Artemis II – Wie Roboter den Weg zurück zum Mond vorbereiten 

Mit der Mission Artemis II fliegen erstmals seit über 50 Jahren wieder Menschen in die Nähe des Mondes. Doch hinter dieser Reise steckt viel mehr als nur ein spektakulärer Flug ins All: Moderne Raumfahrt nutzt viele Technologien aus der Robotik und Künstlichen Intelligenz. Sensoren messen beständig die Umgebung, Computer treffen blitzschnell Entscheidungen und automatische Steuerungen halten das Raumschiff stabil auf Kurs. Artemis II ist deshalb auch ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung intelligenter Maschinen, die Menschen in Zukunft auf dem Mond unterstützen könnten.

Die Rakete – ein Meisterwerk automatischer Steuerung

Der Start erfolgt mit der riesigen Space Launch System (SLS) Rakete der NASA. Sie gehört zu den leistungsstärksten Raketen, die je gebaut wurden. Damit sie sicher fliegt, überwachen hunderte Sensoren ständig Geschwindigkeit, Temperatur und Druck. Computer berechnen fortlaufend, ob die Flugbahn stimmt. Falls nötig, passen sie die Triebwerke automatisch an. Diese Regelung funktioniert ähnlich wie bei Drohnen oder selbstfahrenden Fahrzeugen: Die Maschine erkennt Abweichungen und korrigiert sie selbstständig. Derartige automatischen Steuerungen sind ein wichtiges Gebiet der Robotik und werden auch bei Satelliten oder Mars-Rovern eingesetzt.

Orion – ein Raumschiff mit Robotik-Technologie

Astronautinnen und Astronauten reisen im Raumschiff Orion. Es wird von einem europäischen Servicemodul begleitet, das Strom, Luft, Wasser und Antrieb liefert. Im Servicemodul arbeiten insgesamt 33 Triebwerke. Sie sorgen dafür, dass sich das Raumschiff im All exakt ausrichten kann. Computer berechnen dabei ständig die richtige Position und Geschwindigkeit. Diese Technik gehört zum Bereich Guidance, Navigation and Control – ein klassisches Robotik-Thema. Auch Roboterarme oder autonome Fahrzeuge nutzen ähnliche Berechnungen, um ihre Bewegungen zu steuern.

Viele Funktionen laufen automatisch ab, weil Funksignale zwischen Erde und Mond mehrere Sekunden brauchen. Das Raumschiff muss deshalb viele Entscheidungen selbst treffen können.

Roboter Rover erkunden den Mond

Bevor Menschen länger auf dem Mond bleiben können, müssen viele Fragen geklärt werden. Wo gibt es Wasser? Wo ist der Boden stabil? Wo können Astronauten sicher arbeiten? Hier kommen Rover ins Spiel – fahrende Roboter, die mit Kameras, Sensoren und kleinen Laboren ausgestattet sind. Sie untersuchen Gestein, messen Temperaturen und erstellen Karten der Umgebung.

Die Orientierung ist dabei besonders schwierig. Auf der Erde hilft GPS bei der Navigation. Auf dem Mond funktioniert das nicht so einfach, deshalb nutzen Rover zusätzliche Kameras und spezielle Computerprogramme, um ihre Umgebung zu erkennen. Die Roboter vergleichen Bilder von Kratern und Felsen mit gespeicherten Karten. So finden sie ihren Weg über die Mondoberfläche. Solche Technologien werden heute bereits bei autonomen Fahrzeugen erforscht.

Bildquelle: NASA

Zukunft: Wie Roboter beim Aufbau einer Mondbasis helfen könnten

Langfristig plant die NASA gemeinsam mit internationalen Partnern eine dauerhafte menschliche Präsenz am Mond. Roboter könnten dabei viele vorbereitende Aufgaben übernehmen. Sie könnten Solaranlagen aufbauen, wissenschaftliche Geräte transportieren oder Materialien untersuchen. Auch europäische Projekte wie der geplante Mondlander Argonaut sollen Fracht, Experimente und möglicherweise robotische Systeme zum Mond bringen. Die Bedingungen sind extrem: große Temperaturschwankungen, starke Strahlung und feiner Mondstaub stellen besondere Anforderungen an Maschinen. Deshalb entwickeln Forschende robuste Materialien, spezielle Sensoren und besonders zuverlässige Gelenke.

Es ist davon auszugehen, dass Roboter viele Arbeiten vorbereiten, bevor Menschen dauerhaft auf dem Mond leben.

