Damit Spitzenforschung sichtbar wird und zukünftige Spitzenleute Innovation aus Deutschland voranbringen. Das ist auch ein Ziel unserer Hightech Agenda Deutschland. Deutschland hat eine starke Forschung und ist stark in der produzierenden Industrie und Wirtschaft – ein Ökosystem, in dem KI-basierte Robotik ein riesiges Potential entwickeln wird.“ 

Als Schirmherrin der RoboCup German Open 2026 hatte Bundesforschungsministerin Bär die Wettbewerbe offiziell eröffnet. Bei einem anschließenden Rundgang war sie mit Forschenden und Schülerinnen und Schülern über innovative Robotik-Lösungen in den Austausch gekommen.

Hochschul- und Schulteams mit selbstentwickelten autonomen Robotern am Start

Für die RoboCupMajor-Ligen waren in diesem Jahr über 50 Hochschulteams vertreten, darunter Teams aus Deutschland, Italien, Österreich, Niederlande, Türkei, China und Japan. In den jeweiligen Ligen mussten die Roboter ganz oder teilweise autonom in Echtzeit komplexe, situationsabhängige Entscheidungen treffen und umsetzen. Besondere Herausforderungen bilden in den Ligen @Home (Serviceroboter) und insbesondere Rescue (Rettungsroboter) unterschiedliche Grade an Strukturiertheit der Umgebung. Demgegenüber steht bei Soccer (Fußball) Autonomie und Teamkooperation in einer besonders dynamischen Umgebung im Fokus. Systemstabilität wurde unter Wettbewerbsdruck benötigt, was auch sorgfältiges Ressourcen- und Zeitmanagement erforderte. „Durch die Wettbewerbsteilnahme erwerben Forschende und Studierende wichtige fachliche und überfachliche Qualifikationen, die weit über klassische Lehrveranstaltungen hinausgehen“, betonte Prof. Dr. Oskar von Stryk, vom deutschen RoboCup-Komitee und Veranstalter TU Darmstadt.

Im Bereich RoboCupJunior wurde auf den German Open das nationale Finale der besten deutschen Schulteams, insgesamt 230, ausgetragen. Diese hatten sich in neun regionalen Vorturnieren dafür qualifiziert. Für die Junior-Teilnehmenden von 10 bis 19 Jahren dient der Wettbewerb als Plattform, um den Spaß am Tüfteln, Programmieren und der Teamarbeit zu fördern. Dabei wirkt die Teilnahme langfristig: Viele Kinder, die bereits in der 5. Klasse in RoboCup-AGs einsteigen, bleiben über Jahre hinweg engagiert in Technik, Informatik und Naturwissenschaften. „Die hohe Eigenmotivation, Teamarbeit, Resilienz und kreative Problemlösefähigkeit der Jugendlichen sind beeindruckend und bilden genau jene Kompetenzen aus, die für eine zukunftsfähige Bildungsrepublik zentral sind“, so von Stryk.

Die Rapidly Manufactured Robot Challenge (RMRC) ist eine spezialisierte Brückenliga, in der Teilnehmende komplexe und dennoch kostengünstige, oft 3D-gedruckte Roboter entwickeln, um simulierte Rettungsmissionen und Geschicklichkeitsaufgaben zu bewältigen. Sie dient als Bindeglied zwischen den Junior- und Major-Wettbewerben.

Ausblick auf die Weltmeisterschaft

Viele der siegreichen Teams werden sich nun intensiv auf die kommenden RoboCupJunior-Europameisterschaften Anfang Juni in Wien sowie die RoboCup-Weltmeisterschaften Ende Juni in Südkorea vorbereiten. Die RoboCup German Open haben erneut gezeigt, dass sie eine unverzichtbare Station auf dem Weg zu internationalen Robotik-Erfolgen sind.

Im kommenden Jahr werden die RoboCup-Weltmeisterschaften erstmals seit über einem Jahrzehnt wieder in Deutschland ausgetragen, und zwar vom 15. bis 21. Juni 2027 in Nürnberg. Gleichzeitig ist dies das 30. Jubiläum des RoboCups, an welchem jährlich tausende Teams aus mehr als 50 Ländern in regionalen und überregionalen Wettbewerben weltweit teilnehmen.

