9,39 Sekunden! Humanoider Roboter läuft schneller als Usain Bolts Rekordzeit

Stell dir vor, ein humanoider Roboter steht auf einer Laufbahn, der Startschuss fällt – und nur 9,39 Sekunden später hat die Maschine 100 Meter zurückgelegt. Genau das ist im August 2026 bei den World Humanoid Robot Games in Peking passiert.

Damit war der Roboter auf dieser Strecke sogar schneller als die menschliche Weltrekordzeit von Usain Bolt. Doch der Vergleich braucht eine wichtige Erklärung.

Roboter gegen die Stoppuhr

Usain Bolt lief 2009 bei der Leichtathletik-WM in Berlin die 100 Meter in 9,58 Sekunden. Dieser Weltrekord bei den Männern gilt bis heute.

Der humanoide Roboter Tiangong Ultra schaffte bei den World Humanoid Robot Games 2026 einen 100-Meter-Lauf in 9,39 Sekunden. Ein weiterer Roboter namens Lightning kam auf 9,47 Sekunden. Schon vor den Wettkämpfen hatte Lightning bei einem Test sogar 9,32 Sekunden erreicht.

Aber: Damit besitzt der Roboter nicht plötzlich den menschlichen 100-Meter-Weltrekord. Menschen und Roboter treten in unterschiedlichen Wettbewerben mit unterschiedlichen technischen Voraussetzungen an. 

Was sind die World Humanoid Robot Games?

Die World Humanoid Robot Games kannst du dir ein bisschen wie Olympische Spiele für menschenähnliche Roboter vorstellen. 

Die zweite Ausgabe der World Humanoid Robot Games fand vom 22. bis 26. August 2026 im National Speed Skating Oval in Peking statt. Angemeldet sind 666 Teams mit 2.056 Robotern. Insgesamt gab es 51 Wettbewerbe.

Dazu gehören Sportarten wie Laufen, Weitsprung, Gewichtheben, Tischtennis und Fußball. Es gibt aber auch Aufgaben, die näher am echten Alltag liegen – etwa Arbeiten im Haushalt, in Fabriken oder bei Rettungseinsätzen.

Warum lässt man Roboter überhaupt rennen?

Ein Wettrennen sieht zunächst nach Unterhaltung aus. Für Entwicklerinnen und Entwickler ist es aber gleichzeitig ein schwieriger Techniktest.

Beim Sprint muss ein Roboter seine Beine sehr schnell bewegen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Sensoren erfassen die Umgebung und die Position des Körpers. Motoren bewegen die Gelenke, während Computerprogramme ständig berechnen, wie der nächste Schritt aussehen soll.

Und 2026 kam noch eine besondere Herausforderung hinzu: Beim 100-Meter-Lauf sollten die Roboter vollständig autonom unterwegs sein. Das bedeutet: Sie müssen ihre Bewegungen selbst steuern, statt während des Rennens von einem Menschen ferngesteuert zu werden. Sie müssen somit auch eigenständig erkennen, auf welcher Spur sie Rennen, wann sie losrennen dürfen und wo die Ziellinie ist. 

Schnell laufen – und dann?

Der Wettkampf zeigte auch sehr deutlich, wo die Technik noch Probleme hat.

Tiangong Ultra und Lightning waren enorm schnell – doch nach der Ziellinie hatten beide Schwierigkeiten beim Bremsen. Die Roboter liefen beziehungsweise stolperten in gepolsterte Begrenzungen. Das klingt lustig, zeigt aber ein wichtiges Problem der Robotik: Es reicht nicht, möglichst schnell zu sein.

Ein guter Roboter muss seine Umgebung wahrnehmen, rechtzeitig reagieren, sicher abbremsen und nach einem Fehler wieder die Kontrolle gewinnen.

Von 21,50 auf 9,39 Sekunden

Besonders erstaunlich ist der Fortschritt innerhalb nur eines Jahres.

Bei den ersten World Humanoid Robot Games 2025 gewann Tiangong Ultra den 100-Meter-Lauf noch mit einer Zeit von 21,50 Sekunden. 2026 benötigte das Modell nur noch 9,39 Sekunden.

Die Zeiten der beiden Veranstaltungen lassen sich wegen unterschiedlicher Regeln zwar nicht perfekt vergleichen. Trotzdem zeigen sie, wie schnell sich Motoren, Bewegungssteuerung, Sensoren und Software derzeit verbessern.

Auch auf längeren Strecken machen humanoide Roboter große Fortschritte. Bei einem Halbmarathon in Peking im April 2026 waren Robotermodelle erstmals schneller als die menschliche Weltbestzeit – allerdings ebenfalls unter ganz anderen technischen Voraussetzungen als menschliche Läufer.

Wozu brauchen wir solche Roboter?

Wahrscheinlich geht es den Entwicklerteams nicht darum, irgendwann alle menschlichen Sportrekorde zu schlagen.

Viel wichtiger ist die Technik dahinter. Ein Roboter, der schnell laufen, Hindernisse erkennen und sein Gleichgewicht halten kann, könnte später beispielsweise in einer Fabrik arbeiten oder Menschen in gefährlichen Situationen unterstützen.

Genau deshalb testen die Robot Games nicht nur Sport. In vielen Wettbewerben müssen die Maschinen auch Gegenstände erkennen, Kabel anschließen, Dinge transportieren oder Aufgaben in möglichst realistischen Umgebungen lösen.

Fazit: Geschwindigkeit ist nur ein Teil der Aufgabe

9,39 Sekunden für 100 Meter sind beeindruckend. Noch spannender ist aber, was der Lauf über die Entwicklung humanoider Roboter verrät.

Die Maschinen werden schneller und beweglicher. Gleichzeitig zeigt das Rennen, dass sie bei Fähigkeiten, die uns Menschen selbstverständlich erscheinen – etwa kontrolliertes Bremsen oder der Umgang mit unerwarteten Situationen – noch viel lernen müssen.

Vielleicht ist deshalb nicht die Frage „Wann schlägt ein Roboter den Menschen?“ die spannendste.

Viel interessanter ist: Was können Roboter mit diesen neuen Fähigkeiten eines Tages sinnvoll für uns tun?

FuxFun – Wusstest du, dass …?

… Tiangong Ultra bei seinem 9,39-Sekunden-Lauf im Durchschnitt rund 38,3 km/h schnell war?

Und das nächste Problem wartete direkt hinter der Ziellinie: Nach einem Supersprint muss ein Roboter schließlich auch wieder sicher zum Stehen kommen!

Für Profis

Wer tiefer einsteigen möchte, findet bei Reuters ausführliche Informationen zum 100-Meter-Lauf und zur Entwicklung der chinesischen Robotik. Associated Press (AP) berichtet ebenfalls direkt von den World Humanoid Robot Games.

Besonders interessant sind außerdem die offiziellen Informationen der Stadt Peking. Sie erklären den Aufbau der Spiele und warum viele Wettbewerbe bewusst auf autonom arbeitende Roboter setzen.

Quellenverweis

Tagesschau, 22.08.2026: „Roboter schneller über 100 Meter als Usain Bolt“

Reuters, 23.08.2026: Bericht über Tiangong Ultra, Lightning und den 100-Meter-Lauf bei den World Humanoid Robot Games.

Associated Press, 23.08.2026: Bericht über die Rekorde und Wettbewerbe der World Humanoid Robot Games in Peking.

Beijing Municipal Government, August 2026: Offizielle Informationen zur zweiten Ausgabe der World Humanoid Robot Games mit Teilnehmer- und Wettbewerbszahlen.

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Dolphin 3: Dieser Rettungsroboter rast übers Wasser, um Menschen zu retten

Stell dir vor, du bist an einem Badesee und plötzlich gerät weit draußen ein Mensch in Not. Ein Rettungsschwimmer macht sich auf den Weg – doch bis er die Person erreicht, können wertvolle Sekunden vergehen.

Genau hier soll ein ungewöhnlicher Helfer unterstützen: Dolphin 3. Der orangefarbene Rettungsroboter flitzt ferngesteuert über das Wasser und kann Menschen in Not zurück ans Ufer bringen. Im Sommer 2026 wurde er unter anderem von der DLRG Ludwigshafen-Oggersheim getestet.

Ein Roboter, der schwimmen kann?

Wenn du bei einem Roboter an Arme, Beine und einen Kopf denkst, wirst du beim Dolphin 3 überrascht sein. Er sieht eher wie eine Mischung aus einem kleinen Schnellboot und einem großen Rettungsbrett aus. An seinen Seiten befinden sich Haltegriffe. Gerät ein Schwimmer in Schwierigkeiten, kann sich die Person daran festhalten. Eine Rettungskraft steuert den Dolphin anschließend zurück Richtung Ufer.

