Paletten stapeln ohne Fahrer? Autonomer Gabelstapler von igus macht die Logistik effizient

Köln, März 2026 – Leere Fahrersitze und stehende Paletten: Die deutsche Logistik steckt in der Personalfalle. Laut Fraunhofer SCS klagen 94 Prozent der Unternehmen über fehlende Fachkräfte. Während die Suche nach qualifizierten Staplerfahrern oft Monate dauert, präsentiert der Kunststoffspezialist igus aus Köln jetzt eine Lösung: den ReBeL Pallet Mover. Ein autonomer Gabelstapler, der dort anpackt, wo das Personal fehlt.



Die Logistikbranche meldet seit einigen Jahren massive Personalengpässe. Dieser Mangel betrifft nicht nur LKW-Fahrer, sondern auch Lagerpersonal, darunter Staplerfahrer. Diese Erfahrung macht auch der Kunststoffspezialist igus. Auf über 40.000 Quadratmetern Logistikfläche am Hauptsitz in Köln stand igus vor der gleichen Hürde wie viele Mittelständler: „Wir finden schlichtweg kaum noch Mitarbeitende mit Staplerschein“, erklärt Alexander Mühlens, Leiter des Geschäftsbereichs Low-Cost-Automation. „Also haben wir die Lösung selbst gebaut.“ Der ReBeL Pallet Mover ist mehr als nur ein Transportgerät, er ist ein digitaler Teamkollege. Ausgestattet mit modernster Sensorik und intelligenter Navigation, übernimmt er repetitive und ermüdende Transportaufgaben vollautomatisch. Der ReBeL Pallet Mover navigiert selbstständig durch komplexe Hallenlayouts, nimmt Palletten auf und bringt sie an die richtige Stelle. Für die Sicherheit innerhalb der Produktion sorgen Sensoren, die Hindernisse in Echtzeit erkennen und einen reibungslosen Mischbetrieb mit Menschen ermöglichen. Mit einem Preis von gerade einmal 67.340 Euro ist der Return on Investment bereits nach 12 bis 18 Monaten erreicht.


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Sechs bis zehn Stunden im Dienst
Der igus Pallet Mover ist mit 1,7 Metern Länge, knapp einem Meter Breite und rund zwei Metern Höhe bewusst kompakt konstruiert. Je nach Anwendung bietet igus den Gabelstapler für verschiedene Nutzlasten an: 300 kg, 1.400 kg und 1.500 kg. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 5,4 km/h kann er bis zu sechs (Pallet Mover 300) bzw. zehn Stunden (Pallet Mover 1400/1500) lang vollkommen eigenständig seinen Aufgaben nachgehen. Möglich macht dies eine 1.104-Wh bzw. eine 4.320-Wh-Batterie. Darüber hinaus passt das Unternehmen den autonomen Helfer individuell für die Ansprüche der Kunden an. „Ein häufiges Thema ist die Ausführung der Gabelzinken. Beim ReBeL Pallet Mover ist das komplett variabel“, erklärt Alexander Mühlens. Um auch kleineren Unternehmen den Einstieg in die autonome Intralogistik zu erleichtern, hat igus den Anschaffungspreis im Vergleich zu bestehenden Lösungen deutlich reduziert. Der Pallet Mover 300 kostet 67.340 Euro. Ermöglicht wird dieser Preis durch eine Reduzierung der Komponenten, die Safety-Infrastruktur ist zentral an der Spitze des Staplers verbaut. Auch die angebrachte Leistungssensorik ist kosteneffizient integriert.

Live-Erlebnis auf der LogiMAT und den AMR Days
Die Nachfrage nach autonomen Staplerlösungen und weiteren autonomen mobilen Robotern (AMR) ist groß. Dabei sieht igus die autonomen Lösungen als Ergänzung zu den menschlichen Logistikexperten. Vor der Anschaffung bietet igus einen Proof-of-Concept an. Um Unternehmen den Weg in die Automatisierung so einfach wie möglich zu machen, stellt igus den Pallet Mover nicht nur auf der LogiMAT vor, sondern lädt auch zu den hauseigenen AMR Days ein. Hier können Logistikleiter live erleben, wie der ReBeL Pallet Mover die Intralogistik entlastet und dem Fachkräftemangel proaktiv entgegenwirkt. 

