Roboter aus dem 3D-Drucker statt Millionen-Projekt: Wie ein Nürnberger Team High-Tech für jedermann baut

Freie Baupläne statt teurer Systeme: Das Open-Source-Projekt pib macht Robotik weltweit für Bildungseinrichtungen und private Haushalte bezahlbar – jetzt in der 5. Generation.

Nürnberg, 22. Oktober 2026 – Während Tech-Konzerne Milliarden in humanoide Roboter investieren, die hinter verschlossenen Labortüren bleiben, drucken Schulen, Ausbildungsbetriebe und Maker sie längst selbst aus: Mit dem Open-Source-Projekt „pib“ (printable intelligent bot) hat das Nürnberger IT-Unternehmen isento eine frei zugängliche Plattform geschaffen, die bereits an über 150 Bildungseinrichtungen im Einsatz ist und von einer weltweiten Maker-Community gebaut wird. Ziel des Projekts ist es, Robotik und Künstliche Intelligenz (KI) für jedermann bezahlbar und verständlich zu machen. Jetzt stellt das Team mit pib#5 die fünfte Entwicklungsgeneration des humanoiden Roboters vor.

Was ist pib und was macht ihn besonders?

pib ist ein humanoider Roboter, den man nicht fertig kauft, sondern selbst baut: Alle 3D-Druckdaten, Bauanleitungen und Software-Programme sind quelloffen (Open Source) und stehen jedem kostenlos zur Verfügung. Bauteile, die man nicht drucken kann – wie Motoren, Kameras oder Steuerungsplatinen –, stammen aus dem normalen Elektronikhandel.

Damit senkt pib die Einstiegshürden in eine Zukunftstechnologie, die bisher meist großen Forschungslaboren und Konzernen mit Millionenbudgets vorbehalten war. Statt eines unbezahlbaren „Blackbox-Systems“ bekommen Bildungs- und Ausbildungsstätten sowie Maker einen transparenten Baukasten zum Verstehen, Ausprobieren und Weiterentwickeln.

Die wichtigsten Neuerungen bei pib#5

Die Weiterentwicklung zu Version 5 basiert direkt auf den Erfahrungen und Wünschen der weltweiten Community:

  • Feinfühligere Hände: Finger und Handflächen wurden schlanker und genauer konstruiert. Dadurch kann pib kleinere Gegenstände viel sicherer greifen und die Handbewegungen wirken spürbar natürlicher.
  • Beweglicheres Handgelenk: Das Handgelenk wurde mechanisch komplett neu gedacht. Es bietet mehr Bewegungsfreiheit und hält gleichzeitig mehr Belastung im Alltag aus.
  • Einfaches Stromsystem („Plug & Power“): Das bisherige Kabelgewirr im Inneren wurde durch ein zentrales Stecksystem ersetzt. Das macht den Zusammenbau für Einsteiger und Schulklassen deutlich einfacher.
  • Stärkere Motoren: Neue, robustere Servomotoren sorgen für flüssigere, kraftvollere Bewegungen und halten auch im Dauerbetrieb zuverlässig durch.

Zukunftstechnologien begreifbar machen

pib wird in Bildungs- und Ausbildungsstätten bereits eingesetzt, um theoretisches Wissen in Informatik, Mechanik und KI direkt in der Praxis begreifbar zu machen – von einfachen Programmierübungen mit Blöcken bis hin zu komplexen Anwendungen mit Python oder dem Roboter-Betriebssystem ROS 2.

„Humanoide Robotik und KI werden unseren Alltag in den nächsten Jahren grundlegend verändern. Wir wollen, dass Menschen diese Technologien selbst verstehen, mitgestalten und ausprobieren können, statt nur passive Nutzer zu sein. Mit pib#5 haben wir die Mechanik und Elektronik noch zugänglicher gemacht, damit noch mehr Bildungseinrichtungen, Maker und Entwickler eigene Ideen auf dieser Basis verwirklichen können.“

— Dr. Shota Okujava, Co-Founder des pib-Projekts

Sämtliche 3D-Druckdateien, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Programmierhilfen für pib#5 können ab sofort kostenfrei auf der Projekt-Website www.pib.rocks heruntergeladen werden.