Die nächsten Schritte im Artemis-Programm

Artemis II ist ein wichtiger Testflug. Die Mission überprüft, ob alle Systeme zuverlässig funktionieren und sicher zum Mond fliegen können. In den kommenden Jahren sind weitere Missionen geplant. Dabei sollen neue Raumfahrzeuge, Landetechnologien und Versorgungssysteme getestet werden. Ziel ist es, Menschen wieder sicher auf der Mondoberfläche landen zu lassen und langfristig eine Infrastruktur für Forschung aufzubauen. Der Mond dient dabei auch als Trainingsort für spätere Missionen zum Mars.

Fazit

Die Rückkehr zum Mond ist nicht nur ein Erfolg der Raumfahrt, sondern auch ein großer Fortschritt für Robotik und KI. Viele Technologien, die bei Artemis eingesetzt werden, stammen aus der Robotik: automatische Navigation, Sensorik und intelligente Steuerungen. In Zukunft werden Roboter noch stärker mit Astronauten zusammenarbeiten. Sie helfen beim Erkunden der Mondoberfläche und beim Aufbau von Forschungsstationen.


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Wusstest du, dass Mondstaub sehr scharfkantig ist? Er entsteht, weil es auf dem Mond keinen Wind und kein Wasser gibt, die die Körner abrunden könnten. Für Roboter ist das eine echte Herausforderung!


Für Profis

NASA Artemis Programm
https://www.nasa.gov/artemis/

ESA Orion Service Module
https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Orion

DLR Überblick Mondforschung
https://www.dlr.de

ESA Konzept Argonaut Mondlander
https://www.esa.int


Quellenverweis

NASA – Artemis II Mission Overview
https://www.nasa.gov/mission/artemis-ii/

NASA – Artemis Programm Architektur Update
https://www.nasa.gov

ESA – European Service Module
https://www.esa.int

DLR – Internationale Mondforschung
https://www.dlr.de

Airbus – Orion Service Module technische Beschreibung
https://www.airbus.com

Spiegel Artikel zur Artemis-II Mission (bereitgestellt)


Buchempfehlung 📘

Wenn du mehr über Roboter und KI erfahren möchtest:

Roboter & KI – SchlauFUX Reihe vom Kosmos Verlag
https://www.kosmos.de/de/kosmos-schlaufux-roboter-und-ki_1182437_9783440182437


Drohnenverbot USA 2026: Aktuelle Gesetze, Hintergründe und Auswirkungen für private Drohnenbesitzer

Die Regulierung von Drohnen hat sich weltweit in den vergangenen Jahren deutlich verschärft, doch in den Vereinigten Staaten hat sich die Situation seit Ende 2025 besonders stark zugespitzt. Drohnen, die lange Zeit als frei zugängliche Technologie für Hobbyisten, Filmemacher und Technikbegeisterte galten, sind zunehmend in den Fokus sicherheitspolitischer Debatten geraten. Im März 2026 zeigt sich ein Bild, das auf den ersten Blick widersprüchlich wirkt: Einerseits dürfen Privatpersonen weiterhin Drohnen fliegen, andererseits ist der Zugang zu neuen Geräten massiv eingeschränkt worden.


Dieses Spannungsfeld führt dazu, dass häufig von einem „Drohnenverbot“ gesprochen wird, obwohl es sich in Wirklichkeit um eine komplexe Mischung aus Marktregulierung, Sicherheitsmaßnahmen und geopolitischer Strategie handelt. Für private Drohnenbesitzer ergeben sich daraus bereits heute spürbare Veränderungen – und für die Zukunft zeichnen sich noch weitreichendere Konsequenzen ab.

Die aktuelle Situation: Kein Flugverbot, aber ein eingeschränkter Markt

Entgegen vieler Schlagzeilen existiert in den USA kein generelles Verbot, Drohnen zu betreiben. Wer bereits im Besitz einer Drohne ist, kann diese weiterhin nutzen, sofern die bestehenden Vorschriften eingehalten werden. Dazu zählen unter anderem die Registrierung bei den Behörden, die Einhaltung von Flugverbotszonen sowie technische Anforderungen wie die sogenannte Remote-ID.

Die eigentliche Veränderung betrifft vielmehr den Markt selbst. Seit Ende 2025 wurden regulatorische Maßnahmen eingeführt, die dazu führen, dass viele neue Drohnen – insbesondere ausländischer Herkunft – in den USA nicht mehr verkauft oder importiert werden dürfen. Der entscheidende Hebel dabei ist die notwendige Funkzulassung. Ohne diese Genehmigung dürfen Geräte nicht auf den Markt gebracht werden, was in der Praxis einem Verkaufsverbot gleichkommt.

Für Verbraucher bedeutet das konkret: Während bestehende Drohnen weiterhin genutzt werden dürfen, wird es zunehmend schwieriger, neue Modelle zu erwerben. Besonders betroffen sind Produkte internationaler Hersteller, die bislang den Markt dominiert haben.

