Humanoide Robotik aus Deutschland: igus bringt neuen Serviceroboter auf den Markt

Iggy Rob-Plattform sorgt für einen bezahlbaren und CE-konformen Einsatz von humanoiden Robotern in Industrie und Service

Köln, 2. Juni 2026 – Humanoide Roboter sind derzeit ein großer Hype. Sie laufen Marathon und tanzen zu Michael Jackson den Moonwalk. In praktischen industriellen Anwendungen scheitert jedoch ihr Einsatz vor allem an den Kosten. Genau hier setzt igus mit seinen kostengünstigen humanoiden Iggy Rob-Robotern an. Nachdem das Unternehmen bereits 2025 den Iggy Rob Industrial für Produktionsumgebungen vorgestellt hat, erweitert das Unternehmen die Plattform nun um eine neue Variante: den Iggy Rob Home ab 55.000 Euro. Mit dem neuen Modell überträgt igus das bestehende Plattformkonzept erstmals auf den Service- und Haushaltsbereich. Entwicklung und Fertigung erfolgen vollständig in Deutschland – von der Mechanik über die Elektronik bis zur Software.

AMR statt Beine: Der Iggy Rob Industrial und der Iggy Rob Home basieren auf derselben technischen Grundplattform. Statt zwei Beinen nutzen die beiden Humanoiden eine autonome mobile Roboterbasis (AMR), den ReBeLMove Pro mit einer Traglast von bis zu 250 kg. Diese Entscheidung basiert auf praktischen Erwägungen. Mobile Fahrzeuge haben sich in Industrie und Gebäuden bewährt, lassen sich sicher integrieren und vergleichsweise einfach CE-konform in bestehende Umgebungen einbinden. Für viele reale Anwendungen ist ein laufendes System mit Beinen derzeit weder erforderlich noch wirtschaftlich sinnvoll. „Unsere Welt ist von Menschen für Menschen gebaut. Deshalb ist es logisch, dass Automatisierungstechnik irgendwann menschenähnliche Formen annimmt“, sagt Alexander Mühlens, Prokurist und Leiter des Geschäftsbereichs Low-Cost-Automation bei igus. „Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass sich humanoide Systeme erst im praktischen Einsatz weiterentwickeln. Deshalb setzen wir auf eine offene, robuste Plattform, die Anwender an ihre Anforderungen anpassen können.“ Die Roboter sind je nach Konfiguration zwischen 1,30 und 1,70 m hoch, besitzen 16 DOF für natürliche Bewegungen und erreichen bis zu acht Stunden autonome Laufzeit und navigieren mithilfe von LIDAR- und 3D-Kamerasystemen. Standardmäßig verfügen beide Varianten über zwei igus ReBeL-Roboterarme mit einer Traglast von 2,5 kg pro Arm. Alternativ lassen sich auch Cobots anderer Hersteller oder humanoide Hände integrieren. Iggy Rob ist als offene Plattform ausgelegt. Die Steuerung erfolgt über ROS 2, Endeffektoren und Sensorik lassen sich anpassen oder erweitern. Die Systeme sind CE‑zertifiziert und für den Flottenbetrieb nach VDE 5050 vorbereitet.

Iggy Rob Home: neuer Fokus auf Service, Bildung und Interaktion

Der Iggy Rob Industrial wurde bereits im Frühjahr 2025 vorgestellt. Er ist für den Einsatz in Produktions- und Logistikumgebungen ausgelegt, hier übernimmt er typische Aufgaben wie Transportprozesse, Maschinenbeschickung oder einfache Montagearbeiten. Mit dem Iggy Rob Home erweitert igus diese Technologie nun erstmals auf Anwendungen außerhalb klassischer Industrieumgebungen. Dazu zählen Empfangs- und Informationsbereiche, Bildung und Forschung, Gastronomie sowie vielfältige Service-Tätigkeiten in Gebäuden. Aber auch industriell eignet er sich für Pick‑and‑Place‑Aufgaben, den innerbetrieblichen Materialtransport oder den Transport an wechselnden Stationen. Darüber hinaus dient er als ideale Plattform für KI‑Training, Datenerfassung sowie für Bildungs- und Forschungszwecke an Hochschulen und Instituten.

Die Hardware des Iggy Rob Home basiert auf der gleichen industrietauglichen Plattform wie beim Industrial-Modell, wurde jedoch gezielt um Funktionen ergänzt, die stärker auf Interaktion und Service ausgerichtet sind. Dazu gehören ruhigere Bewegungsprofile, ein Display zur Darstellung einfacher Gesichtsausdrücke sowie vorkonfigurierte Servicefunktionen. Eine integrierte Linearachse vergrößert zusätzlich den Arbeitsbereich der Arme. Für den Transport von Gegenständen steht zudem ein Rückenkorb mit einer Traglast von bis zu 50 kg zur Verfügung. Eine integrierte 3D-Kamera sorgt für eine zuverlässige Objekterkennung sowie präzises Greif- und Navigationstracking. Dank Wireless Charging kann der Roboter unterbrechungsfrei betrieben werden, und über die ROS 2‑Schnittstelle lässt er sich nahtlos in moderne Robotikumgebungen integrieren. Für maximale Flexibilität am Tool Center Point lässt sich der Iggy Rob Home mit unterschiedlichen Endeffektoren ausstatten, darunter Sauggreifer, Zwei- oder Drei-Finger-Greifer sowie eine bionische Hand mit integrierter Greiferkennung.