Und dabei ist der kleine Roboter erstaunlich flott: Laut SWR erreicht er bis zu 30 km/h. Selbst wenn er einen Menschen zieht, schafft er noch etwa zwei Meter pro Sekunde, also gut 7 km/h.

Das kann im Notfall einen entscheidenden Unterschied machen.

Wie wird Dolphin 3 gesteuert?

Noch entscheidet Dolphin 3 nicht selbst, wohin er fährt. Eine Rettungskraft steuert ihn per Fernbedienung vom Ufer oder von einem Boot aus. Dabei hilft eine eingebaute Kamera. Außerdem besitzt der Roboter Lautsprecher. Die Retter können damit sogar mit der Person im Wasser sprechen.

Das könnte zum Beispiel so klingen: „Wir sind von der DLRG. Halte dich an den Griffen fest!“ Gerade für einen Menschen, der erschöpft ist oder Angst hat, kann eine solche Ansage wichtig sein. Bei einem Test der DLRG Oggersheim berichtete eine Teilnehmerin tatsächlich, dass es zunächst etwas beängstigend gewesen sei, als das orange blinkende Gerät auf sie zukam. Dann hörte sie die Stimme der Retter über den Lautsprecher.

Warum schickt man nicht einfach einen Rettungsschwimmer?

Natürlich bleiben ausgebildete Rettungskräfte unverzichtbar. Ein Roboter kann nicht jede Situation lösen.

Aber stell dir einen großen See vor: Eine Person befindet sich mehrere Hundert Meter vom Ufer entfernt. Ein Mensch muss diese Strecke erst schwimmen – und braucht anschließend noch genügend Kraft für die Rettung. Dolphin 3 kann dagegen mit hoher Geschwindigkeit über das Wasser fahren. Außerdem muss sich die Rettungskraft nicht sofort selbst in eine möglicherweise gefährliche Situation begeben.

Die DLRG betont deshalb bei solchen Technologien vor allem die mögliche Unterstützung der Einsatzkräfte. Roboter sollen Rettungsschwimmer und Einsatztaucher nicht einfach ersetzen.

Klein genug für den Einsatzwagen

Auch seine Größe macht Dolphin 3 interessant. Bei einer Vorführung am Aartalsee wurden Abmessungen von ungefähr 100 × 70 × 25 Zentimetern und ein Gewicht von rund 16 Kilogramm genannt. Die Reichweite soll etwa 800 Meter, die Einsatzdauer ungefähr eine Stunde betragen.

Damit lässt sich der Roboter vergleichsweise einfach transportieren und im Ernstfall schnell ins Wasser setzen.

Aber funktioniert das schon perfekt?

Nein – und genau deshalb sind Tests so wichtig.

Beim Versuch der DLRG Ludwigshafen-Oggersheim machte sich der Roboter beispielsweise einmal selbstständig. Die Rettungskräfte sammeln deshalb Erfahrungen und geben Rückmeldungen an die Entwickler weiter, damit solche Probleme behoben werden können.

Das zeigt etwas Wichtiges über Robotik: Ein Roboter muss nicht nur im Labor funktionieren. Er muss auch mit Wellen, Wind, erschöpften Menschen und unerwarteten Situationen klarkommen.

Und gerade bei einem Rettungsroboter muss die Technik besonders zuverlässig sein.

Wird Dolphin irgendwann selbstständig retten?

Das wäre der nächste spannende Schritt. ZDF berichtete bereits 2025, dass Dolphin 3 künftig auch autonom fahren soll. Autonom bedeutet: Der Roboter würde bestimmte Aufgaben selbstständig erledigen, statt für jede Bewegung direkt von einem Menschen gesteuert zu werden.

Denkbar wäre beispielsweise, dass Kameras, Sensoren und Künstliche Intelligenz dabei helfen, eine Person im Wasser zu erkennen und einen geeigneten Weg zu ihr zu finden. Bis ein Rettungsroboter solche Entscheidungen zuverlässig selbst übernehmen kann, sind jedoch umfangreiche Tests nötig. Bei einer echten Rettung darf schließlich möglichst nichts schiefgehen.

Fazit: Ein schneller Helfer für den Notfall

Dolphin 3 zeigt ziemlich eindrucksvoll, wie Robotik Menschen bei gefährlichen Aufgaben unterstützen kann. Der Roboter ist schnell, schwimmt nicht müde und kann eine Rettungskraft in kurzer Zeit zu einer Person in Not bringen.

Er ersetzt aber nicht den Menschen. Noch wird Dolphin von ausgebildeten Rettungskräften gesteuert – und genau diese Kombination könnte besonders interessant sein: Der Mensch entscheidet, die Maschine hilft.

Vielleicht gehören solche Rettungsroboter deshalb in einigen Jahren genauso selbstverständlich zur Ausrüstung an großen Badeseen wie heute Rettungsbojen und Rettungsboote.

FuxFun – Wusstest du, dass …?

…Dolphin 3 trotz seines Namens gar nicht wie ein Delfin schwimmt? Er bewegt sich wie ein kleines ferngesteuertes Wasserfahrzeug über die Oberfläche. Und schnell ist er trotzdem: Mit bis zu 30 km/h wäre er für einen Menschen beim Schwimmen praktisch uneinholbar.

Für Profis

Wer tiefer einsteigen möchte, findet bei der DLRG Baden einen Bericht über die Vorstellung des Dolphin III in Offenburg. Auch der WDR hat den Roboter bei einem Test am Tenderingssee begleitet. Besonders interessant: In der Wasserrettung werden inzwischen nicht nur solche Oberflächenroboter erprobt, sondern auch Drohnen, Sonartechnik und Unterwasserroboter.

Quellen

SWR Aktuell (13.07.2026): „Rettungsroboter ‚Dolphin 3‘ soll Menschen schneller retten“
Zum SWR-Bericht
WDR (22.06.2026): „Dolphin 3 im Testeinsatz“
Zum WDR-Bericht
DLRG Landesverband Baden (29.04.2025): „Können Roboter Wasserrettung?“
Zum Bericht der DLRG
ZDFheute (27.07.2025): „Wie Dolphin 3 Ertrinkende retten kann“
Zum ZDF-Bericht

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Wie funktionieren Roboter eigentlich? Was ist Künstliche Intelligenz – und wo begegnet sie dir schon heute?

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Ein Roboter, der schwimmt und fliegt wie ein Tauchvogel

Papageitaucher, Möwen und andere Seevögel bewegen sich in zwei sehr unterschiedlichen Welten: Sie fliegen durch die Luft und schwimmen unter Wasser. Forschende haben nun einen kleinen Roboter gebaut, der das ebenfalls kann. Er nutzt dafür in beiden Umgebungen dieselben Flügel.

Entwickelt wurde der Roboter von einem Forschungsteam des Massachusetts Institute of Technology (MIT), der Schweizer Hochschule EPFL und des Northwest Indian College. Seine Bewegungen orientieren sich an echten Tauchvögeln.

Ein Roboter für Luft und Wasser

Der Roboter heißt Flapping-Wing Aerial-Aquatic Vehicle, abgekürzt FAAV. Übersetzt bedeutet das ungefähr „Luft-Wasser-Fahrzeug mit schlagenden Flügeln“.

Er wiegt weniger als 300 Gramm und besteht aus einem schmalen Rumpf, zwei beweglichen Flügeln und einem steuerbaren Schwanz. Im Inneren befinden sich eine Batterie und ein wasserdichter Elektromotor. Der Motor bewegt die Flügel über eine Kurbel auf und ab.

Das Besondere daran: Der Roboter braucht keinen Propeller zum Fliegen und keine Schiffsschraube zum Schwimmen. Er verwendet für beides seine Flügel.

Warum ist das so schwierig?

Wasser ist ungefähr 1.000-mal dichter als Luft. Deshalb lassen sich die Flügel unter Wasser viel schwerer bewegen. Du kannst das leicht ausprobieren: Bewege deine Hand zuerst durch die Luft und danach durch eine gefüllte Badewanne. Im Wasser spürst du deutlich mehr Widerstand.

Die Flügel des Roboters müssen deshalb zwei Aufgaben erfüllen. Unter Wasser sollen sie etwas nachgeben, damit der Widerstand nicht zu groß wird. In der Luft müssen sie zugleich fest genug sein, um den Roboter zu tragen.

Das Team testete Flügel mit Spannweiten von 60, 80 und 100 Zentimetern. Am zuverlässigsten funktionierte der Roboter mit den 80 Zentimeter breiten Flügeln. Ihre dünnen Membranen sind mit wasserabweisenden Nanopartikeln beschichtet. Dadurch bleibt nach dem Auftauchen weniger Wasser an ihnen hängen.