Hintergründe der Entscheidung: Sicherheit und geopolitische Interessen

Die offizielle Begründung für diese Maßnahmen liegt im Bereich der nationalen Sicherheit. US-Behörden sehen in bestimmten Drohnen ein potenzielles Risiko, insbesondere wenn sie aus Ländern stammen, die als geopolitische Konkurrenten betrachtet werden. Im Fokus stehen dabei mögliche Zugriffe auf sensible Daten wie Bildmaterial, Standortinformationen oder technische Infrastruktur.

Diese Argumentation ist jedoch nur ein Teil des Gesamtbildes. Ebenso wichtig ist der wirtschaftliche Kontext. Der globale Drohnenmarkt wurde in den vergangenen Jahren stark von wenigen großen Herstellern geprägt, die einen erheblichen Marktanteil besitzen. Die USA verfolgen zunehmend das Ziel, ihre eigene Technologiebranche zu stärken und unabhängiger von ausländischen Produkten zu werden. Das Drohnenthema ist somit eng mit einem größeren technologischen Wettbewerb verbunden.

In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass es sich nicht nur um eine sicherheitspolitische Maßnahme handelt, sondern auch um eine industriepolitische Strategie. Die Regulierung wirkt wie ein Schutzmechanismus für den heimischen Markt und könnte langfristig dazu beitragen, neue Anbieter aus den USA zu fördern.

Die Rolle der Regulierung und ihre praktische Wirkung

Ein zentraler Aspekt der aktuellen Entwicklung ist die Art und Weise, wie die Einschränkungen umgesetzt werden. Statt eines klar formulierten Verbotsgesetzes greift die Regulierung über technische Anforderungen. Da Drohnen auf Funktechnologie angewiesen sind, ist eine entsprechende Zulassung zwingend erforderlich. Wird diese nicht erteilt, kann ein Produkt weder legal verkauft noch importiert werden.

Diese indirekte Form der Regulierung hat weitreichende Konsequenzen. Sie erlaubt es, bestimmte Hersteller gezielt vom Markt auszuschließen, ohne ein explizites Verbot auszusprechen. Für Verbraucher ist dieser Mechanismus oft schwer nachvollziehbar, da er weniger sichtbar ist als ein klassisches Gesetz, in seiner Wirkung jedoch ebenso einschneidend sein kann.

Im Alltag zeigt sich das vor allem durch eine veränderte Verfügbarkeit von Produkten. Händler haben nur noch begrenzte Lagerbestände, neue Modelle erscheinen nicht mehr oder mit Verzögerung, und die Preise entwickeln sich entsprechend nach oben.

Auswirkungen auf private Drohnenbesitzer

Für private Nutzer ist die Situation derzeit noch vergleichsweise stabil, zumindest wenn sie bereits eine Drohne besitzen. Der Betrieb bestehender Geräte ist weiterhin erlaubt, und es gibt aktuell keine Verpflichtung, diese stillzulegen. Dennoch entstehen bereits jetzt indirekte Auswirkungen, die den Alltag von Drohnenbesitzern beeinflussen.

Ein zentrales Thema ist die Zukunftssicherheit der Geräte. Wenn Hersteller den US-Markt verlassen oder ihre Aktivitäten einschränken, kann dies die Versorgung mit Ersatzteilen erschweren. Reparaturen werden komplizierter und möglicherweise teurer. Gleichzeitig besteht Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Software-Updates. Sollte die Unterstützung durch Hersteller nachlassen, könnten Sicherheitslücken entstehen oder Funktionen eingeschränkt werden.

Auch wirtschaftlich ergeben sich Veränderungen. Der Gebrauchtmarkt reagiert sensibel auf regulatorische Eingriffe. In einigen Fällen steigen die Preise aufgrund von Knappheit, in anderen sinkt der Wert durch Unsicherheit über die langfristige Nutzbarkeit. Für Käufer und Verkäufer entsteht dadurch ein schwer kalkulierbares Umfeld.

Neue Käufer stehen vor besonderen Herausforderungen

Besonders deutlich wird die Situation für Personen, die erstmals eine Drohne kaufen möchten. Die Auswahl ist eingeschränkt, bekannte Modelle sind schwer erhältlich oder deutlich teurer geworden. Gleichzeitig ist die Unsicherheit hoch, da unklar ist, wie sich die Regulierung in den kommenden Monaten weiterentwickeln wird.

Diese Unsicherheit beeinflusst auch die Kaufentscheidungen. Viele potenzielle Käufer zögern oder weichen auf alternative Märkte aus. Andere setzen bewusst auf Produkte, die als „sicher“ gelten, etwa solche von Herstellern, die nicht von den Einschränkungen betroffen sind. Insgesamt führt dies zu einer Verschiebung im Konsumverhalten.