Mobilität trifft auf Intelligenz

Dank einer intuitiven Programmieroberfläche ist der Iggy Rob Home auch ohne tiefes Robotikwissen schnell einsetzbar und bedienbar. Die stabile Systemarchitektur sorgt für einen zuverlässigen Betrieb. So verbindet der Iggy Rob Home Mobilität mit intelligenter Automatisierung und eröffnet neue Möglichkeiten für humanoide Robotik im Alltag. Mit dem Software‑Addon Dynamic Mission Data Interface können Missionen zudem über das Netzwerk gestartet und Daten in Echtzeit bidirektional ausgetauscht werden. Dadurch ist eine dynamische Interaktion mit externen KI-Systemen innerhalb einer Mission möglich. Mechanik, Elektronik und Software stammen vollständig aus der Entwicklung von igus in Köln sowie von Commonplace Robotics by igus in Osnabrück, sodass individuelle Anpassungen und Weiterentwicklungen direkt abgestimmt werden können. Der Iggy Rob Home ist ab 55.000 Euro erhältlich.

Erst testen, dann kaufen

Für beide Iggy Rob-Varianten gilt das igus Prinzip „Test before you invest“. Anwender können die Systeme im eigenen Umfeld erproben und gemeinsam mit igus die technische Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit bewerten. So lassen sich Potenziale und Grenzen frühzeitig realistisch einschätzen. Ergänzend betreibt igus den RBTX-Marktplatz, auf dem humanoide Robotersysteme verschiedener Hersteller gelistet sind. Zur Hannover Messe 2026 umfasste das Angebot rund 100 Modelle von 35 Anbietern. Neben Hardware werden auch Beratung, Integration sowie verschiedene Nutzungs- und Finanzierungsmodelle angeboten.

Paletten stapeln ohne Fahrer? Autonomer Gabelstapler von igus macht die Logistik effizient

Köln, März 2026 – Leere Fahrersitze und stehende Paletten: Die deutsche Logistik steckt in der Personalfalle. Laut Fraunhofer SCS klagen 94 Prozent der Unternehmen über fehlende Fachkräfte. Während die Suche nach qualifizierten Staplerfahrern oft Monate dauert, präsentiert der Kunststoffspezialist igus aus Köln jetzt eine Lösung: den ReBeL Pallet Mover. Ein autonomer Gabelstapler, der dort anpackt, wo das Personal fehlt.



Die Logistikbranche meldet seit einigen Jahren massive Personalengpässe. Dieser Mangel betrifft nicht nur LKW-Fahrer, sondern auch Lagerpersonal, darunter Staplerfahrer. Diese Erfahrung macht auch der Kunststoffspezialist igus. Auf über 40.000 Quadratmetern Logistikfläche am Hauptsitz in Köln stand igus vor der gleichen Hürde wie viele Mittelständler: „Wir finden schlichtweg kaum noch Mitarbeitende mit Staplerschein“, erklärt Alexander Mühlens, Leiter des Geschäftsbereichs Low-Cost-Automation. „Also haben wir die Lösung selbst gebaut.“ Der ReBeL Pallet Mover ist mehr als nur ein Transportgerät, er ist ein digitaler Teamkollege. Ausgestattet mit modernster Sensorik und intelligenter Navigation, übernimmt er repetitive und ermüdende Transportaufgaben vollautomatisch. Der ReBeL Pallet Mover navigiert selbstständig durch komplexe Hallenlayouts, nimmt Palletten auf und bringt sie an die richtige Stelle. Für die Sicherheit innerhalb der Produktion sorgen Sensoren, die Hindernisse in Echtzeit erkennen und einen reibungslosen Mischbetrieb mit Menschen ermöglichen. Mit einem Preis von gerade einmal 67.340 Euro ist der Return on Investment bereits nach 12 bis 18 Monaten erreicht.


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Sechs bis zehn Stunden im Dienst
Der igus Pallet Mover ist mit 1,7 Metern Länge, knapp einem Meter Breite und rund zwei Metern Höhe bewusst kompakt konstruiert. Je nach Anwendung bietet igus den Gabelstapler für verschiedene Nutzlasten an: 300 kg, 1.400 kg und 1.500 kg. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 5,4 km/h kann er bis zu sechs (Pallet Mover 300) bzw. zehn Stunden (Pallet Mover 1400/1500) lang vollkommen eigenständig seinen Aufgaben nachgehen. Möglich macht dies eine 1.104-Wh bzw. eine 4.320-Wh-Batterie. Darüber hinaus passt das Unternehmen den autonomen Helfer individuell für die Ansprüche der Kunden an. „Ein häufiges Thema ist die Ausführung der Gabelzinken. Beim ReBeL Pallet Mover ist das komplett variabel“, erklärt Alexander Mühlens. Um auch kleineren Unternehmen den Einstieg in die autonome Intralogistik zu erleichtern, hat igus den Anschaffungspreis im Vergleich zu bestehenden Lösungen deutlich reduziert. Der Pallet Mover 300 kostet 67.340 Euro. Ermöglicht wird dieser Preis durch eine Reduzierung der Komponenten, die Safety-Infrastruktur ist zentral an der Spitze des Staplers verbaut. Auch die angebrachte Leistungssensorik ist kosteneffizient integriert.