Technische Eckdaten & Spezifikationen für Redaktionen (pib#5)

• Projekt-Typ: Quelloffener, modularer Roboter-Oberkörper (Open-Source-Hardware & -Software)

• Lizenz: Frei zugängliche CAD-Dateien und Software (Open Source)

• Fertigungsverfahren: FDM-3D-Druck (optimiert für gängige Standard-Druckbetten ab 220 × 220 mm)

• Elektronik & Architektur: Raspberry Pi 5, zentrales Stecksystem („Plug & Power“), standardisierte Servos

• Software & Programmierung: Blockly (visuelle Blöcke), Python, Anbindung an ROS 2

• Dateien & Dokumentation: Alle STL-/CAD-Dateien, Schaltpläne und Guides kostenfrei abrufbar unter pib.rocks

Über pib (printable intelligent bot): pib ist ein quelloffenes, 3D-gedrucktes Roboterprojekt, initiiert von der Nürnberger isento GmbH. Die Initiative verbindet Hardware-Entwicklung, 3D-Druck und moderne Software mit dem Ziel, humanoide Robotik und Künstliche Intelligenz zu demokratisieren und für alle Menschen – von Schulen und Ausbildungsbetrieben bis hin zur weltweiten Maker-Community – barrierefrei zugänglich zu machen. Eine stetig wachsende Community arbeitet gemeinsam an der Weiterentwicklung. Website: https://pib.rocks

Nürnberger Unternehmen isento stellt humanoiden Roboter zum Selberbauen vor

pib – der humanoide Roboter aus dem 3D-Drucker

Nürnberg, 26.04.2022 +++ „Ein humanoider Roboter für alle, entwickelt von allen.“ Diese Vision hat das Nürnberger Unternehmen isento. Dr. Jürgen Baier und sein Team haben dafür das Projekt pib.rocks ins Leben gerufen. pib steht für printable intelligent bot und ist ein humanoider Roboter, den jede:r mit Hilfe eines 3D-Druckers selbst bauen und mitentwickeln kann.

Roboter – Helfer oder Zerstörer?

Wer kennt sie nicht? Terminator, I,Robot und alle Roboter, die sich aufgemacht haben, in Kinofilmen dieser Welt die Menschheit auszulöschen. Gleichzeitig fasziniert, aber auch besorgt, sitzt man vor der Leinwand und fragt sich, ob es wohl wirklich dazu kommen wird.

Roboter werden in den nächsten Jahren deutliche gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringen. Diese können aber auch sehr positiv sein. Heute schon drehen in vielen Haushalten Saug- und Mähroboter ihre Runden und nehmen so manche lästige Aufgabe ab.

Wie wäre es denn da mit einem humanoiden Roboter als Helfer des Alltags, der uns mehr Zeit verschafft, um uns mit den angenehmen Dingen des Lebens zu beschäftigen? Genau diese Lücke möchte pib besetzen und schließen.

Die Entstehung von pib

Alles begann mit einer Masterarbeit und einem Roboterarm, der das Greifen lernen sollte. Daraus entstand die Idee ein Projekt zu starten, in dem jede:r die Möglichkeit hat, ohne Vorkenntnisse und zu vergleichsweise geringen Kosten, einen eigenen humanoiden Roboter zu bauen. Es wird lediglich ein 3D-Drucker, etwas Werkzeug und einige extra Bauteile wie Schrauben oder eine Kamera benötigt.

Über die Webseite pib.rocks kann man sich dann alle Druckdaten herunterladen, die Teile mit dem 3D-Drucker ausdrucken und mit den verfügbaren Schritt-für-Schritt-Anleitungen aufbauen.

Mitmachen ist erwünscht

Da pib quasi noch in den Kinderschuhen steckt, soll der Roboter mit Hilfe einer Community gemeinsam zur Bestform gebracht werden. Hierzu kann man sich in Foren und Gruppen austauschen oder gleich die Entwicklung mit beeinflussen. Wer Ideen zur Weiterentwicklung hat, kann diese über das webbasierte CAD-Programm einbringen und braucht dafür nichts weiter als Phantasie und Enthusiasmus.

„Wir wissen, dass diese Aufgabe riesig ist und nicht in einzelnen Händen liegen kann und sollte. Gemeinsam mit einer starken Community möchten wir daher alle einladen, die Zukunft mit uns zu gestalten“, so Dr. Jürgen Baier, der sich schon seit einiger Zeit mit den Themen Robotik, 3D-Druck und Künstlicher Intelligenz beschäftigt.

Ziel ist es, die bestmögliche Version von pib zu erschaffen. Interessierte sind herzlich eingeladen, Teil von www.pib.rocks zu werden. +++