Auswirkungen auf Reisende und internationale Nutzer

Auch für internationale Drohnenbesitzer hat die Entwicklung Konsequenzen. Zwar ist es weiterhin grundsätzlich erlaubt, eine Drohne in die USA mitzunehmen, doch die Situation ist komplizierter geworden. Es kann zu verstärkten Kontrollen kommen, insbesondere bei Geräten, die aus bestimmten Regionen stammen.

Zusätzlich besteht Unsicherheit hinsichtlich der praktischen Nutzung vor Ort. Unterschiedliche Regelungen, technische Anforderungen und mögliche Missverständnisse mit Behörden machen die Planung schwieriger. Für Reisende bedeutet das einen erhöhten Informationsaufwand und ein gewisses Risiko.

Wirtschaftliche und technologische Folgen

Über den privaten Bereich hinaus hat die aktuelle Entwicklung weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Drohnenmarkt. Für US-Unternehmen eröffnen sich neue Chancen, da internationale Konkurrenz teilweise wegfällt. Dies könnte langfristig zu einer stärkeren lokalen Industrie führen.

Gleichzeitig birgt diese Entwicklung Risiken. Weniger Wettbewerb kann Innovationen verlangsamen und zu höheren Preisen führen. Die Vielfalt an Produkten nimmt ab, und technologische Fortschritte könnten sich verlangsamen, wenn der internationale Austausch eingeschränkt wird.

Ein weiterer möglicher Effekt ist die Fragmentierung des globalen Marktes. Unterschiedliche Regionen könnten eigene Standards und Ökosysteme entwickeln, was die Kompatibilität zwischen Geräten erschwert und die Entwicklung neuer Technologien komplexer macht.

Fazit

Im März 2026 lässt sich das sogenannte Drohnenverbot in den USA am besten als indirekte Marktregulierung beschreiben. Es handelt sich nicht um ein klassisches Flugverbot, sondern um eine gezielte Einschränkung des Zugangs zu bestimmten Technologien. Für bestehende Drohnenbesitzer ergeben sich aktuell noch keine drastischen Einschnitte im täglichen Gebrauch, doch die langfristigen Perspektiven sind von Unsicherheit geprägt.

Die Entwicklung zeigt, wie eng technologische Innovationen mit politischen und wirtschaftlichen Interessen verknüpft sind. Drohnen sind längst mehr als nur Freizeitgeräte – sie stehen im Zentrum globaler Strategien und Konflikte. Für private Nutzer bedeutet das, sich auf ein Umfeld einzustellen, das sich weiter verändern wird.

Wie stark diese Veränderungen letztlich ausfallen, hängt von politischen Entscheidungen, wirtschaftlichen Entwicklungen und technologischen Innovationen ab. Sicher ist jedoch bereits jetzt: Der Drohnenmarkt in den USA befindet sich in einem grundlegenden Umbruch.

Robots-Blog Interview: fischertechnik Geschäftsführer Martin Rogler präsentiert Robotik-Neuheiten auf Spielwaremesse Nürnberg

Im Robots-Blog Interview gibt fischertechnik Geschäftsführer Martin Rogler einen kompakten Einblick in die aktuellen Robotik-Neuheiten und zeigt, welche Funktionen, Ideen und Einsatzmöglichkeiten hinter den neuen Modellen stecken. Dabei geht es um praxisnahe Anwendungen, spannende Lern- und Tüftel-Potenziale sowie darum, wie fischertechnik Robotik für Schule, Hobby und Technikfans weiterdenkt. Das Interview liefert einen schnellen Überblick über die Highlights und macht neugierig auf die neuesten Entwicklungen rund um fischertechnik und Robotik.

Kosmos Bionic Robotic Arm im Test – Bionischer Roboterarm als Experimentier-Set

Der Kosmos Bionic Robotic Arm ist ein Experimentierbaukasten, der Elemente aus Bionik und Modellbau kombiniert. Das Set richtet sich an junge technikinteressierte Menschen ab etwa zehn Jahren und verbindet Lernerfahrung mit Bastelspaß.

Konzept und Funktionsweise

Im Mittelpunkt steht ein mechanischer Roboterarm, dessen Bewegungsprinzip am echten Elefantenrüssel orientiert ist. Statt Elektromotoren kommt ein ausgeklügeltes System aus Nylonfäden zum Einsatz. Diese wirken im Modell wie künstliche Muskeln und Sehnen. So gelingt es, den Arm in viele Richtungen zu bewegen; die Bewegungen erscheinen sehr flexibel und erinnern an Science-Fiction-Konstruktionen.