Live-Erlebnis auf der LogiMAT und den AMR Days
Die Nachfrage nach autonomen Staplerlösungen und weiteren autonomen mobilen Robotern (AMR) ist groß. Dabei sieht igus die autonomen Lösungen als Ergänzung zu den menschlichen Logistikexperten. Vor der Anschaffung bietet igus einen Proof-of-Concept an. Um Unternehmen den Weg in die Automatisierung so einfach wie möglich zu machen, stellt igus den Pallet Mover nicht nur auf der LogiMAT vor, sondern lädt auch zu den hauseigenen AMR Days ein. Hier können Logistikleiter live erleben, wie der ReBeL Pallet Mover die Intralogistik entlastet und dem Fachkräftemangel proaktiv entgegenwirkt. 

Erfahren Sie mehr über den neuen ReBeL Pallet Mover unter: Autonomer Gabelstapler – Fahrerlose Transportsysteme für effiziente Lagerprozesse

ReBeLMove Pro: Modulare Roboterplattform für Logistik, Montage und Handling

Autonomer mobiler Roboter von igus verspricht einfache Konfiguration mit flexiblen Aufbauten und leichte Inbetriebnahme

Köln, 23. Oktober 2025 – Kosten- und Effizienzdruck verlangt der modernen Produktion einiges ab. Mit dem ReBeLMove Pro bringt igus einen modularen Autonomen Mobilen Roboter (AMR) auf den Markt, der sich ganz einfach nach dem Baukastenprinzip individualisieren lässt – vom KLT-Transport bis hin zur Roboterlösung. Dabei ist er ganz ohne Vorerfahrung in Unternehmensabläufe integrierbar. Der ReBeLMove Pro ist bereits ab 39.800 Euro erhältlich und somit rund 25 Prozent günstiger als die meisten Wettbewerbsmodelle.

Die Basis des ReBeLMove Pro ist ein kompakter, rechteckiger Transportroboter auf vier Rädern mit Elektroantrieb. Der AMR ist 795 mm lang, 560 mm breit, 195 mm hoch, 60 kg schwer und lackiert in Schwarz mit igus typischen orangefarbenen Akzenten. Der Roboter kann autonom navigieren, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2 m/s, und dabei in der Intralogistik bis zu 250 kg tragen oder bis zu 900 kg ziehen. Eine Akkuladung reicht für einen vollen Arbeitstag von acht Stunden. Der ReBeLMove Pro lässt sich mit Anbauten für verschiedene intralogistische Aufgaben individualisieren. Das können beispielsweise höhenverstellbare Förderbänder und ein Cobot-Gelenkarmroboter für Montagearbeitsplätze, ein Anhänger für den Materialtransport oder ein Regal mit Lichtsignalen für eine produktivere Kommissionierung sein. Auch im Außenbereich ist der neue Roboter einsetzbar. „igus selbst nutzt den ReBeLMove Pro bereits als Shuttle, um in der Produktion Produkte von Spritzgussmaschinen abzutransportieren“, sagt Sebastian Thorwarth-Kienbaum, Experte für Low-Cost-Automation bei igus. „Das sind ermüdende intralogistische Routinetätigkeiten, für die Unternehmen Menschen nur noch schwer begeistern können.“ Innerhalb von nur zwei Monaten wurde beispielsweise in der igus Produktion ein vollautomatisierter Behältertransport inklusive Schnittstellenintegration von der Konzeption bis zur Implementierung realisiert. Dabei werden Kugellagerbauteile von der Spritzgussmaschine zum Montagevollautomaten transportiert, ganz ohne manuelles Eingreifen.