Ergebnisse der Major-Ligen:

Small Size League
1. Platz – TIGERs Mannheim, DHBW Mannheim
2. Platz – ER-Force, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
3. Platz – KIKS, National Institute of Technology, Toyota College


Humanoid Soccer League
Small Devision
1. Platz – ZJUDancer, Zhejiang University
2. Platz – Hamburg Bit-Bots, Universität Hamburg
3. Platz – Berlin United, Humboldt-Universität zu Berlin

Middle Devision
1. Platz – B-Human, Universität Bremen und Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
2. Platz – HTWK Robots, HTWK Leipzig
3. Platz – whIRLwind Amsterdam, University of Amsterdam (UvA)

Large Devision
1. Platz – B-Human, Universität Bremen und Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

@Home League
1. Platz – NimbRo, Universität Bonn
2. Platz – ToBI, Universität Bielefeld

Smart Manufacturing League
Workshop EAI Overal Winner
1. Platz – GM-Force Cologne, TH Köln
Workshop EAI Best-in-Class „Warehouse“
1. Platz – Team robOTTO, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Workshop EAI Best-in-Class „Assembly“
1. Platz – GM-Force Cologne, TH Köln

Rescue Robot League
1. Platz – AleRT, MASKOR – Institute for Mobile Autonomous Systems and Cognitive Robotics
2. Platz – Team DYNAMICS, FH OÖ – Campus Wels
3. Platz – AutonOhm Rescue, Technische Hochschule Nürnberg Georg-Simon-Ohm

Rapidly Manufactured Robot Challenge
1. Platz – CJTec, Christoph-Jacob-Treu, Gymnasium Lauf a.d. Pegnitz
2. Platz – Bento Robotics, Wilhelm-Löhe-Schule Nürnberg
3. Platz – CJT Bot Banditen, Christoph-Jacob-Treu Gymnasium Lauf a.d. Pegnitz

Ergebnisse der Junior-Ligen:

OnStage
OnStage Entry
1. Platz – rtc gransee – junior, Strittmatter-Gymnasium in Gransee
2. Platz – Die sauren Glühwürmchen, Lessing-Gymnasium Neu-Ulm

OnStage
1. Platz – atheAmadeus, Gymnasium Athenaeum in Stade
2. Platz – rtc gransee – goofy tech, Strittmatter-Gymnasium in Gransee
3. Platz – SquareCodes, Lion-Feuchtwanger-Gymnasium in München

Soccer
1vs1 Entry
1. Platz – Penguins on Wheels, Alexander-von-Humboldt Gymnasium in Berlin
2. Platz – No Name Penguins, Alexander-von-Humboldt Gymnasium in Berlin
3. Platz – LuSi, Schülerforschungszentrum Südwürttemberg e. V. Standort Wangen

1vs1 Lightweight
1. Platz – XBOT, RoCCI e.V. in Senden 
2. Platz – Team Alt+F4, Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht
3. Platz – Bodensee Devils, Gymnasium im Bildungszentrum Markdorf

2vs2 Infrared
1. Platz – Mathimazierer, Lessing-Gymnasium Neu-Ulm
2. Platz – Bodensee Drachen, Gymnasium im Bildungszentrum Markdorf
3. Platz – Bohlebots Pompeii, Gymnasium Haan

2vs2 Vision
1. Platz – Bohlebots Atlantis, Gymnasium Haan
2. Platz – Bodensee Adler, Gymnasium im Bildungszentrum Markdorf
3. Platz – Team Faabs, Lessing-Gymnasium Neu-Ulm

Rescue
Simulation
1. Platz – Roger!Roger!, Gymnasium Burgdorf

Line Entry
1. Platz – Brain, Gymnasium Korntal-Münchingen
2. Platz – Leerzeichen, Gymnasium Korntal-Münchingen
3. Platz – Die Steine, Herbartgymnasium Oldenburg

Line
1. Platz – BioBrause, Uni Kassel Workshop
2. Platz – DinA4, Schülerforschungszentrum Südwürttemberg (SFZ) – Stockach
3. Platz – BIGG-IRMI, Schülerforschungszentrum Südwürttemberg e. V. – Wangen

Maze Entry
1. Platz – KaMa Robots, Universität Kassel Workshop
2. Platz – Cyber Knights, Universität Kassel Workshop
3. Platz – Bratnudeln, KGS Rastede

Maze
1. Platz – RRR Kabelmüsli, Schülerforschungszentrum Südwürttemberg (SFZ) – Tuttlingen
2. Platz – Bodensee Dogs, Gymnasium im Bildungszentrum Markdorf
3. Platz – Bodensee Beavers, Gymnasium im Bildungszentrum Markdorf

Parallel zu den RoboCup German Open 2026 fand vom 11. bis 13. März auf der Koelnmesse mit der 2. German Robotics Conference die führende Fachkonferenz zum Thema KI-gestützte Robotik statt, die vom Robotics Institute Germany organisiert wird. Die Konferenz brachte führende Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Start-ups zusammen, um die Verbindung zwischen Forschung, Innovation und Technologietransfer zu stärken und bot aktuelle Einblicke in die Zukunft der intelligenten Robotik.