Gesteuert wird der Arm über zwei Joysticks. Der eine ist für den oberen, der andere für den unteren Bereich des Arms gedacht. Zusätzlich gibt es Tasten für die Rotation der Greifklaue und das Öffnen und Schließen derselben. Die Steuerung ist komplett mechanisch und benötigt weder Elektronik noch Batterien. Die Kraft wird allein per Hand auf die Bewegungselemente übertragen.

Aufbau und Schwierigkeitsgrad

Mit Bauteilen auf über 8 Teileträgern ist der Bausatz eine echte Herausforderung. Der Aufbau läuft in mehreren Phasen: Zuerst werden Kabelschnallen vorbereitet, dann die Joysticks zusammengesteckt, später der Arm zusammengesetzt und die Fäden eingefädelt sowie gespannt. Genau dieses Einstellen der Nylonfäden ist ein kritischer Punkt, weil dadurch die reibungslose Funktion sichergestellt wird.

Die Anleitung ist umfangreich und bebildert, sodass Schritt für Schritt der Bau nachvollzogen werden kann. Wer Schwierigkeiten beim Nachbauen hat, findet im Internet ergänzende Video-Anleitungen, die besonders bei komplizierten Schritten hilfreich sind. Für den gesamten Aufbau sollte man mehrere Stunden, teils auch mehrere Tage einplanen.

Vorteile des Sets

  • Der Kosmos Bionic Robotic Arm vermittelt wichtige Grundlagen in den Bereichen Bionik, Robotik und Mechanik. Während des Aufbaus lernt man, wie komplexe Bewegungssysteme funktionieren und entwickelt technisches Verständnis und Geschick.
  • Der seilzugbasierte Antrieb des Arms ist ziemlich einzigartig. Anders als motorisierte Modelle wirkt die Bewegung hier fast organisch.
  • Da das System ohne Elektronik und Batterien auskommt, verursacht es keine laufenden Kosten und ist weniger anfällig für technische Ausfälle.
  • Der Arm bietet dank verschiedener Aufsätze und hoher Beweglichkeit viel Vielfalt beim Spielen oder Experimentieren.

Nachteile und Herausforderungen

  • Mit beinahe 300 Teilen könnte das Set für Jüngere oder Ungeduldige schnell zu viel werden. Geduldige Bastler profitieren, aber wer rasche Erfolge sucht, könnte frustriert sein.
  • Für den Aufbau werden zusätzliche Werkzeuge benötigt, etwa Kreuzschlitz-Schraubendreher, Seitenschneider oder eine Feile, die nicht im Lieferumfang enthalten sind.
  • Wer beim Einstellen der Nylonfäden nicht genau aufpasst, dem könnte der Arm entweder zu wenig oder zu stark spannen. Das beeinflusst die Funktion und kann mehrere Justierversuche erfordern.
  • Im Unterschied zu elektronischen Roboterarmen kann der mechanische Arm nur leichtere Objekte greifen. Zu schwere Gegenstände können das System beschädigen oder verstellen.
  • Mit der Zeit könnten sich Fäden lockern, dehnen oder reißen. Dann ist Nachjustieren oder Austauschen notwendig.

Verarbeitung

Die Kunststoffteile des Sets sind passgenau gearbeitet und machen einen stabilen Eindruck. Die Gelenke und Zahnräder lassen sich leichtgängig bewegen. Langfristig könnte der Kunststoff aber bei intensiver Nutzung abnutzen oder ein Nylonfaden reißen. Bei der Vorstellung auf der Spielwarenmessen passierte leider genau das. Ich vermute aber, dass es dafür viele Stunden intensiver Belastung benötigt.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Set wird im mittleren Preisbereich für Experimentierbaukästen angeboten. Interessanterweise wird es auch unter anderen Marken günstiger verkauft, da Kosmos eine Lizenzversion vertreibt, was manche Käufer zum Preisvergleich anregt.

Zielgruppe

Empfohlen wird das Set für Kinder ab etwa zehn Jahren, wobei jüngere Baufans durchaus Unterstützung gebrauchen können. Auch für Modellbau-Fans und Sammler ist das System durch seine mechanische Funktionsweise interessant.

Fazit

Der Kosmos Bionic Robotic Arm ist ein Experimentierbaukasten mit spannendem mechanischem Konzept. Sein bionisch inspiriertes Zugseilsystem hebt sich deutlich von anderen Roboterarmen ab und bietet wertvolle technische Einblicke.

Besonders zeichnet sich der Bausatz durch seinen Lerneffekt, die robuste Bauweise und die geschmeidigen Bewegungen des fertigen Arms aus. Die hohen Anforderungen an Präzision und Geduld beim Aufbau sind für viele Nutzer eine echte Herausfoderung, können aber gerade bei Kindern zu Frust führen.