Return on Investment nach nur 12 Monaten
Doch Betriebe sparen nicht nur beim Kauf des AMR, sondern auch bei der Inbetriebnahme und Steuerung. „Hier verursachen Systemintegratoren und Softwarelizenzen oftmals hohe Folgekosten, die dazu führen, dass Unternehmen das Thema Automation frustriert wieder auf Eis legen“, sagt Sebastian Thorwarth-Kienbaum. „Wir haben daher großen Wert darauf gelegt, dass sich der ReBeLMove Pro ohne fremde Hilfe und Automationserfahrung integrieren und bedienen lässt.“ Während einer einfachen Rundfahrt erstellt der Roboter automatisch eine 3D-Digitalkarte des Raumes. Dafür nutzt er LIDAR-Sensoren, 3D-Sensoren und eine Realsense-Kamera. In nur knapp drei Minuten ist so ein 200 Quadratmeter großer Raum kartiert. Anschließend kann sich der Roboter autonom bewegen, ohne dass aufwendige Leitlinien oder Spuren auf dem Boden notwendig sind. Auch die Programmierung erfolgt schnell und intuitiv: Anwender können Bewegungen mit einer Software in nur 15 Minuten und ohne Programmierkenntnisse erstellen. Ebenso unkompliziert gestaltet sich die Integration in bestehende IT-Landschaften mit offenen Schnittstellen wie IoT, VDA 5050, REST, SAP oder ERP. Darüber hinaus ist der ReBeLMove Pro mit externen Flottenmanagementlösungen wie Fleetexecuter, Kinexon oder Naise kompatibel. „Dank der niedrigen Investitionskosten und der unkomplizierten Inbetriebnahme und Bedienung beträgt der durchschnittliche Return-on-Invest für einen ReBeLMove Pro zwölf Monate. Die Kosten für den ReBeLMove Pro liegen gerade einmal bei 38.900 Euro und damit rund 25 Prozent niedriger als bei marktüblichen Lösungen, die in der Regel ab 50.000 Euro starten – ohne dabei funktionale Abstriche machen zu müssen”, resümiert Sebastian Thorwarth-Kienbaum. 

Mehr Reichweite für Roboter: Die 7. Achse von igus vervierfacht den Arbeitsraum

Linearachse mit Plug-to-program Anbindung spart bis zu 10.000 Euro an Entwicklungskosten – Neues Update für UR und Fanuc

Köln, September 2025 – Viele Betriebe, die den Aktionsraum von Leichtbau-Gelenkarmrobotern vergrößern möchten, kennen das Problem: Eine 7. Achse, auf der ein Roboter linear verfahren kann, ist schnell gefunden. Ihre Integration in die Robotersteuerung erfordert jedoch zusätzlichen Programmieraufwand. Die Lösung von igus: eine 7. Achse, die den Aktionsraum vervierfacht und so einfach integrierbar ist wie eine App. Bereits 500 Systeme sind weltweit im Einsatz. Mithilfe eines neuen Updates für UR 20, UR 30 und Fanuc CRX-Serien sollen weitere folgen.

Automatisierung kann kompliziert sein. Besonders dann, wenn sich Produktionsbedingungen ändern. Das zeigt das Beispiel eines Feinmechanik-Betriebs, der zwei identische CNC-Fräsmaschinen betreibt: Wegen des fortschreitenden Arbeitskräftemangels übernimmt ein Gelenkarmroboter bereits seit einiger Zeit das Beladen einer der beiden Maschinen. Um den Aktionsradius des Roboters auch auf die zweite Maschine zu erweitern, soll eine motorisierte Achse für die horizontale Verstellung zum Einsatz kommen. Die Achse ist schnell gefunden, lässt sich jedoch nicht an die Robotersteuerung anschließen. Deshalb ist ein Programmierer 1,5 Wochen damit beschäftigt, eine Schnittstelle zu programmieren. „Wir haben von vielen Betrieben gehört, dass die aufwendige Anbindung einer 7. Achse derzeit ein Pain-Point ist, der Projekte unnötig kompliziert macht“, sagt Alexander Mühlens, Prokurist und Geschäftsbereichsleiter Low-Cost-Automation bei igus. Sein Geschäftsbereich möchte mit der Onlineplattform RBTX die Komplexität in der Automatisierung reduzieren, um den Mittelstand in Zeiten steigenden Kostendrucks zu entlasten und produktiver zu machen. Die neueste Errungenschaft auf diesem Weg ist eine Linearachse, die sich über ein Plug-to-program in Sekundenschnelle mit den Robotersteuerungen der gängigsten Hersteller wie Epson, Dobot, igus und Omron verbinden lässt. Auch mit den Universal Robots UR 20 und UR 30 sowie den Fanuc CRX-Serien ist die 7. Achse nun kompatibel. „Erste Anwender berichten, dass sie dank des Plug-to-program-Prinzips bis zu 10.000 Euro Entwicklungskosten gespart haben“, erklärt der Robotik-Experte.

Vervierfachter Aktionsradius dank 7. Achse ab 2.800 Euro
Die 7. Achse von igus ermöglicht Leichtbau-Gelenkarmrobotern mit einem Gewicht von bis zu 55 Kilogramm, ihren Aktionsradius zu vervierfachen. Die Basis ist eine bis zu 6.000 Millimeter lange Linearschiene aus Aluminium, auf der ein Schlitten über vier Buchsen aus schmierfreiem Hochleistungskunststoff gleitet – bewegt von einem Elektromotor mit Zahnriemenantrieb, der eine Geschwindigkeit von bis zu 0,6 m/s und eine Positionierungsgenauigkeit von ±0,3 Millimetern ermöglicht. Auf diesen Schlitten können Anwender ihren Roboter über ein Adapterkit montieren. igus liefert zudem passende Energieketten aus Hochleistungskunststoff, um Energie- und Datenleitungen in der Bewegung zu schützen. „Dieser Schutz ist empfehlenswert, da rund 35 Prozent der Roboterausfälle auf mangelhaftes Leitungsmanagement zurückzuführen sind“, betont Alexander Mühlens. Erhältlich ist die Achse ab 2.313 Euro, hinzu kommen weitere 2.800 Euro für die Schaltschrankintegration. Zurückzuführen sind die niedrigen Kosten unter anderem auf den Einsatz von Hochleistungskunststoffen.