Erfahren Sie mehr über den neuen ReBeL Pallet Mover unter: Autonomer Gabelstapler – Fahrerlose Transportsysteme für effiziente Lagerprozesse

ReBeLMove Pro: Modulare Roboterplattform für Logistik, Montage und Handling

Autonomer mobiler Roboter von igus verspricht einfache Konfiguration mit flexiblen Aufbauten und leichte Inbetriebnahme

Köln, 23. Oktober 2025 – Kosten- und Effizienzdruck verlangt der modernen Produktion einiges ab. Mit dem ReBeLMove Pro bringt igus einen modularen Autonomen Mobilen Roboter (AMR) auf den Markt, der sich ganz einfach nach dem Baukastenprinzip individualisieren lässt – vom KLT-Transport bis hin zur Roboterlösung. Dabei ist er ganz ohne Vorerfahrung in Unternehmensabläufe integrierbar. Der ReBeLMove Pro ist bereits ab 39.800 Euro erhältlich und somit rund 25 Prozent günstiger als die meisten Wettbewerbsmodelle.

Die Basis des ReBeLMove Pro ist ein kompakter, rechteckiger Transportroboter auf vier Rädern mit Elektroantrieb. Der AMR ist 795 mm lang, 560 mm breit, 195 mm hoch, 60 kg schwer und lackiert in Schwarz mit igus typischen orangefarbenen Akzenten. Der Roboter kann autonom navigieren, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2 m/s, und dabei in der Intralogistik bis zu 250 kg tragen oder bis zu 900 kg ziehen. Eine Akkuladung reicht für einen vollen Arbeitstag von acht Stunden. Der ReBeLMove Pro lässt sich mit Anbauten für verschiedene intralogistische Aufgaben individualisieren. Das können beispielsweise höhenverstellbare Förderbänder und ein Cobot-Gelenkarmroboter für Montagearbeitsplätze, ein Anhänger für den Materialtransport oder ein Regal mit Lichtsignalen für eine produktivere Kommissionierung sein. Auch im Außenbereich ist der neue Roboter einsetzbar. „igus selbst nutzt den ReBeLMove Pro bereits als Shuttle, um in der Produktion Produkte von Spritzgussmaschinen abzutransportieren“, sagt Sebastian Thorwarth-Kienbaum, Experte für Low-Cost-Automation bei igus. „Das sind ermüdende intralogistische Routinetätigkeiten, für die Unternehmen Menschen nur noch schwer begeistern können.“ Innerhalb von nur zwei Monaten wurde beispielsweise in der igus Produktion ein vollautomatisierter Behältertransport inklusive Schnittstellenintegration von der Konzeption bis zur Implementierung realisiert. Dabei werden Kugellagerbauteile von der Spritzgussmaschine zum Montagevollautomaten transportiert, ganz ohne manuelles Eingreifen.

Return on Investment nach nur 12 Monaten
Doch Betriebe sparen nicht nur beim Kauf des AMR, sondern auch bei der Inbetriebnahme und Steuerung. „Hier verursachen Systemintegratoren und Softwarelizenzen oftmals hohe Folgekosten, die dazu führen, dass Unternehmen das Thema Automation frustriert wieder auf Eis legen“, sagt Sebastian Thorwarth-Kienbaum. „Wir haben daher großen Wert darauf gelegt, dass sich der ReBeLMove Pro ohne fremde Hilfe und Automationserfahrung integrieren und bedienen lässt.“ Während einer einfachen Rundfahrt erstellt der Roboter automatisch eine 3D-Digitalkarte des Raumes. Dafür nutzt er LIDAR-Sensoren, 3D-Sensoren und eine Realsense-Kamera. In nur knapp drei Minuten ist so ein 200 Quadratmeter großer Raum kartiert. Anschließend kann sich der Roboter autonom bewegen, ohne dass aufwendige Leitlinien oder Spuren auf dem Boden notwendig sind. Auch die Programmierung erfolgt schnell und intuitiv: Anwender können Bewegungen mit einer Software in nur 15 Minuten und ohne Programmierkenntnisse erstellen. Ebenso unkompliziert gestaltet sich die Integration in bestehende IT-Landschaften mit offenen Schnittstellen wie IoT, VDA 5050, REST, SAP oder ERP. Darüber hinaus ist der ReBeLMove Pro mit externen Flottenmanagementlösungen wie Fleetexecuter, Kinexon oder Naise kompatibel. „Dank der niedrigen Investitionskosten und der unkomplizierten Inbetriebnahme und Bedienung beträgt der durchschnittliche Return-on-Invest für einen ReBeLMove Pro zwölf Monate. Die Kosten für den ReBeLMove Pro liegen gerade einmal bei 38.900 Euro und damit rund 25 Prozent niedriger als bei marktüblichen Lösungen, die in der Regel ab 50.000 Euro starten – ohne dabei funktionale Abstriche machen zu müssen”, resümiert Sebastian Thorwarth-Kienbaum.