So kommt der Roboter aus dem Wasser

Besonders schwierig ist der Wechsel vom Schwimmen zum Fliegen. Bei den Versuchen startete der Roboter etwa einen halben Meter unter der Wasseroberfläche. Er schwamm nach oben und richtete seinen Körper in einem Winkel von ungefähr 70 Grad aus.

Dieser steile Winkel verhindert, dass die Flügelspitzen beim Start gegen die Wasseroberfläche schlagen. Ist der Winkel noch größer, kann der Roboter nach hinten zurück ins Wasser kippen.

Viele echte Wasservögel paddeln beim Start zusätzlich mit ihren Füßen. Der Roboter besitzt keine solchen Paddelfüße. Trotzdem gelang es ihm, allein mit seinen Flügeln aus dem Wasser zu starten.

Wie schnell ist er?

Unter Wasser erreichte der Roboter fast einen Meter pro Sekunde. In der Luft flog er ungefähr sechs Meter pro Sekunde. Das entspricht rund 22 Kilometern pro Stunde.

Sowohl beim Schwimmen als auch beim Fliegen schlug er ungefähr fünfmal pro Sekunde mit den Flügeln. Seine Werte liegen damit in einem ähnlichen Bereich wie bei manchen kleinen Tauchvögeln.

Wofür könnte man ihn einsetzen?

Der Roboter ist bisher ein Forschungsmodell. Später könnten ähnliche Geräte bei der Untersuchung von Meeren, Seen und Küsten helfen.

Ein solcher Roboter könnte von einem Boot oder vom Ufer aus starten, zu einer bestimmten Stelle fliegen und dort abtauchen. Unter Wasser könnte er Messwerte sammeln oder Proben nehmen. Danach würde er wieder auftauchen und zurückfliegen.

Denkbare Einsatzorte wären zum Beispiel Eisberge, Häfen oder schwer zugängliche Küstengebiete. Vor einem echten Einsatz müssen die Forschenden den Roboter jedoch noch verbessern. Er soll besser lenken können und auch bei Wind, Wellen und unruhigem Wasser zuverlässig funktionieren.

Fazit

Der FAAV zeigt, wie Forschende Ideen aus der Natur für neue Maschinen nutzen. Seine flexiblen Flügel funktionieren sowohl im Wasser als auch in der Luft. Damit könnte er eines Tages Orte untersuchen, die für Menschen oder größere Fahrzeuge nur schwer erreichbar sind.

Bis dahin sind aber noch weitere Versuche nötig. Vor allem bei schlechtem Wetter und starkem Wellengang muss der kleine Tauchvogel-Roboter erst noch zeigen, was er kann.

FuxFun

Wusstest du, dass kleine Tauchvögel ihre Flügel in der Luft oft ungefähr zehnmal pro Sekunde schlagen, unter Wasser aber nur etwa viermal? Das Forschungsteam wertete Daten verschiedener Vogelarten aus, um passende Bewegungen für den Roboter zu finden.

Für Profis

Die Studie trägt den Titel „Leaping out of the water: aerial-aquatic locomotion with flapping wings“ und wurde im Juli 2026 in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. Auf der MIT-News-Seite sind außerdem Videos und Aufnahmen der Versuche zu sehen.

Quellen

MIT News: „New flapping robot swims and flies like a diving bird“, Jennifer Chu, veröffentlicht am 9. Juli 2026.

Wissenschaftliche Studie: „Leaping out of the water: aerial-aquatic locomotion with flapping wings“, Science, 2026.

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Humanoide Roboter beim Basketball: Können Maschinen den perfekten Wurf lernen?

Ein Roboter hebt den Ball, richtet seinen Körper aus, berechnet Winkel und Kraft — und wirft. Der Ball fliegt in einem hohen Bogen Richtung Korb. Was vor einigen Jahren noch nach Science-Fiction klang, ist heute echte Robotik: Humanoide Roboter lernen Basketball.

Besonders bekannt ist der Basketball-Roboter CUE von Toyota. Das Projekt begann 2017 als freiwillige Idee von Toyota-Mitarbeitenden. Schon 2019 gelang CUE ein Guinness-Weltrekord mit 2.020 Freiwürfen in Folge. 2024 traf CUE6 aus 24,55 Metern Entfernung — der weiteste Basketballwurf eines humanoiden Roboters. 

Vom starren Werfer zum Basketball-Roboter

Am Anfang konnten solche Roboter vor allem eines: stehen, zielen und werfen. Das war bereits schwer genug, denn ein Basketballwurf ist eine komplexe Mischung aus Wahrnehmung, Berechnung und Bewegung.

Heute geht die Entwicklung weiter. Mit CUE7 zeigte Toyota 2026 eine neue Generation des Roboters, die nicht nur werfen, sondern auch dribbeln und sich über das Spielfeld bewegen kann. Damit nähert sich der Roboter langsam dem an, was menschliche Basketballspieler tun: sehen, reagieren, laufen, passen und werfen. 

Warum Basketball für Roboter so schwer ist

Für Menschen wirkt ein Wurf fast selbstverständlich. Man schaut zum Korb, beugt die Knie, streckt den Arm und lässt den Ball los. Für einen Roboter ist das eine Kette aus vielen Einzelschritten.

Er muss erkennen, wo der Korb steht. Er muss Entfernung und Höhe berechnen. Dann muss er entscheiden, mit welcher Kraft, welchem Winkel und welcher Rotation der Ball geworfen werden soll. Gleichzeitig müssen Schulter, Ellbogen, Handgelenk und Finger präzise zusammenarbeiten.

Dafür nutzen moderne Roboter Kameras, Sensoren, Motoren und Künstliche Intelligenz. Die KI hilft, aus jedem Wurf zu lernen: War der Ball zu kurz? War der Winkel zu flach? War die Kraft zu groß? Beim nächsten Versuch kann der Roboter seine Bewegung anpassen.

Die Theorie vom perfekten Wurf

Hier wird es besonders spannend, denn Basketball ist nicht nur Sport, sondern auch Physik. Der Ball fliegt auf einer Parabel, also einer bogenförmigen Bahn. Entscheidend sind vor allem der Abwurfwinkel, die Abwurfgeschwindigkeit, die Abwurfhöhe, die Rotation des Balls und der Eintrittswinkel in den Korb.

Der deutsche Basketballtrainer Holger Geschwindner beschäftigte sich intensiv mit dieser Idee. Er war nicht nur Basketballer, sondern auch mathematisch und physikalisch geprägt. Gemeinsam mit Dirk Nowitzki arbeitete er an einem Wurf, der möglichst stabil und wiederholbar ist.

Wichtig ist: Es gibt nicht für jeden Spieler exakt denselben perfekten Winkel. Ein guter Richtwert liegt oft bei etwa 47 Grad. Je nach Körpergröße, Abwurfhöhe und Distanz kann der optimale Abwurfwinkel aber höher liegen — beim Freiwurf werden in Studien häufig Werte um 50 bis 52 Grad genannt. 

Warum Größe und Abwurfhöhe wichtig sind

Ein großer Spieler wie Dirk Nowitzki lässt den Ball weiter oben los als ein kleinerer Spieler. Dadurch verändert sich die optimale Flugbahn. Der Ball muss nicht ganz so steil steigen, um trotzdem sauber in den Korb zu fallen.

Deshalb ist der perfekte Wurf keine einzige magische Zahl. Entscheidend ist eine Bewegung, die kleine Fehler verzeiht. Wenn der Ball ein wenig zu stark, zu schwach oder leicht seitlich geworfen wird, soll er trotzdem noch eine gute Chance haben, in den Korb zu fallen.

Genau das ist die Kernidee: Der perfekte Wurf ist nicht einfach der schönste Wurf, sondern ein fehlertoleranter Wurf.

Holger Geschwindner und Dirk Nowitzki

Holger Geschwindner entwickelte mit Dirk Nowitzki eine besondere Art zu trainieren. Es ging nicht nur um Wiederholung, sondern auch um Verständnis: Wie bewegt sich der Ball? Wie arbeitet der Körper? Wie entsteht ein stabiler, weicher Wurf?

Dirk Nowitzkis berühmter Wurf war deshalb eine Verbindung aus Technik, Physik, Rhythmus und jahrelangem Training. Der SWR-Beitrag „Dirk Nowitzki – Der perfekte Wurf im Basketball“ zeigt genau diese Verbindung zwischen Nowitzki, Geschwindner und der Idee eines physikalisch durchdachten Wurfs. 