So leicht integrierbar wie eine App
Integrieren lässt sich die 7. Achse von igus über ein Software-Plugin direkt in die Robotersteuerung, jeweils angepasst an den Roboterhersteller. Die Steuerung erkennt die Achse nach der Installation automatisch. Der Anwender kann sie dann unmittelbar über das vertraute Bedienpanel des Roboters programmieren und steuern. Die Ansteuerung erfolgt dabei flexibel über digitale I/Os, über UR Cap oder über die igus Robot Control. Zudem sind alle sicherheitsrelevanten Komponenten wie Not-Aus-Relais bereits berücksichtigt, sodass keine zusätzliche Engineering-Arbeit erforderlich ist. Alexander Mühlens: „Auf diese Weise wird die Erweiterung des Arbeitsraumes von Leichtbau-Gelenkarmrobotern unkomplizierter denn je.“ Auslegen lässt sich die 7. Achse ganz einfach mithilfe eines Online-Konfigurators. Hier kann der Nutzer seinen Robotertypen und die entsprechende Einbaulage auswählen, Länge und Geschwindigkeit der Anwendung eingeben und erhält im Anschluss direkt einen Preis inklusive Angebot und Muster.

Erfahren Sie mehr zu den Lösungen für die 7. Achse am Roboter unter:
7. Achse | Linearachse für alle Roboter

Erleben Sie die 7. Achse live in Aktion bei einem Hersteller von Schokolade:
„ChocoMatic“ die automatische Pralinenausgabe

Alexander Zorn vom Fraunhofer IAIS stellt KI gesteuerten Roboterarm im Robots-Blog Interview vor

Mehr Informationen unter: https://www.iais.fraunhofer.de/de/branchen-themen/themen/intelligente-prozessautomatisierung/gen-ai-robotersteuerung.html

Robots-Blog trifft Alexander Mühlens und igus ersten humanoiden Roboter „Iggy Rob“ auf der automatica

Spielerische Robotik-Ausbildung: igus Low-Cost-Automation bewährt sich im Schulalltag

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Georg-Simon-Ohm-Berufskolleg setzt auf ReBeL Cobots und Education Kits von igus, um Schülern einen einfachen Einstieg in die Roboter-Programmierung zu ermöglichen

Köln, 17. Juni 2025 – Junge Menschen für Technik begeistern: Dieses Ziel verfolgt der Kunststoffspezialist und Robotikhersteller igus mit seinen Bildungsangeboten speziell für Schulen, Hochschulen und Universitäten. Dazu zählt auch das ReBeL Education Kit: Ein Lernpaket, das Schülern und Studierenden den spielerischen Einstieg in die Robotik mithilfe des ReBeL Cobots ermöglichen soll. Zum Einsatz kommen die Education Kits unter anderem am Georg-Simon-Ohm-Berufskolleg in Köln. So bekommen die Schüler die Möglichkeit, erste Programmierkenntnisse zu erwerben und praxisnahe Anwendungen zu erproben.

Von Elektrotechnik über Datenbankwissen bis hin zur Softwareentwicklung: Die Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten am Georg-Simon-Ohm-Berufskolleg in Köln umfasst ein vielseitiges Lehrprogramm. Dazu gehört auch das Programmieren von Robotern, um den Schülern besondere Qualifikationen in der Automatisierungstechnik zu vermitteln. „Für unsere Robotik-Klasse kamen bisher humanoide Robotiksysteme zum Einsatz, die jedoch mit der Zeit störungsanfällig geworden sind“, erklärt Kevin Meyer, Lehrer für Elektrotechnik und Robotik am Georg-Simon-Ohm-Berufskolleg. „Daher brauchten wir Ersatz für die alten Systeme und haben uns gezielt auf die Suche nach Roboterarmen gemacht, die einfach zu bedienen sind und realitätsnahe Anwendungsszenarien ermöglichen.“ Fündig wurde das Berufskolleg schließlich beim Kölner Kunststoffspezialisten igus.