Insgesamt handelt es sich um ein solides Lernspielzeug für Bastlerinnen und Bastler, das mit Herausforderungen, aber auch mit einem faszinierenden Arbeitsprinzip belohnt. Wer Freude an Technik, Robotern, Bionik und Mechanik hat, wird viel Spaß am Kosmos Bionic Robotic Arm haben.

M5Stack StackChan Review Video by Robots-Blog

‪M5Stack‬ Stackchan is now available at @Kickstarter
See my short review Video by ‪@RobotsBlog‬ and get your own Stackchan now!

https://www.kickstarter.com/projects/m5stack/stackchan-the-first-co-created-open-source-ai-desktop-robot?ref=4fblpr

#robot #ai #stackchan #opensource #desktop #desktoprobot #diy #companion

StackChan by M5Stack Now Available on Kickstarter

January, 2026 — M5Stack, a global leader in modular IoT and embedded development platforms, today launched StackChan, the first community-co-created open-source AI desktop robot, built on a proven ESP32 platform and designed to be endlessly hackable by makers worldwide.

Unlike closed, concept-driven AI robots, StackChan exposes its hardware, firmware, and interaction logic from day one — turning a playful desktop companion into a real development platform.

StackChan is now live on Kickstarter with a $65 Super Early Bird offer available for the first 72 hours.

From Community to the Globe: How StackChan Was Born 

Before its official launch by M5Stack, StackChan had already existed as a community-driven project since 2021. Built on M5Stack standard controller, Core series, it began as a personal open-source project by maker Shinya Ishikawa, sustained and shaped through ongoing community contributions. 

As more enthusiasts joined the project, contributors like Takao, who helped popularize the DIY kits, and Robo8080, who introduced AI capabilities, played key roles in expanding StackChan beyond its original form. 

Inspired by StackChan’s expandability and creative potential, M5Stack officially brought the project to life as its first ready-to-play yet endlessly hackable desktop robot—while keeping its community-driven spirit at the core. 

What Remains: Core Computing & Interaction Capabilities 

As with the original version, StackChan continues to use the M5Stack flagship Core Series (CoreS3) as its main controller. CoreS3 is powered by an ESP32-S3 SoC with a 240 MHz dual-core processor, 16 MB Flash, and 8 MB PSRAM, and supports both Wi-Fi and BLE connectivity. 

To enable richer interactions, the main unit integrates a 2.0-inch capacitive touch display, a 0.3 MP camera, a proximity sensor, a 9-axis IMU (accelerometer + gyroscope + magnetometer). It also includes a microSD card slot, a 1W speaker, dual microphones, and power/reset buttons. Together, these hardware components form a solid foundation for StackChan’s audio-visual interactive experiences. 

For more technical details, please refer to the StackChan documentation: https://docs.m5stack.com/en/StackChan 

What’s New: Ready-to-Play Functions Powered by Advanced Hardware  

For the robot body, several advancements have been made to make it easier to get hands-on and improve the out-of-box experience. It features: 

Power & connectivity: A USB-C interface for both power and data, paired with a built-in 700 mAh battery.  

Movement system: 2 feedback servos supporting 360° continuous rotation on the horizontal axis and 90° vertical tilt—enabling expressive movements with real-time position feedback. 

Visual feedback: 2 rows totaling 12 RGB LEDs for expressive system and interaction feedback. 

Sensors & interaction: Infrared transmission and reception, a three-zone touch panel, and a full-featured NFC module enabling touch- and identity-based interactions. 

On the software side, StackChan is ready-to-play for starters with no coding required. The pre-installed factory firmware delivers: 

Expressive faces and motions: Preloaded with vivid facial expressions and coordinated movements that bring personality and liveliness to StackChan. 

Built-in AI agent: Integrates an AI agent for natural voice-based interaction and conversational experiences. 

App-based remote interaction: Supports official iOS app for video calls, remote avatar control, and real-time interaction with StackChan. 

Chan-to-Chan Friends Map: Enables discovery of nearby StackChan devices, unlocking playful multi-device and social interaction scenarios. 

Open for customization: While beginner-friendly by default, the firmware supports further development via Arduino and UiFlow2, making it easy to create custom applications. 

100% Open-Source: Built to Be Customized and Extended 

In an era filled with closed, concept-driven “AI robot” products, StackChan stands out with its open-source core. From firmware and hardware interfaces to development tools, every layer is designed to be explored, modified, and extended by users. 

Beyond code, StackChan also encourages physical customization. With 3D printing and creative accessories, users can personalize their StackChan’s appearance and turn it into a unique desktop companion. 