NBA-Wurfquoten im Vergleich mit Dirk Nowitzki

SaisonNBA FeldwurfquoteNBA DreierquoteNBA eFG%Dirk Nowitzki Vergleich
2005/0645,4 %35,8 %49,0 %Dirk: 48,0 % FG, 40,6 % 3P, 90,1 % FT — eine seiner stärksten Wurfsaisons.
2009/10ca. 46,1 %ca. 35,5 %ca. 50,1 %Dirk lag auch hier klar über dem Ligaschnitt: 48,1 % FG und sehr starke Freiwurfquote.
2014/1544,9 %35,0 %ca. 49,6 %Dirk war schon 36 Jahre alt, blieb aber als Stretch-Big weiter ein gefährlicher Werfer.
2019/2046,0 %35,8 %52,9 %Dirk war bereits zurückgetreten. 
2024/2546,7 %36,0 %54,5 %Moderne NBA: höhere eFG%, weil viel mehr Dreier geworfen werden. Dirk war ein früher Wegbereiter dieses Trends.

Dirk Nowitzkis Karrierewerte liegen bei 47,1 % Feldwurfquote, 38,0 % Dreierquote, 87,9 % Freiwurfquote und 51,2 % effektiver Feldwurfquote. Damit war er für einen 2,13-Meter-Spieler außergewöhnlich effizient — besonders, weil viele seiner Würfe aus der Mitteldistanz, aus dem Fadeaway oder von der Dreierlinie kamen. https://www.basketball-reference.com/players/n/nowitdi01.html

Was Roboter von Nowitzki lernen können

Roboter sind stark im Rechnen. Sie können Winkel, Kraft und Flugbahn in Sekundenbruchteilen bestimmen. Aber Basketball ist mehr als eine Formel. Ein echter Wurf entsteht aus Bewegung, Timing und Anpassung.

Ein Roboter wie CUE kann unter kontrollierten Bedingungen extrem präzise sein. Doch ein Basketballspiel ist chaotisch: Spieler bewegen sich, der Ball springt, Gegner stören, der Körper ist nicht immer perfekt ausgerichtet. Genau dort liegt die nächste große Herausforderung.

Die Roboter der Zukunft müssen nicht nur werfen können. Sie müssen Spielsituationen verstehen, Entscheidungen treffen und ihren Körper flexibel einsetzen.

Fazit

Humanoide Basketball-Roboter zeigen eindrucksvoll, wie weit Robotik und KI bereits gekommen sind. Sie können Körbe treffen, Rekorde aufstellen und immer menschlichere Bewegungen ausführen.

Trotzdem bleibt der perfekte Basketballwurf etwas Besonderes. Bei Menschen verbindet er Physik, Training, Körpergefühl und Kreativität. Bei Robotern zeigt er, wie Maschinen lernen, komplexe Bewegungen zu kontrollieren.

Vielleicht spielt eines Tages ein humanoider Roboter in einem echten Basketballspiel mit. Bis dahin zeigt uns die Technik vor allem eines: Der perfekte Wurf ist nicht nur Sport — er ist angewandte Physik.

FuxFun

Wusstest du, dass Toyotas Basketball-Roboter CUE nicht als großes Firmenprojekt begann, sondern 2017 als freiwillige Idee von Mitarbeitenden? Aus einem Experiment wurde ein Guinness-Weltrekord-Roboter. 

Für Profis

Spannend ist der Unterschied zwischen Abwurfwinkel und Eintrittswinkel. Der Abwurfwinkel beschreibt, in welchem Winkel der Ball die Hand verlässt. Der Eintrittswinkel beschreibt, wie steil der Ball am Korb ankommt. Für erfolgreiche Würfe ist nicht nur der Start wichtig, sondern auch, wie der Ball am Ring eintrifft. Studien betonen außerdem, dass der optimale Wurf individuell ist und von Körpergröße, Abwurfhöhe, Entfernung und Konstanz abhängt.

Quellen

Toyota Global: Entwicklung und Guinness-Rekord von CUE.
Guinness World Records: Farthest basketball shot by a humanoid robot.
Toyota Times: Vorstellung von CUE7.
SWR Sport: „Dirk Nowitzki – Der perfekte Wurf im Basketball“.
Studien zur Physik und Biomechanik des Basketballwurfs.

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RoboCup 2050: Werden Roboter einmal Fußball-Weltmeister?

Letzte Woche, am 11. Juni 2026, ist die Fußball-WM gestartet: Mexiko eröffnete das Turnier im Azteca-Stadion in Mexiko-Stadt gegen Südafrika und gewann 2:0. Die WM 2026 findet erstmals in drei Ländern statt: Mexiko, USA und Kanada. 

Während die besten Fußballer der Welt um den Pokal kämpfen, verfolgt der RoboCup ein eigenes Ziel: Bis 2050 soll ein Team aus humanoiden Robotern gegen den amtierenden menschlichen Fußball-Weltmeister antreten – und gewinnen.

Klingt wie Science-Fiction? Genau deshalb ist es so spannend.

Wie hat alles begonnen?

Der RoboCup wurde 1997 gegründet. Seine große Vision: Roboter sollen nicht nur ferngesteuert herumrollen, sondern selbstständig sehen, denken, laufen, passen und Tore schießen.

Die Humanoid League, also der Wettbewerb für menschenähnliche Roboter, kam später dazu. Ihr erster Wettbewerb fand 2002 in Fukuoka, Japan statt. Damals war das Ziel noch extrem mutig: Einen Roboter zu bauen, der auf zwei Beinen laufen und Fußball spielen kann. In den ersten Jahren gab es eher Aufgaben wie Balancieren, Elfmeterschießen oder kurze Demonstrationen. Richtige 2-gegen-2-Spiele in der KidSize-Klasse wurden ab 2005 eingeführt. 

Fußball ist für Roboter nämlich ein perfekter Härtetest: Sie müssen den Ball erkennen, ihren Platz auf dem Feld verstehen, mit anderen Robotern zusammenarbeiten, dabei nicht umfallen und sich an geltende Regeln halten.

Wo stehen wir 2026?

Humanoiden Roboterfußball gibt es schon seit über 20 Jahren. Seit 2026 gibt es die neue Humanoid Soccer League, kurz HSL.

Diese HSL entsteht durch die Zusammenlegung der früheren Humanoid League und der Standard Platform League. Sie findet beim RoboCup 2026 erstmals in dieser neuen Form statt. In der HSL spielen vollständig autonome humanoide Roboter Fußball und treten zusätzlich in technischen Herausforderungen an. 

„Autonom“ bedeutet: Während des Spiels steuert kein Mensch den Roboter. Der Roboter entscheidet selbst, wohin er läuft, wann er schießt und wem er ausweicht.

Ein großer Erfolg aus dem Vorjahr: Beim RoboCup 2025 in Salvador, Brasilien, gewann Boosted HTWK von der HTWK Leipzig die Humanoid League Kid Size. Das Finale gegen TH-MOS endete laut heise deutlich mit 11:0. In der Adult Size gewann Tsinghua Hephaestus

Tabelle: Sieger der Humanoid League in den letzten Jahren

JahrKidSize-SiegerAdultSize-Sieger
2025Boosted HTWKTsinghua Hephaestus
2024CIT BrainsRoMeLa UCLA
2023Rhoban FCNimbRo AdultSize
2022CIT BrainsNimbRo AdultSize
2021StarkitSweaty

Quellen: offizielle Ergebnislisten der RoboCup Humanoid League. https://humanoid.robocup.org/robocup-2025/schedule-and-results-rc-hl-2025/

Die größten Herausforderungen

Die erste große Aufgabe ist das Laufen. Menschen rennen, stoppen und drehen sich fast automatisch. Für einen Roboter ist jeder Schritt eine Rechenaufgabe. Der Boden kann rutschen, ein Gegner kann stoßen, und schon liegt der Roboter auf dem Rücken.

Die zweite Aufgabe ist das Sehen. Ein Roboter bekommt Kamerabilder und muss daraus erkennen: Wo ist der Ball? Wo ist das Tor? Wer ist Mitspieler, wer Gegner? Für dich ist das selbstverständlich. Für eine Maschine ist es knifflig.

Die dritte Aufgabe ist Teamarbeit. Ein guter Fußballer erkennt Räume, täuscht Gegner und spielt im richtigen Moment ab. Roboter müssen solche Entscheidungen mit Sensoren, Algorithmen und Funkverbindungen treffen.

Und dann kommt noch die vierte Aufgabe: Tempo. Profifußballer reagieren blitzschnell. Roboter sind zwar besser geworden, aber oft noch langsamer, vorsichtiger und weniger kreativ.

Wie wahrscheinlich ist das Spiel 2050?