igus LCA

Programmieren lernen mit realitätsnahen Anwendungsbeispielen

„igus war uns bereits für seine Energieketten bekannt, doch bei unserer Suche sind wir dann auch auf das Low-Cost-Automation-Angebot gestoßen und haben gleich einen Beratungstermin vor Ort ausgemacht“, erzählt Kevin Meyer. Auf der 400 Quadratmeter großen Customer Test Area können Kunden zahlreiche Automationslösungen aus der Praxis in Aktion sehen und gemeinsam mit den Robotik-Experten von igus die Machbarkeit ihrer geplanten Anwendung testen. Die Wahl fiel schließlich auf zehn ReBeL Cobots mit sechs Achsen inklusive Education Kits. „Roboter gibt es auf dem Markt zwar viele, aber die Alternativen waren für unsere Zwecke entweder zu klein oder zu teuer. Zudem war für uns auch eine leichte Bedienbarkeit wichtig.“ Der ReBeL Cobot mit einem Gewicht von nur 8,2 Kilogramm, einer Traglast von zwei Kilogramm und einer Reichweite von 664 Millimetern ist in der vollausgestatteten Plug-and-Play-Variante bereits für 4.970 Euro erhältlich. Im Education Kit enthalten sind über 100 Stunden Lernmaterial und Projektplatten, die auf eine Arbeitsfläche montiert werden. Anhand derer lassen sich unterschiedliche Szenarien mit Realitätsbezug programmieren: ob Behälter in ein Hochregal sortieren, Bauteile eines Fahrrads vom Förderband nehmen und an der entsprechenden Stelle einsetzen oder die Qualitätskontrolle am Fahrrad. Die kostenlose und lizenzfreie igus Robot Control Software ermöglicht zudem eine einfache Bedienbarkeit und erleichtert den Einstieg in die Roboterprogrammierung.

Lernende gezielt auf die moderne Arbeitswelt vorbereiten

Die ReBeL Cobots und Education Kits sind inzwischen seit einem Jahr in vier Robotik-Klassen des Berufskollegs im Einsatz. „Die meisten Schüler arbeiten sehr gerne mit den Robotern. Die Bedienung war am Anfang für manche noch eine Herausforderung, aber am Ende haben es alle geschafft“, erzählt Kevin Meyer. Die Software sei visuell sehr anschaulich und ermögliche den Schülern, schnell kleine Fortschritte zu machen. Alexander Mühlens, Leiter Geschäftsbereich Low-Cost-Automation bei igus betont: „Uns liegt die Förderung des Roboternachwuchses sehr am Herzen, daher freuen uns solche Projekte immer besonders. Mit unserem breiten Bildungsangebot möchten wir Schulen, Hochschulen und Universitäten dabei unterstützen, theoretisches Wissen praxisnah zu vermitteln und Lernende gezielt auf die moderne Arbeitswelt vorzubereiten.“

Mehr Informationen zum Robotik-Bildungsangebot von igus finden Sie hier:

https://www.igus.de/automation/bildungsprogramm

KI-Gestenerkennung mit IDS NXT Kamera lässt igus ReBel Roboter Stein, Schere, Papier gegen Mensch spielen

RobotCtrl: Einfachere Steuerung für alle Robotik-Hersteller

Die igus Steuerungssoftware für herstellerunabhängige Robotik wächst – Lebai, Hitbot und Lynx Motion jetzt verfügbar

Köln, 3. Juni 2025 – Automatisierung muss nicht kompliziert sein – mit RobotCtrl wird sie für Unternehmen jeder Größe noch zugänglicher. Durch die intuitive Steuerungssoftware von igus lassen sich auf dem Online-Robotik-Marktplatz RBTX erhältliche Roboter unabhängig vom Hersteller einheitlich bedienen und Zubehör wie Kameras, Greifer oder Roboterzellen integrieren. Damit reduziert RobotCtrl die Bedienungskomplexität und den Integrationsaufwand für Einsteiger und Profis erheblich. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung der Robotikhersteller Lebai, Hitbot und Lynx Motion.

Als führender Marktplatz für Robotik und Automatisierung vereint RBTX über 175 Anbieter und mehr als 850 Roboter und Komponenten an einem Ort. Ob Greifer, Sensoren oder komplette Robotersysteme – hier finden Interessierte alles, was sie für ihre Automatisierung benötigen. Mit der von igus entwickelten RobotCtrl wird die Integration und Steuerung von Low-Cost-Automatisierung noch flexibler und einfacher als je zuvor. Auf RBTX erhältliche Roboter können mit der Software einheitlich programmiert und gesteuert werden. Nutzer profitieren von einer verringerten Einarbeitungszeit, da sie nur eine einzige Software beherrschen müssen. Die Möglichkeit, Roboter verschiedenster Hersteller mit nur einer Steuerung zu programmieren, spart allerdings nicht nur Zeit und Schulungskosten, sondern eröffnet Unternehmen auch neue Möglichkeiten für eine herstellerunabhängige Automatisierungsstrategie. Dank des modularen Aufbaus unterstützt RobotCtrl verschiedene Roboterkinematiken unterschiedlicher Hersteller, darunter igus, Fanuc, KUKA und viele mehr. Dies ermöglicht eine nahtlose Integration verschiedener Robotiksysteme in bestehende Produktions- und Automatisierungslösungen. Die Bewegungsabläufe der Roboter können auf einer 3D-Oberfläche simuliert werden – ohne dass der Roboter physisch angeschlossen sein muss. „Dies erleichtert die Planung und Entwicklung neuer Prozesse und ermöglicht es Automatisierungsstrategien effizient zu testen bevor sie in die Praxis umgesetzt werden“, macht Alexander Mühlens, Leiter Geschäftsbereich Low-Cost-Automation bei igus, deutlich. „Unternehmen können somit schneller auf Marktanforderungen reagieren, Produktionsprozesse effizienter gestalten und so Kosten sparen.“