In diesem Jahr wurden die RoboCup German Open im Rahmen der didacta 2026 ausgetragen. Als größte und wichtigste Bildungsmesse Europas präsentiert die didacta alle relevanten Bildungsthemen und fördert den Dialog in der Bildungswirtschaft. 

Die RoboCup German Open 2026 wurden vom RoboCup-Komitee Deutschland und der Technischen Universität Darmstadt mit Unterstützung durch WorldSkills Germany und im Austausch mit dem Robotics Institute Germany durchgeführt. Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Maßgeblich unterstützt wird sie darüber hinaus von der Hans und Ria Messer Stiftung. Des Weiteren unterstützten zahlreiche Partner und Sponsoren die Durchführung der RoboCup German Open 2026, darunter die Gisela und Erwin Sick Stiftung, NetCologne, Maxtronics Robotics SAS und die Micro-Epsilon Messtechnik GmbH & Co. KG.

Buchbesprechung: Roboter und KI aus der neuen Reihe SchlauFUX von KOSMOS

Technik verstehen – ganz ohne Fachchinesisch

Roboter, künstliche Intelligenz, Maschinen, die lernen können – das klingt erst einmal ziemlich kompliziert. Genau hier setzt „Roboter und KI“ an. Das Buch zeigt, dass Technik nicht einschüchternd sein muss, sondern neugierig machen kann. Und zwar so, dass Kinder ab etwa 8 Jahren problemlos folgen können – und Erwachsene oft gleich mitlesen.

Schon nach den ersten Seiten wird klar: Hier geht es nicht darum, alles perfekt zu verstehen. Es geht ums Entdecken, Staunen und Fragenstellen. Und genau das macht den Reiz dieses Buches aus.

Was dich im Buch erwartet

Statt streng von vorne nach hinten gelesen zu werden, lädt dieses Buch zum Querlesen ein. Du kannst selbst entscheiden, welches Thema dich gerade interessiert – fast so, als würdest du durch ein Technik-Museum schlendern und an den Stationen stehen bleiben, die dich am meisten ansprechen.

Im Buch geht es unter anderem darum,

  • was Roboter eigentlich sind und wo sie uns heute schon begegnen
  • wie künstliche Intelligenz funktioniert – ganz einfach erklärt
  • warum Roboter im Weltall, in Krankenhäusern oder sogar beim Spielen helfen
  • wie Maschinen lernen können und was das mit unserem eigenen Lernen zu tun hat

Die Texte sind bewusst kurz gehalten, werden durch Bilder, Infokästen und kleine Zusatzinfos ergänzt und lassen sich auch gut in Etappen lesen. Ideal also für zwischendurch – oder für einen gemütlichen Lesenachmittag.

Warum Leser:innen das Buch mögen

In Rezensionen auf Plattformen wie Thalia, Hugendubel oder Amazon liest man immer wieder, dass das Buch Kinder richtig gut abholt. Besonders positiv fällt auf, dass Technik hier nicht trocken erklärt wird, sondern in kleinen Häppchen, die neugierig machen.

Viele Eltern berichten, dass ihre Kinder selbstständig im Buch stöbern, hin- und herblättern und immer wieder neue Seiten entdecken. Genau dieses freie Lesen motiviert – vor allem Kinder, die bei klassischen Sachbüchern schnell die Lust verlieren.

Auch die Erklärweise wird häufig gelobt. Fachbegriffe werden nicht einfach hingeschrieben, sondern so erklärt, dass man sie wirklich versteht. Oft helfen Vergleiche aus dem Alltag dabei, zum Beispiel aus Spielen, Schule oder dem eigenen Zuhause.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Gestaltung: Die Seiten sind farbig, übersichtlich und hochwertig gestaltet. Das Buch fühlt sich stabil an, liegt gut in der Hand und eignet sich auch hervorragend als Geschenk.

Mein Fazit

„Kosmos SchlauFUX – Roboter und KI“ ist ein Buch, das Lust auf Zukunft macht. Es erklärt große Themen verständlich, ohne sie zu vereinfachen, und zeigt, dass Technik nichts Abgehobenes ist, sondern längst zu unserem Alltag gehört.

Besonders schön: Man muss kein Technik-Profi sein, um Spaß an diesem Buch zu haben. Es reicht Neugier – der Rest kommt beim Lesen fast von allein. Ein Buch, das man immer wieder zur Hand nimmt und jedes Mal etwas Neues entdeckt.


Hier gehts zum Buch

👉 „Roboter & KI“ aus der SchlauFUX-Reihe vom Kosmos Verlag
https://amzn.to/46IMeKn