Ein Showspiel gegen den amtierenden Weltmeister im Jahr 2050 halte ich für gut möglich. Dass ein humanoides Roboterteam dann wirklich gewinnt, ist schon viel schwieriger. Bis 2050 sind es noch 24 Jahre. In dieser Zeit werden Motoren, Batterien, Kameras und Künstliche Intelligenz viel besser werden. Trotzdem ist Fußball nicht nur Rechnen. Es geht um Körpergefühl, Überraschung, Mut und blitzschnelle Ideen.

Meine Einschätzung: Ein offizielles Spiel 2050 ist realistisch. Ein Sieg der Roboter ist möglich, aber nicht sicher – vielleicht eher eine Außenseiterchance.

Fazit

Der RoboCup ist mehr als Roboterfußball. Er ist ein riesiges Forschungslabor für die Zukunft. Was dort gelernt wird, kann später Rettungsrobotern, Assistenzrobotern oder Robotern im Alltag helfen.

Vielleicht schlagen Roboter 2050 noch nicht den Weltmeister. Aber sie werden bis dahin sehr viel besser darin sein, unsere Welt zu sehen, zu verstehen und sich darin zu bewegen.

FuxFun

Wusstest du, dass 2025 ein deutsches Team Roboter-Fußballweltmeister wurde? Boosted HTWK aus Leipzig gewann die humanoide KidSize-Klasse – und im Finale fielen ganze 11 Tore für die Leipziger Roboter.

Quellenverweis

Quellen: FIFA, Reuters, RoboCup Federation, RoboCup Humanoid League, Humanoid Soccer League und heise. Besonders wichtig sind die offiziellen RoboCup-Ergebnislisten und die HSL-Erklärung zur Zusammenlegung der bisherigen Ligen. 

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Mensch gegen Roboter: Wer sortiert Pakete schneller?

Stell dir vor, du stehst zehn Stunden lang an einem Förderband. Immer wieder kommt ein kleines Paket vorbei. Du musst es greifen, drehen und so auf das Band legen, dass der Barcode richtig liegt. Klingt einfach? Nach ein paar Stunden brennen wahrscheinlich deine Arme.

Genau so einen Wettbewerb hat das Robotik-Unternehmen Figure AI gezeigt: Ein Mensch trat gegen humanoide Roboter der Reihe Figure 03, kurz F.03, an. Das Ergebnis war überraschend knapp – und zeigt, wie nah moderne Roboter bei einfachen Lageraufgaben schon an Menschen herankommen.

Was war die Aufgabe?

Die Aufgabe war klar und gut messbar: Pakete aufnehmen, den Barcode erkennen und das Paket passend auf ein Förderband legen. Der Wettbewerb lief über 10 Stunden Bruttozeit. Das bedeutet: Die Uhr lief durch, auch wenn der Mensch zwischendurch Pausen machte.

Der menschliche Teilnehmer hieß Aimé Gérard. Er gewann knapp: Aimé sortierte 12.924 Pakete, die Roboterseite 12.732 Pakete. Das sind nur 192 Pakete Unterschied. Umgerechnet brauchte Aimé im Durchschnitt 2,79 Sekunden pro Paket, F.03 2,83 Sekunden pro Paket. Figure-Chef Brett Adcock schrieb danach sinngemäß, dies sei wohl das letzte Mal gewesen, dass ein Mensch so einen Wettbewerb gegen einen Roboter gewinnt. 

Wichtig: Es war nicht einfach „ein Mensch gegen einen Roboter“

Hier muss man sehr genau sein. Aimé war ein Mensch und musste sich an normale Arbeitsregeln halten. Laut Business Insider hatte er Pausen, zum Beispiel für Essen, Toilette und kurze Erholung. Ungefähr nach fünf Stunden ging er zur Toilette – und genau da konnte der Roboter kurz in Führung gehen. 

Die Roboterseite hatte einen anderen Vorteil: Sie konnte als durchgehender Robotereinsatz organisiert werden. Bei Figures Livestream sortierte ein Roboter, während andere Roboter auf Ladeplätzen standen und einspringen konnten, wenn der arbeitende Roboter Energie brauchte. Das heißt: Fair beschrieben war es eher ein Mensch mit Pausen gegen eine Roboterschicht mit Wechselmöglichkeit – nicht einfach ein einzelner Roboter, der zehn Stunden ohne jede Unterbrechung durchhielt. 

Figure selbst schreibt, dass Figure 03 per induktivem Laden Energie bekommen kann. Die Ladespulen sitzen in den Füßen; der Roboter kann auf eine Ladestation treten. Für kommerzielle Einsätze beschreibt Figure sogar „near-continuous operation“, also nahezu durchgehenden Betrieb, wenn der Roboter zwischendurch auf eine Ladematte gehen kann. 

Was ist Figure 03?

Figure 03 ist ein humanoider Roboter. „Humanoid“ bedeutet: Er ist ungefähr wie ein Mensch aufgebaut – mit Armen, Händen, Beinen und einem Körper. Das ist praktisch, weil viele Orte, Werkzeuge und Arbeitsplätze für Menschen gemacht sind.

Figure 03 nutzt laut Figure eine KI namens Helix. Du kannst dir Helix wie ein digitales Gehirn vorstellen, das Bilder, Sprache und Bewegungen zusammenbringt. Der Roboter soll also nicht nur „sehen“, sondern daraus auch passende Handlungen machen. Figure beschreibt außerdem bessere Kameras, Sensoren in den Fingern und Hände, die Dinge stabiler greifen sollen. Die Fingersensoren sollen sogar sehr kleine Kräfte erkennen können – etwa das Gewicht einer Büroklammer. 

Warum ist der Test spannend?

Roboter in Fabriken gibt es schon lange. Viele davon sind aber fest montierte Roboterarme, die immer dieselbe Bewegung machen. Humanoide Roboter sind schwieriger: Sie sollen sich in einer Umgebung bewegen, die eigentlich für Menschen gebaut wurde.

Genau deshalb ist der Pakete-Test interessant. Er zeigt nicht alles, aber er zeigt eine wichtige Sache: Ein humanoider Roboter kann eine einfache, wiederholte Aufgabe über lange Zeit ziemlich schnell erledigen. Und wenn mehrere Roboter als Team eingesetzt werden, können sie Pausen, Laden und Wechsel besser organisieren als ein einzelner Mensch.

Was zeigt der Wettbewerb nicht?

Der Test bedeutet nicht, dass Roboter morgen alle Lagerjobs übernehmen. Ein echtes Lager ist viel komplizierter. Pakete können zerknittert, schwer, rutschig oder falsch beschriftet sein. Menschen laufen herum. Förderbänder stoppen. Manchmal muss man improvisieren.

Business Insider zitiert die Robotik-Expertin Ayanna Howard mit der Einschätzung, dass voll autonome humanoide Roboter in echten Logistikzentren noch ein weiter Weg sind. Als Probleme nennt der Bericht zum Beispiel falsch herum abgelegte Pakete oder Pakete, die vom Band gestoßen wurden. 

Fazit

Der Mensch hat gewonnen – aber nur knapp. Aimé Gérard war schneller, obwohl er Pausen machen musste. Die Roboterseite konnte dagegen fast durchgehend arbeiten, weil Roboter beim Laden wechseln konnten. Genau das macht den Wettbewerb so spannend: Menschen sind bei einfachen Greifaufgaben noch erstaunlich stark. Aber Roboter holen auf – nicht unbedingt als einzelner Super-Roboter, sondern als gut organisiertes Team.

Die Zukunft wird deshalb wahrscheinlich nicht nur „Mensch gegen Maschine“ heißen. Viel wichtiger wird die Frage: Welche Aufgaben erledigen Roboter besser, welche Menschen – und wie arbeiten beide sicher zusammen?

FuxFun

Wusstest du, dass Zuschauer den Figure-Robotern im Livestream Spitznamen wie Bob, Frank und Gary gegeben haben? Aus einem Techniktest wurde dadurch fast eine kleine Roboter-Serie. 

Für Profis

Mehr Details findest du in Figures offizieller Vorstellung von Figure 03 sowie im Bericht von Business Insider zum 10-Stunden-Wettbewerb. Besonders spannend sind die technischen Punkte zu Helix, den Fingersensoren und dem induktiven Laden. 

Quellenverweis

Quellen: Figure AI: „Introducing Figure 03“; Business Insider: „Figure AI had one of its robots race an intern to sort packages. See who lost“; ursprünglicher Anlass: WinFuture-Bericht zum Figure-Wettbewerb. 

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Wenn Roboter stolpern: Die leisen Probleme humanoider Roboter

Humanoide Roboter sehen oft aus wie Zukunft zum Anfassen: zwei Arme, zwei Beine, Kameras als „Augen“ und manchmal sogar eine Stimme, die mit dir spricht. In Videos tragen sie Kisten, öffnen Türen oder winken freundlich in die Kamera.