Roboter-Programmierung leicht gemacht
RobotCtrl wurde bereits erfolgreich mit führenden Herstellern getestet. Nutzer können somit sicher sein, dass sie mit einer bewährten und zuverlässigen Software arbeiten. Ein weiterer Vorteil von RobotCtrl ist die benutzerfreundliche grafische Oberfläche, die eine intuitive Programmierung erlaubt. Dank einer Drag-and-Drop-Funktion können Bewegungsabläufe einfach erstellt und angepasst werden. Dies reduziert den Programmieraufwand und macht die Software auch für Anwender ohne tiefgehende Programmierkenntnisse leicht verständlich. Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen, die bisher vor der Komplexität der Robotik zurückgeschreckt sind, bietet RobotCtrl eine praxisnahe und kosteneffiziente Lösung. „Unser Ziel ist es, Automatisierung so einfach und zugänglich wie möglich zu gestalten“, stellt Alexander Mühlens heraus. „Mit RobotCtrl ermöglichen wir Unternehmen jeder Größe, einen kostengünstigen und flexiblen Einstieg in die Automatisierung.“

Weitere Informationen zu RobotCtrl und mehr als 650 erfolgreich durchgeführte Anwendungsbeispiele finden sich auf der Plattform RBTX: rbtx.com

Men in Blech statt Mann am Band: Ambitionierte Ziele für die Massenfertigung von Humanoiden

Die Entwicklung im Bereich humanoider Roboter schreitet mit einer beeindruckenden Dynamik voran. Das Kräftemessen zwischen den USA und China sowie Fortschritte im Bereich der KI, der Batterieentwicklung und der Mechanik befeuern die Performance der Men in Blech. Auf der automatica wird deutlich werden, wie weit diese Entwicklung bereits fortgeschritten ist.

Bald sollen Humanoide wie der 4NE-1 von Neura neben Produktionsaufgaben auch lästige Tätigkeiten wie das Bügeln übernehmen. © Messe München GmbH

Was die Humanoiden im Reich der Mitte zu leisten im Stande sind, konnten sie jüngst bei einem Halbmarathon in Peking unter Beweis stellen. Auf der gut 21 Kilometer langen Laufstrecke traten rund 20 humanoide Roboter erfolgreich gegen Menschen an. Mit dem Wettlauf hat die Volksrepublik ihr Ziel erreicht, sich als einer der führenden Anbieter menschenähnlicher Roboter zu präsentieren.

Zwei Beine ermöglichen maximale Flexibilität und Mobilität

Aber gerade ein Halbmarathon führt zwangsläufig zu einer oft gestellten Frage: Warum haben Humanoide Beine? Wäre es nicht effizienter, Radantriebe zu nutzen? Weshalb die meisten Humanoiden dennoch mit zwei Beinen ausgestattet sind, erklärt Jonathan Hurst, Chief Robot Officer bei Agility Robotics: „Zweibeinige Roboter sind für die Koexistenz mit dem Menschen konzipiert und bieten eine Vielseitigkeit und Mobilität, die über das hinausgeht, was Radantriebe leisten können. Durch den Einsatz von Beinen können sich Humanoide an komplexe Umgebungen anpassen, Treppen steigen, Bordsteine überwinden und ein breites Aufgabenspektrum erfüllen.“ Digit, der Humanoide von Agility, ist bereits in vielen Applikationen vorwiegend in Logistikzentren im Einsatz wie beispielsweise bei amazon und GXO Logistics. Mit einer Körpergröße von 1,75 m und einem Gewicht von etwa 64 kg kann Digit komplexe Aufgaben wie das Heben von Lasten mit einem Gewicht von bis zu 16 kg ausführen. Und dank fortschrittlicher Sensorik, darunter LIDAR und Kameras, kann er auch selbstständig navigieren. Über Digit und die Frage, wie Humanoide Lücken in der Automatisierungskette schließen können, spricht auch Melonee Wise, Chief Product Officer bei Agility Robotics, auf dem automatica Forum in Halle A5. Anwendungsorientiert referiert direkt im Anschluss Carolin Richter, Head of Next Generation Robotics bei der BMW Group, über die Erfahrungen des Unternehmens mit konkreten Praxiseinsätzen von Humanoiden.

Digit, der Humanoide von Agility Robotics, ist bereits in großen Stückzahlen vorwiegend in Logistikzentren wie bei Amazon und GXO im Einsatz. © Messe München GmbH

USA mit Vorreiterrolle in der Technologieentwicklung

Wie Digit kommen weitere hochentwickelte Humanoide aus den USA, darunter Atlas von Boston Dynamics, Optimus von Tesla, Figure 01 und 02 von Figure AI und Apollo von Apptronik. Sie alle arbeiten bereits in Piloteinsätzen in der Automobilindustrie. „Wir entwickeln die fortschrittlichsten und leistungsfähigsten humanoiden Roboter der Welt, die den Menschen auf sinnvolle und revolutionäre Weise zur Seite stehen“, sagt Jeff Cardenas, CEO und Mitbegründer von Apptronik. Aber viel Kapital und potente Mitstreiter sind nötig, um diese Entwicklungen voranzutreiben. Gerade konnte Apptronik eine Finanzierungsrunde von mehr als 350 Millionen Dollar abschließen. Kooperationen mit der NASA, NVIDIA, Google DeepMind und auf der Anwenderseite mit Mercedes-Benz und GXO Logistics sollen sicherstellen, dass Apptronik in diesem Zukunftsmarkt weiter ganz vorne mitspielen wird.