Open-source repository: https://github.com/m5stack/StackChan 

 
Fun with Global Community: Share, Extend, and Evolve Together 

Since its birth, StackChan has grown into a vibrant global community of makers, developers, and enthusiasts. From sharing projects and source code online to hosting meetups and anniversary events offline, the community continues to expand what StackChan can be. 

Owning a StackChan is not just about building a robot—it’s about being part of an open ecosystem where ideas and creativity evolve together. 

StackChan is not built to its end at launch. It is built to grow—through open technology, creative experimentation, and a global community that continues to redefine what a desktop robot can be.  

Discover your StackChan on Kickstarter now: https://www.kickstarter.com/projects/m5stack/stackchan-the-first-co-created-open-source-ai-desktop-robot?ref=d5iznw&utm_source=PR 

Der kleinste programmierbare Roboter der Welt!

Stell dir vor, ein Roboter ist so klein, dass er fast auf die Spitze eines Bleistifts passt – und trotzdem ganz allein denken und handeln kann. Klingt wie Science-Fiction? Forschende haben genau das geschafft! In einem aktuellen Bericht von heise online geht es um den kleinsten programmierbaren autonomen Roboter der Welt. Lass uns gemeinsam entdecken, was dieses Mini-Wunder kann – und warum es so spannend für die Zukunft ist.

Was bedeutet „programmierbar“ und „autonom“?

Bevor wir zum Roboter selbst kommen, klären wir kurz zwei wichtige Begriffe:

  • Programmierbar heißt: Menschen können dem Roboter sagen, was er tun soll – zum Beispiel laufen, stoppen oder einem Licht folgen.
  • Autonom bedeutet: Der Roboter entscheidet selbst, wann er was tut. Er braucht keine Fernsteuerung.

Und jetzt kommt das Erstaunliche: Dieser Roboter kann beides – obwohl er nur wenige Millimeter groß ist!

Der neue Roboter ist kaum größer als ein Staubkorn im Vergleich zu normalen Maschinen. Er ist so winzig, dass man ihn nur mit sehr ruhiger Hand oder unter dem Mikroskop genau anschauen kann. Trotzdem stecken in ihm eine winzige Elektronik. Sensoren, mit denen er seine Umgebung wahrnimmt und ein Antrieb, der ihn bewegen kann.

Das Team hinter dem Projekt arbeitet an der Northwestern University in den USA. Dort wird schon lange an extrem kleinen Robotern geforscht.

Was kann der Mini-Roboter?

Obwohl er so klein ist, kann der Roboter:

  • sich selbstständig bewegen
  • programmierten Befehlen folgen
  • auf seine Umgebung reagieren

Das ist etwas ganz Besonderes, denn bisher waren so kleine Roboter oft nur einfache Maschinen ohne „eigenes Denken“.

Wofür braucht man so winzige Roboter?

Jetzt wird es richtig spannend! Solche Mini-Roboter könnten in Zukunft in der Medizin helfen, zum Beispiel bei sehr schonenden Untersuchungen im Körper. Sie könnten in der Umweltforschung winzige Orte erkunden, die für Menschen unerreichbar sind. In der Technik könnten sie beim Bau noch kleinerer Geräte unterstützen. Einige Forschende träumen sogar davon, dass viele dieser Roboter eines Tages gemeinsam wie ein Ameisen-Schwarm arbeiten.

Fazit

Der kleinste programmierbare autonome Roboter der Welt zeigt, wie rasant sich Robotik und KI entwickeln. Obwohl er winzig ist, steckt in ihm jede Menge Technik und Zukunft. Vielleicht sind es genau solche Mini-Helfer, die eines Tages große Probleme lösen – leise, unsichtbar und unglaublich schlau.


FunFact

Wusstest du, dass… manche Mini-Roboter ihre Bewegung von Insekten wie Käfern oder Grillen abgeschaut haben? Die Natur ist oft die beste Ingenieur:in!


Für Profis 🔍


Quellenverweis


Buchempfehlung

Wenn du noch mehr über Roboter und künstliche Intelligenz erfahren möchtest, schau dir das Buch „Roboter & KI” aus der SchlauFUX-Reihe des Kosmos Verlags an. Der Autor beschreibt darin viele weitere Roboter aus den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten: Manche fliegen zum Mars, andere tauchen in den tiefsten Gewässern der Erde und wieder andere arbeiten in Fabriken ganz ohne Licht.  👉 https://www.kosmos.de/de/kosmos-schlaufux-roboter-und-ki_1182437_9783440182437

Alex vom Make Magazin stellt MakeyLab Roboter Experimentierset im Robots-Blog Interview vor

https://www.heise.de/hintergrund/Makey-Lab-Der-leichte-IoT-Einstieg-fuer-junge-Maker-10498312.html

Kunst oder KI: Wer ist der Künstler?