Aber was passiert, wenn die Kamera aus ist?

Dann wird es besonders spannend. Denn Rückschläge gehören zur Robotik genauso dazu wie Erfolge. Nur wird über sie viel seltener gesprochen. Dabei lernen Entwicklerinnen, Forscher und Unternehmen gerade aus diesen schwierigen Momenten am meisten.

1. Vorführungen sind nicht dasselbe wie Alltag

Viele Menschen kennen humanoide Roboter aus kurzen Videos. Da läuft alles glatt: Der Roboter greift, läuft, balanciert und wirkt fast wie ein künstlicher Kollege.

Praxisberichte zeigen aber: Echtes Ausprobieren ist viel komplizierter. Ein Roboter muss vorbereitet, überwacht und oft an die Umgebung angepasst werden. Was in einem Testlabor klappt, funktioniert nicht automatisch in einer Werkhalle, einem Pflegeheim oder einem Büro. Das ist wie bei einem Zaubertrick: Von vorne sieht alles leicht aus. Hinter der Bühne steckt sehr viel Übung, Technik und manchmal auch ein missglückter Versuch.

2. Laufen ist für Roboter extrem schwer

Für dich ist Gehen meistens selbstverständlich. Dein Körper merkt ganz automatisch, ob der Boden schief ist, ob du stolperst oder ob du dein Gewicht verlagern musst. Ein humanoider Roboter muss das berechnen. Er braucht Sensoren, Motoren, Steuerungssoftware und schnelle Entscheidungen. Besonders schwierig wird es, wenn der Boden uneben ist, Menschen vorbeilaufen oder der Roboter etwas tragen soll.

Wenn ein kleiner Spielzeugroboter umfällt, ist das lustig. Wenn ein großer humanoider Roboter kippt, kann es gefährlich werden. Deshalb testen viele Firmen solche Roboter zuerst in streng kontrollierten Bereichen.

3. Greifen ist nicht einfach nur „Hand zu“

Eine Kiste greifen klingt leicht. Aber was ist mit einer weichen Tasche, einem Kabel, einem Werkzeug oder einer zerknitterten Verpackung? Für Roboterhände sind solche Dinge schwierig. Sie müssen erkennen, wie fest sie drücken dürfen, wo sie anfassen sollen und ob der Gegenstand verrutscht. Menschen spüren das mit Haut, Muskeln und Erfahrung. Roboter brauchen dafür Sensoren und gute Programme.

Darum ist Feinmotorik eine der großen Baustellen. Ein humanoider Roboter kann manchmal beeindruckend aussehen und trotzdem an einer scheinbar einfachen Alltagssache scheitern.

4. Sicherheit heißt mehr als ein Not-Aus-Knopf

Humanoide Roboter sollen oft dort arbeiten, wo auch Menschen sind. Das macht sie spannend, aber auch kompliziert. Sie müssen Menschen zuverlässig erkennen, Abstand halten, nicht zu schnell reagieren und bei Unsicherheit stoppen. Außerdem stellt sich die Frage: Was nehmen Kameras und Mikrofone auf? Werden Daten gespeichert? Wer darf sie ansehen?

Gerade in Unternehmen oder Pflegeeinrichtungen sind solche Fragen wichtig. Ein Roboter ist nicht nur eine Maschine mit Armen und Beinen. Er ist auch ein Gerät mit Sensoren, Daten und Verantwortung.

5. Pflege und Alltag brauchen Akzeptanz

Im Pflegebereich wurden humanoide Roboter bereits in Pilotprojekten getestet. Sie können Menschen zum Bewegen, Denken oder Mitmachen motivieren. Das ist wertvoll. Aber auch hier gibt es Grenzen. Roboter ersetzen keine Pflegekräfte. Sie brauchen Menschen, die sie vorbereiten, begleiten und sinnvoll einsetzen. Außerdem müssen Bewohnerinnen und Bewohner den Roboter akzeptieren. Manche finden ihn spannend, andere vielleicht seltsam oder störend.

Das zeigt: Technik allein reicht nicht. Ein Roboter muss auch in den Alltag der Menschen passen.

6. Unternehmen testen vorsichtig

Auch Firmen probieren humanoide Roboter aus, zum Beispiel in Industrie, Logistik oder Entwicklung. Dort geht es oft um Aufgaben wie Tragen, Sortieren oder einfache Handgriffe.

Doch bevor ein humanoider Roboter wirklich nützlich ist, muss vieles stimmen: Er muss zuverlässig arbeiten, sicher sein, lange genug durchhalten und sich wirtschaftlich lohnen. Wenn ein klassischer Roboterarm oder ein Förderband dieselbe Aufgabe günstiger und zuverlässiger erledigt, ist der humanoide Roboter nicht automatisch die beste Wahl. Das klingt ernüchternd, ist aber wichtig. Gute Technik wird nicht daran gemessen, wie cool sie aussieht, sondern ob sie ein echtes Problem löst.

7. Akku, Wärme und Technikstress

Humanoide Roboter brauchen viel Energie. Viele Motoren bewegen Arme, Beine, Hände und Kopf. Gleichzeitig arbeiten Computer, Kameras und Sensoren. Das kostet Strom und erzeugt Wärme.

Wärme ist für Roboter ein ernstes Thema. Elektronik und Motoren müssen gekühlt werden, damit sie zuverlässig funktionieren. Forschungsbeispiele wie schwitzende Wärmepuppen zeigen außerdem, wie komplex Temperatur und Körpertechnik bei menschenähnlichen Maschinen sein können. Ein Roboter hat also keinen Muskelkater. Aber er kann technische Probleme bekommen: leerer Akku, warme Motoren, fehlerhafte Sensoren oder Software, die noch lernen muss.

Fazit

Humanoide Roboter sind faszinierend. Aber sie sind noch keine perfekten Alltagshelfer. Sie kämpfen mit Balance, Greifen, Sicherheit, Datenschutz, Energie, Wärme und der Frage, wo sie wirklich sinnvoll eingesetzt werden können.

Das ist kein Scheitern. Es ist Entwicklung.

Jeder Rückschlag zeigt den Ingenieurinnen und Forschern: Hier müssen wir besser werden. Genau so entsteht Fortschritt – nicht nur durch glänzende Erfolgsvideos, sondern auch durch Tests, Fehler und ehrliches Lernen.

FuxFun

Wusstest du, dass eine zerknitterte Chipstüte für einen Roboter schwieriger sein kann als eine schwere Metallbox? Die Box ist stabil und berechenbar. Die Tüte knistert, rutscht, verformt sich und sieht jedes Mal ein bisschen anders aus.

Für Profis

Wer tiefer einsteigen möchte, kann nach Praxisberichten und Einordnungen von c’t 3003/Heise, Exxeta, Fraunhofer IPA, ROBUST/vdek NRW sowie Industrieeinschätzungen von Springer Professional, Elektronikpraxis und Industriemagazin suchen.

Quellenverweis

Genutzte Quellenauswahl: Heise/c’t 3003 „Humanoide Roboter ausprobiert“, Exxeta „Warum humanoide Roboter keine Zukunftsvision mehr sind“, ROBUST/vdek NRW zum Einsatz humanoider Roboter im Pflegekontext, Fraunhofer IPA zu Status quo, Potenzialen und Forschungsfeldern humanoider Roboter, Springer Professional und Elektronikpraxis zur industriellen Einordnung sowie Welt/scinexx zu schwitzenden Robotern und Wärmemanagement.

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Artemis II – Wie Roboter den Weg zurück zum Mond vorbereiten 

Mit der Mission Artemis II fliegen erstmals seit über 50 Jahren wieder Menschen in die Nähe des Mondes. Doch hinter dieser Reise steckt viel mehr als nur ein spektakulärer Flug ins All: Moderne Raumfahrt nutzt viele Technologien aus der Robotik und Künstlichen Intelligenz. Sensoren messen beständig die Umgebung, Computer treffen blitzschnell Entscheidungen und automatische Steuerungen halten das Raumschiff stabil auf Kurs. Artemis II ist deshalb auch ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung intelligenter Maschinen, die Menschen in Zukunft auf dem Mond unterstützen könnten.

Die Rakete – ein Meisterwerk automatischer Steuerung

Der Start erfolgt mit der riesigen Space Launch System (SLS) Rakete der NASA. Sie gehört zu den leistungsstärksten Raketen, die je gebaut wurden. Damit sie sicher fliegt, überwachen hunderte Sensoren ständig Geschwindigkeit, Temperatur und Druck. Computer berechnen fortlaufend, ob die Flugbahn stimmt. Falls nötig, passen sie die Triebwerke automatisch an. Diese Regelung funktioniert ähnlich wie bei Drohnen oder selbstfahrenden Fahrzeugen: Die Maschine erkennt Abweichungen und korrigiert sie selbstständig. Derartige automatischen Steuerungen sind ein wichtiges Gebiet der Robotik und werden auch bei Satelliten oder Mars-Rovern eingesetzt.