Deutschland mit Aufholbedarf bei humanoider Robotik

Zwar spielt Deutschland auf dem Weltmarkt für Humanoide keine Schlüsselrolle, dennoch belegt die automatica, dass es auch hier vielversprechende Entwicklungen gibt. Denn neben dem 4NE-1 von Neura Robotics, der bereits 2023 auf der automatica debütierte, werden dieses Jahr weitere Humanoide den Weg nach München finden. Einer von ihnen kommt aus Köln und hört auf den Namen „Iggy Rob“. Igus bietet seinen ersten humanoiden Roboter für knapp unter 50.000 Euro an. Möglich wird dies nach Herstellerangaben durch die Kombination aus hauseigenen Komponenten wie den ReBeL Cobots für die Roboterarme und der mobilen Basis ReBeL Move. Sein Einsatzspektrum reicht von der Assistenzrobotik über Fabrikautomation bis hin zu Bildung und Forschung. Igus will Iggy Rob im eigenen Unternehmen für die Automation von Spritzgießmaschinen nutzen.

Der igus Humanoide Iggy Rob zeigt auf der automatica, was er zu leisten im Stande ist. 
© Messe München GmbH

Mit Spannung erwartet wird auch der Messeauftritt des Instituts für Robotik und Mechatronik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Hier forscht man intensiv an der Weiterentwicklung in der humanoiden Robotik. Die jüngsten Ergebnisse werden auf der automatica zu sehen sein. Aufhorchen lässt auch die jüngst geschlossene Kooperation des Instituts mit Siemens. „Diese strategische Partnerschaft ist ein weiteres Beispiel für Transfer von Robotiktechnologien aus der Raumfahrt in industrielle Anwendungen“, sagt Institutsleiter Alin Albu-Schäffer. „Die enge Vernetzung mit führenden deutschen Industriepartnern wie Siemens ist essenziell, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Robotik auch in der Zukunft, angesichts der rasanten Entwicklungen in USA und China, zu sichern.“

Humanoide Roboter: ein gigantischer Wachstumsmarkt

Tesla sieht sich mit seinem humanoiden Roboter Optimus als Technologieführer. Dieser bewegt sich elegant, ist schnell und besitzt eine hochflexible Fünffinger-Hand. Musk hält Einsätze im Haushalt oder in der Kinderbetreuung bald für möglich und auch Goldman Sachs sieht für den weltweiten Markt für Humanoide hohes Potential. Demnach könnte dieser bis 2035 auf 38 Milliarden US-Dollar steigen. Neben US-amerikanischen Unternehmen verfolgt auch die Volksrepublik ambitionierte Ziele und will innerhalb der nächsten drei Jahre zum Weltmarktführer im Bereich humanoider Roboter aufsteigen. Mittelfristig sollen in China fünf Prozent aller Jobs von Humanoiden übernommen lassen. Das würde dem Einsatz von rund 35 Millionen Einheiten entsprechen. Bereits heute sind in Chinas Unternehmen Humanoide von Unitree, AgiBot, Engine AI, Fourier oder Ubtech in unterschiedlichen Applikationen und Branchen im Einsatz.

Optimus kann mit seiner Fünffinger-Hand mit 22 Freiheitsgraden anspruchsvolle Aufgaben übernehmen. © Messe München GmbH

Branchenprimus Unitree bringt als einer der ersten Hersteller weltweit mit dem G1 einen kleinen Humanoiden zum spektakulär niedrigen Preis auf den Markt. So soll die Basisversion des 1,3 Meter großen und 35 kg leichten G1 in China nur 16.000 Euro kosten, hierzulande werden dann daraus wohl eher knapp 30.000 Euro. Und je nach Ausbaustufe kann sich dieser Preis schnell mehr als verdoppeln. Das Interesse am G1 ist groß, wie Unitree-Marketingmanagerin Qian Yuqi verrät: „Es gibt bereits Bestellungen aus dem In- und Ausland. Zunächst dürften vor allem wissenschaftliche Forschungseinrichtungen unseren Roboter einsetzen, aber auch Industriebetriebe können sich vorstellen, G1 für einfache Arbeiten zu nutzen.“

Die Entwicklung zeigt: Die Zeit für Humanoide und damit für eine neue Ära der Automation ist gekommen. Dank KI sind sie bereits jetzt in der Lage, einen Teil der Aufgaben zu übernehmen, die bislang Menschen vorbehalten waren. Die automatica verspricht spannenden Einblicke, was Humanoide zu leisten im Stande sind und wie ihr Einsatz die Arbeitswelt beeinflussen kann.

Der Humanoide Atlas von Boston Dynamics zählt zu den technologisch am weitesten fortgeschrittenen Robotern. © Messe München GmbH