Aktionswochenende und Ausstellung mit Lena Reifenhäuser und Sebastian Trella im Deutschen Museum Bonn


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Was macht Kunst aus? Wie kann man KI im Bereich der Kunst für sich nutzen? Und wer ist dann der Urheber des Werks? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines besonderen Wochenendes im Deutschen Museum Bonn mit Künstlerin Lena Reifenhäuser und Robotik-Spezialist Sebastian Trella.

Künstliche Intelligenz gewinnt in fast jedem Beruf immer mehr an Bedeutung. Insbesondere in kreativen Berufsfeldern zeichnet sich ab, dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass die Nutzung von KI-Tools unumgänglich wird. Wo führt die Reise hin? Ist mit KI bald jeder Mensch ein Künstler? Und was bedeutet dies für unser Verständnis von Kunst? 

Künstlerin Lena Reifenhäuser und Robotik-Enthusiast Sebastian Trella zeigen ein Wochenende lang in einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt im Deutschen Museum Bonn, wie man KI-Anwendungen im Bereich der Kunst für sich nutzen kann und welche Möglichkeiten es dafür geben kann. Sie veranschaulichen, wie ausgehend vom Ursprungswerk eines Künstlers KI-generierte Kunst entsteht. Welche Schritte sind dafür nötig? Und wer ist am Ende eigentlich der Künstler, der Urheber des Werks, der die kreative Leistung erbracht hat? Handelt es sich um eine neue Art künstlerischer Zusammenarbeit?

»Eine Künstliche Intelligenz, also eine Maschine, arbeitet in Perfektion und wesentlich schneller als ein Mensch«, so Lena Reifenhäuser. »Aber sind es nicht genau unsere kleinen menschlichen ›Fehler‹ oder Abweichungen, die etwas überhaupt zu Kunst machen?«

Die Ausstellung regt Fragen wie diese an, indem sie Werke der Künstlerin auf überraschende Weise präsentiert, multimedial neu interpretiert und dadurch gleichzeitig weiterentwickelt – sowohl mit als auch ohne KI. Sebastian Trellas Expertise im Bereich der Robotik und KI erweckt Zeichnungen und Malereien beispielsweise als Videoinstallationen zum Leben und eine KI erweitert bestehende Werke der Künstlerin völlig frei. 
Im Zentrum dabei stets präsent: Die von Lena Reifenhäuser eigens für die Aktion mit einem 3D-Druckstift gefertigte Skulptur MANUEL(L) regt als manuell gefertigte Gegenüberstellung zur KI-Kunst zur Diskussion an.
Als Höhepunkt der Ausstellung wird ein völlig neues Werk, das von einer ausschließlich mit künstlerischen Arbeiten von Lena Reifenhäuser trainierten KI erstellt wurde, enthüllt und im Deutschen Museum Bonn an diesem Wochenende zum ersten Mal zu sehen sein. 

An interaktiven Stationen können die Museumsgäste nicht zuletzt ihre eigene Kreativität ausleben: Eine 3D-Druckstift-Station bietet beispielsweise Groß und Klein die Möglichkeit, eigene Skulpturen zu erschaffen. Zudem kann ein Roboter in künstlerischer Aktion an beiden Tagen live erlebt werden.

Über die Künstler

Lena Reifenhäuser wurde 1986 in Troisdorf geboren und lebt in Bonn. 2018 hat sie den Studiengang Bildende Kunst mit der Fachrichtung Malerei an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn, abgeschlossen. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Künstlerin. Zahlreiche Projekte und Ausstellungen im In- und Ausland, darunter Krakau, Georgien und China, runden ihre künstlerische Tätigkeit ab. Seit 2019 hat Lena Reifenhäuser ein Atelier im Kunsthaus Troisdorf.

Linkslenareifenhaeuser.dewww.instagram.com/lena_reifenhaeuser

Sebastian Trella wurde 1986 geboren und lebt in Troisdorf. Von 2007-2014 war er im Bereich Educational Robotics am Fraunhofer IAIS tätig und sammelt seitdem in seiner Freizeit Roboter und testet neue Robotik-Produkte für diverse Unternehmen. Er arbeitet hauptberuflich als Informatiker und betrachtet künstliche Intelligenz als einen faszinierenden Weg, Roboter zum Leben zu erwecken. Seit 2010 teilt er sein Wissen über Roboter und KI auf seiner Webseite Robots-Blog.com.

Lena Reifenhäuser und Sebastian Trella unterstützen das Deutsche Museum Bonn als Mitglieder von WISSENschaf(f)t SPASS – Förderverein für Bildung und Innovation im Rheinland e.V.