Orion – ein Raumschiff mit Robotik-Technologie

Astronautinnen und Astronauten reisen im Raumschiff Orion. Es wird von einem europäischen Servicemodul begleitet, das Strom, Luft, Wasser und Antrieb liefert. Im Servicemodul arbeiten insgesamt 33 Triebwerke. Sie sorgen dafür, dass sich das Raumschiff im All exakt ausrichten kann. Computer berechnen dabei ständig die richtige Position und Geschwindigkeit. Diese Technik gehört zum Bereich Guidance, Navigation and Control – ein klassisches Robotik-Thema. Auch Roboterarme oder autonome Fahrzeuge nutzen ähnliche Berechnungen, um ihre Bewegungen zu steuern.

Viele Funktionen laufen automatisch ab, weil Funksignale zwischen Erde und Mond mehrere Sekunden brauchen. Das Raumschiff muss deshalb viele Entscheidungen selbst treffen können.

Roboter Rover erkunden den Mond

Bevor Menschen länger auf dem Mond bleiben können, müssen viele Fragen geklärt werden. Wo gibt es Wasser? Wo ist der Boden stabil? Wo können Astronauten sicher arbeiten? Hier kommen Rover ins Spiel – fahrende Roboter, die mit Kameras, Sensoren und kleinen Laboren ausgestattet sind. Sie untersuchen Gestein, messen Temperaturen und erstellen Karten der Umgebung.

Die Orientierung ist dabei besonders schwierig. Auf der Erde hilft GPS bei der Navigation. Auf dem Mond funktioniert das nicht so einfach, deshalb nutzen Rover zusätzliche Kameras und spezielle Computerprogramme, um ihre Umgebung zu erkennen. Die Roboter vergleichen Bilder von Kratern und Felsen mit gespeicherten Karten. So finden sie ihren Weg über die Mondoberfläche. Solche Technologien werden heute bereits bei autonomen Fahrzeugen erforscht.

Bildquelle: NASA

Zukunft: Wie Roboter beim Aufbau einer Mondbasis helfen könnten

Langfristig plant die NASA gemeinsam mit internationalen Partnern eine dauerhafte menschliche Präsenz am Mond. Roboter könnten dabei viele vorbereitende Aufgaben übernehmen. Sie könnten Solaranlagen aufbauen, wissenschaftliche Geräte transportieren oder Materialien untersuchen. Auch europäische Projekte wie der geplante Mondlander Argonaut sollen Fracht, Experimente und möglicherweise robotische Systeme zum Mond bringen. Die Bedingungen sind extrem: große Temperaturschwankungen, starke Strahlung und feiner Mondstaub stellen besondere Anforderungen an Maschinen. Deshalb entwickeln Forschende robuste Materialien, spezielle Sensoren und besonders zuverlässige Gelenke.

Es ist davon auszugehen, dass Roboter viele Arbeiten vorbereiten, bevor Menschen dauerhaft auf dem Mond leben.

Die nächsten Schritte im Artemis-Programm

Artemis II ist ein wichtiger Testflug. Die Mission überprüft, ob alle Systeme zuverlässig funktionieren und sicher zum Mond fliegen können. In den kommenden Jahren sind weitere Missionen geplant. Dabei sollen neue Raumfahrzeuge, Landetechnologien und Versorgungssysteme getestet werden. Ziel ist es, Menschen wieder sicher auf der Mondoberfläche landen zu lassen und langfristig eine Infrastruktur für Forschung aufzubauen. Der Mond dient dabei auch als Trainingsort für spätere Missionen zum Mars.

Fazit

Die Rückkehr zum Mond ist nicht nur ein Erfolg der Raumfahrt, sondern auch ein großer Fortschritt für Robotik und KI. Viele Technologien, die bei Artemis eingesetzt werden, stammen aus der Robotik: automatische Navigation, Sensorik und intelligente Steuerungen. In Zukunft werden Roboter noch stärker mit Astronauten zusammenarbeiten. Sie helfen beim Erkunden der Mondoberfläche und beim Aufbau von Forschungsstationen.


FuxFun 🦊

Wusstest du, dass Mondstaub sehr scharfkantig ist? Er entsteht, weil es auf dem Mond keinen Wind und kein Wasser gibt, die die Körner abrunden könnten. Für Roboter ist das eine echte Herausforderung!


Für Profis

NASA Artemis Programm
https://www.nasa.gov/artemis/

ESA Orion Service Module
https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Orion

DLR Überblick Mondforschung
https://www.dlr.de

ESA Konzept Argonaut Mondlander
https://www.esa.int


Quellenverweis

NASA – Artemis II Mission Overview
https://www.nasa.gov/mission/artemis-ii/

NASA – Artemis Programm Architektur Update
https://www.nasa.gov

ESA – European Service Module
https://www.esa.int

DLR – Internationale Mondforschung
https://www.dlr.de

Airbus – Orion Service Module technische Beschreibung
https://www.airbus.com

Spiegel Artikel zur Artemis-II Mission (bereitgestellt)


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Roboter & KI – SchlauFUX Reihe vom Kosmos Verlag
https://www.kosmos.de/de/kosmos-schlaufux-roboter-und-ki_1182437_9783440182437


Ein Roboter im MRT: neue Hilfe bei Gehirnoperationen

Stell dir vor, du liegst in einem riesigen Scanner, der dein Gehirn fotografiert – und gleichzeitig hilft ein Roboter einem Arzt dabei, eine Operation durchzuführen. Was nach Science-Fiction klingt, wird jetzt Realität. Forschende haben ein vollständig robotisches System entwickelt, das direkt in einem MRT-Scanner arbeiten kann. Diese neue Technologie könnte Operationen am Gehirn in Zukunft deutlich präziser und sicherer machen.

Warum ein MRT bei Operationen so hilfreich ist

Ein MRT (Magnetresonanztomograph) ist eine Maschine, die extrem detaillierte Bilder vom Inneren des Körpers erzeugt. Besonders beim Gehirn sind diese Bilder für Ärzte unglaublich wertvoll. Man kann sich das MRT wie eine Art Superkamera für den Körper vorstellen. Sie zeigt zum Beispiel, wo sich ein Tumor befindet, wie Blutgefäße verlaufen oder welche Bereiche des Gehirns für Sprache und Bewegung verantwortlich sind.

Während einer Operation wäre es natürlich ideal, solche Bilder ständig sehen zu können. Genau hier liegt aber das Problem: Ein MRT arbeitet mit sehr starken Magnetfeldern. Viele chirurgische Instrumente oder Roboter enthalten Metall und können deshalb im Scanner nicht eingesetzt werden. Sie würden vom Magnetfeld gestört oder sogar gefährlich angezogen werden.

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Ein Roboter, der im Magnetfeld arbeiten kann

Genau deshalb ist die neue Entwicklung so spannend. Ein Forschungsteam hat einen Operationsroboter gebaut, der speziell dafür entwickelt wurde, im starken Magnetfeld eines MRT zu funktionieren.

Damit das möglich ist, mussten die Ingenieure viele technische Probleme lösen. Der Roboter besteht aus besonderen Materialien, die nicht magnetisch sind. Außerdem nutzt er spezielle Antriebstechniken, die im Scanner keine Störungen verursachen.

Der große Vorteil dieser Technik ist, dass das MRT während der Operation ständig neue Bilder liefern kann. Der Chirurg sieht also in Echtzeit, wo sich seine Instrumente befinden und wie nah sie an empfindlichen Hirnregionen sind. Dadurch kann er viel genauer arbeiten.

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Millimeterarbeit im Gehirn

Operationen am Gehirn gehören zu den schwierigsten Eingriffen in der Medizin. Oft entscheiden schon wenige Millimeter darüber, ob wichtige Funktionen erhalten bleiben. Ein minimaler Fehler könnte zum Beispiel Bereiche betreffen, die für Sprache, Bewegung oder Gedächtnis verantwortlich sind.

Hier kann ein Roboter eine enorme Hilfe sein. Seine Bewegungen sind extrem ruhig und präzise. Während ein Mensch durch kleine Muskelbewegungen immer ein wenig zittert, kann der Roboter Instrumente mit sehr hoher Genauigkeit führen. So lassen sich beispielsweise feine Nadeln exakt platzieren, Gewebeproben entnehmen oder Medikamente direkt an eine bestimmte Stelle im Gehirn bringen.

Wichtig ist dabei: Der Roboter ersetzt den Arzt nicht. Der Chirurg steuert das System und entscheidet jeden einzelnen Schritt. Der Roboter ist also eher wie eine hochpräzise Werkzeugverlängerung der menschlichen Hand.

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Neue Chancen für die Medizin

Die Kombination aus Robotik und MRT-Bildgebung eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Besonders bei Krankheiten wie Hirntumoren, Parkinson oder Epilepsie könnte diese Technologie helfen. Bei einigen Therapien müssen Elektroden oder Medikamente an ganz bestimmten Stellen im Gehirn platziert werden. Mit Hilfe eines Roboters und gleichzeitig laufenden MRT-Bildern könnte das deutlich genauer gelingen als bisher.

Auch zukünftige Entwicklungen sind spannend. Forschende arbeiten bereits daran, solche Systeme mit künstlicher Intelligenz zu verbinden. Dann könnten Computerprogramme während der Operation zusätzliche Informationen liefern oder den Ärzten bei schwierigen Entscheidungen helfen.

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Fazit

Der neue MRT-kompatible Operationsroboter zeigt eindrucksvoll, wie Robotik die Medizin verändert. Durch die Kombination aus hochauflösender Bildgebung und präziser Technik können Ärzte während einer Operation genau sehen, was im Gehirn passiert. Das macht Eingriffe sicherer und eröffnet völlig neue Behandlungsmöglichkeiten.

Vielleicht werden in Zukunft in vielen Operationssälen Ärzte und Roboter Seite an Seite arbeiten, um Menschen noch besser zu helfen.

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FuxFun 🦊

Wusstest du, dass …

die Magnete in einem MRT etwa 10.000-mal stärker als das Magnetfeld der Erde sein können? Deshalb müssen sogar einfache Gegenstände wie Scheren oder Sauerstoffflaschen speziell für MRT-Räume geprüft sein.

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Für Profis

Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, kann sich mit folgenden Bereichen beschäftigen:

•             MRT-kompatible Robotik

•             bildgeführte Neurochirurgie

•             minimalinvasive robotische Operationen

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Quellen

Radiology Business

„Experts develop first-of-its-kind fully robotic MRI-compatible system for neurosurgery“

https://radiologybusiness.com/topics/medical-imaging/magnetic-resonance-imaging-mri/experts-develop-first-its-kind-fully-robotic-mri-compatible-system-neurosurgery

Wenn Roboter das Neujahrsfest eröffnen – Chinas Hightech-Show auf großer Bühne

Rote Laternen, Trommeln, Tänzer – und plötzlich marschieren humanoide Roboter auf die Bühne. Was wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film klingt, war in China Teil echter Neujahrs-Inszenierungen. Beim wichtigsten Fest des Jahres zeigt das Land nicht nur Tradition, sondern auch technologische Stärke. Und genau das macht die Roboter-Auftritte so spannend: Sie sind Unterhaltung – und zugleich eine Botschaft an die Welt.

Quelle: CGTN Europe

Die große Neujahrsgala des staatlichen Senders China Central Television – kurz CCTV – erreicht jedes Jahr hunderte Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. In den vergangenen Jahren tauchten dort immer wieder Roboter auf: als Tänzer, als Bühnenfiguren oder als technische Attraktion zwischen klassischen Programmpunkten.

Internationale Tech-Medien wie TechCrunch oder das deutsche Fachportal heise online berichten regelmäßig über Chinas rasante Fortschritte bei humanoiden Robotern. Besonders Unternehmen wie Unitree Robotics stehen dabei im Fokus. Ihre zweibeinigen Modelle können inzwischen stabil laufen, springen – und choreografierte Bewegungen ausführen.

Solche Auftritte sind keine spontanen Showeinlagen. Sie sind sorgfältig geplante Demonstrationen dessen, was technisch bereits möglich ist.

Was steckt technisch dahinter?

Humanoide Roboter sind Maschinen, die dem menschlichen Körper nachempfunden sind. Sie besitzen Beine, Arme und oft einen „Kopf“ mit Kameras. Entscheidend ist aber ihr Inneres:

  • Freiheitsgrade (Degrees of Freedom): Jedes bewegliche Gelenk zählt als eigener Freiheitsgrad. Moderne Humanoiden besitzen oft über 20 davon.
  • Aktuatoren: Das sind die Motoren in den Gelenken. Sie müssen stark, schnell und gleichzeitig präzise sein.
  • Sensoren: Gyroskope und Beschleunigungssensoren messen ständig das Gleichgewicht.
  • KI-Software: Sie berechnet in Echtzeit, wie sich der Roboter bewegen muss, um nicht zu stürzen.

Laut Analysen bei The Decoder ist vor allem die Kombination aus klassischer Regelungstechnik und maschinellem Lernen entscheidend. Roboter trainieren Bewegungsabläufe oft zunächst in Simulationen. Erst wenn dort alles stabil läuft, wird die Choreografie in die echte Maschine übertragen.

Das Ziel: möglichst flüssige, „natürliche“ Bewegungen.

Ein Roboter auf einer Neujahrsbühne ist mehr als Unterhaltung. Er ist auch ein Symbol.

China verfolgt seit Jahren eine klare Industriestrategie, um in Schlüsseltechnologien führend zu werden. Robotik spielt dabei eine zentrale Rolle. Humanoide Roboter gelten als besonders anspruchsvoll – wer sie beherrscht, zeigt technologische Reife.

Fachmedien ordnen das nüchtern ein: Während US-Unternehmen wie Boston Dynamics spektakuläre Bewegungsroboter entwickeln und Firmen wie Tesla an eigenen Humanoiden arbeiten, drängen chinesische Hersteller mit hohem Tempo in den Markt. Serienfertigung und Kostensenkung stehen dabei stark im Fokus.

Eine TV-Gala bietet dafür die perfekte Bühne: Millionen Menschen sehen live, was möglich ist. Das erzeugt Begeisterung – und Vertrauen in die eigene Innovationskraft.

Warum Tanzen so schwierig ist

Vielleicht denkst du: „Tanzen? Das ist doch nur Show!“
Tatsächlich gehört Tanzen zu den schwierigsten Aufgaben für einen Roboter.

Warum?

Weil jede Bewegung perfekt ausbalanciert sein muss. Wenn ein humanoider Roboter nur minimal falsch auftritt, verliert er das Gleichgewicht. Anders als ein Mensch hat er kein natürliches Gefühl für seinen Körper – nur Sensorwerte und Berechnungen.

Moderne Systeme berechnen hunderte Male pro Sekunde:

  • Wo liegt mein Schwerpunkt?
  • Wie schnell bewege ich mich?
  • Wie muss ich meine Füße setzen?

Das alles geschieht in Echtzeit. Genau deshalb gelten solche Auftritte als technologische Demonstration – nicht bloß als Bühnengag.

Ein Blick in die Zukunft

Was heute als Show beginnt, kann morgen Alltag werden. Humanoide Roboter könnten künftig:

  • in Fabriken arbeiten
  • schwere Lasten tragen
  • in Katastrophengebieten helfen
  • in Pflegeeinrichtungen unterstützen

Noch sind sie teuer und komplex. Aber jede öffentliche Demonstration zeigt: Die Entwicklung schreitet schnell voran. Vielleicht sehen wir in ein paar Jahren nicht nur einzelne Roboter bei Paraden – sondern ganze Teams autonomer Maschinen im Alltag.

Fazit

Die Roboter-Auftritte beim chinesischen Neujahrsfest sind weit mehr als futuristische Showeffekte. Sie verbinden Tradition mit Hightech und senden eine klare Botschaft: Robotik ist ein zentraler Zukunftsbereich.

Für dich bedeutet das: Die Welt der Maschinen verändert sich rasant. Was heute noch spektakulär wirkt, könnte morgen ganz normal sein. Und vielleicht bist du es, der oder die eines Tages solche Roboter programmiert.

FuxFun – Wusstest du, dass …?

… ein humanoider Roboter beim Gehen ständig berechnet, wo sein Schwerpunkt liegt? Schon ein Millimeter Abweichung kann über Gleichgewicht oder Sturz entscheiden!

Für Profis

Vertiefende Einordnungen findest du unter anderem bei:

  • heise online – Berichte zu chinesischen Humanoiden und Industriepolitik
  • The Decoder – Analysen zu KI-gestützter Robotik
  • TechCrunch – Marktanalysen und internationale Vergleiche

Suchbegriffe: „China humanoid robot gala“, „Unitree humanoid development“, „China robotics industry strategy“.

Quellen

  • heise online: Berichterstattung zur Entwicklung humanoider Roboter in China (2023–2025)
  • TechCrunch: Analysen zu chinesischen Robotik-Startups
  • The Decoder: Hintergrundberichte zu KI und humanoider Robotik

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