Artemis II – Wie Roboter den Weg zurück zum Mond vorbereiten 

Mit der Mission Artemis II fliegen erstmals seit über 50 Jahren wieder Menschen in die Nähe des Mondes. Doch hinter dieser Reise steckt viel mehr als nur ein spektakulärer Flug ins All: Moderne Raumfahrt nutzt viele Technologien aus der Robotik und Künstlichen Intelligenz. Sensoren messen beständig die Umgebung, Computer treffen blitzschnell Entscheidungen und automatische Steuerungen halten das Raumschiff stabil auf Kurs. Artemis II ist deshalb auch ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung intelligenter Maschinen, die Menschen in Zukunft auf dem Mond unterstützen könnten.

Die Rakete – ein Meisterwerk automatischer Steuerung

Der Start erfolgt mit der riesigen Space Launch System (SLS) Rakete der NASA. Sie gehört zu den leistungsstärksten Raketen, die je gebaut wurden. Damit sie sicher fliegt, überwachen hunderte Sensoren ständig Geschwindigkeit, Temperatur und Druck. Computer berechnen fortlaufend, ob die Flugbahn stimmt. Falls nötig, passen sie die Triebwerke automatisch an. Diese Regelung funktioniert ähnlich wie bei Drohnen oder selbstfahrenden Fahrzeugen: Die Maschine erkennt Abweichungen und korrigiert sie selbstständig. Derartige automatischen Steuerungen sind ein wichtiges Gebiet der Robotik und werden auch bei Satelliten oder Mars-Rovern eingesetzt.

Orion – ein Raumschiff mit Robotik-Technologie

Astronautinnen und Astronauten reisen im Raumschiff Orion. Es wird von einem europäischen Servicemodul begleitet, das Strom, Luft, Wasser und Antrieb liefert. Im Servicemodul arbeiten insgesamt 33 Triebwerke. Sie sorgen dafür, dass sich das Raumschiff im All exakt ausrichten kann. Computer berechnen dabei ständig die richtige Position und Geschwindigkeit. Diese Technik gehört zum Bereich Guidance, Navigation and Control – ein klassisches Robotik-Thema. Auch Roboterarme oder autonome Fahrzeuge nutzen ähnliche Berechnungen, um ihre Bewegungen zu steuern.

Viele Funktionen laufen automatisch ab, weil Funksignale zwischen Erde und Mond mehrere Sekunden brauchen. Das Raumschiff muss deshalb viele Entscheidungen selbst treffen können.

Roboter Rover erkunden den Mond

Bevor Menschen länger auf dem Mond bleiben können, müssen viele Fragen geklärt werden. Wo gibt es Wasser? Wo ist der Boden stabil? Wo können Astronauten sicher arbeiten? Hier kommen Rover ins Spiel – fahrende Roboter, die mit Kameras, Sensoren und kleinen Laboren ausgestattet sind. Sie untersuchen Gestein, messen Temperaturen und erstellen Karten der Umgebung.

Die Orientierung ist dabei besonders schwierig. Auf der Erde hilft GPS bei der Navigation. Auf dem Mond funktioniert das nicht so einfach, deshalb nutzen Rover zusätzliche Kameras und spezielle Computerprogramme, um ihre Umgebung zu erkennen. Die Roboter vergleichen Bilder von Kratern und Felsen mit gespeicherten Karten. So finden sie ihren Weg über die Mondoberfläche. Solche Technologien werden heute bereits bei autonomen Fahrzeugen erforscht.

Bildquelle: NASA

Zukunft: Wie Roboter beim Aufbau einer Mondbasis helfen könnten

Langfristig plant die NASA gemeinsam mit internationalen Partnern eine dauerhafte menschliche Präsenz am Mond. Roboter könnten dabei viele vorbereitende Aufgaben übernehmen. Sie könnten Solaranlagen aufbauen, wissenschaftliche Geräte transportieren oder Materialien untersuchen. Auch europäische Projekte wie der geplante Mondlander Argonaut sollen Fracht, Experimente und möglicherweise robotische Systeme zum Mond bringen. Die Bedingungen sind extrem: große Temperaturschwankungen, starke Strahlung und feiner Mondstaub stellen besondere Anforderungen an Maschinen. Deshalb entwickeln Forschende robuste Materialien, spezielle Sensoren und besonders zuverlässige Gelenke.

Es ist davon auszugehen, dass Roboter viele Arbeiten vorbereiten, bevor Menschen dauerhaft auf dem Mond leben.

Die nächsten Schritte im Artemis-Programm

Artemis II ist ein wichtiger Testflug. Die Mission überprüft, ob alle Systeme zuverlässig funktionieren und sicher zum Mond fliegen können. In den kommenden Jahren sind weitere Missionen geplant. Dabei sollen neue Raumfahrzeuge, Landetechnologien und Versorgungssysteme getestet werden. Ziel ist es, Menschen wieder sicher auf der Mondoberfläche landen zu lassen und langfristig eine Infrastruktur für Forschung aufzubauen. Der Mond dient dabei auch als Trainingsort für spätere Missionen zum Mars.

Fazit

Die Rückkehr zum Mond ist nicht nur ein Erfolg der Raumfahrt, sondern auch ein großer Fortschritt für Robotik und KI. Viele Technologien, die bei Artemis eingesetzt werden, stammen aus der Robotik: automatische Navigation, Sensorik und intelligente Steuerungen. In Zukunft werden Roboter noch stärker mit Astronauten zusammenarbeiten. Sie helfen beim Erkunden der Mondoberfläche und beim Aufbau von Forschungsstationen.


FuxFun 🦊

Wusstest du, dass Mondstaub sehr scharfkantig ist? Er entsteht, weil es auf dem Mond keinen Wind und kein Wasser gibt, die die Körner abrunden könnten. Für Roboter ist das eine echte Herausforderung!


Für Profis

NASA Artemis Programm
https://www.nasa.gov/artemis/

ESA Orion Service Module
https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Orion

DLR Überblick Mondforschung
https://www.dlr.de

ESA Konzept Argonaut Mondlander
https://www.esa.int


Quellenverweis

NASA – Artemis II Mission Overview
https://www.nasa.gov/mission/artemis-ii/

NASA – Artemis Programm Architektur Update
https://www.nasa.gov

ESA – European Service Module
https://www.esa.int

DLR – Internationale Mondforschung
https://www.dlr.de

Airbus – Orion Service Module technische Beschreibung
https://www.airbus.com

Spiegel Artikel zur Artemis-II Mission (bereitgestellt)


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Wenn du mehr über Roboter und KI erfahren möchtest:

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https://www.kosmos.de/de/kosmos-schlaufux-roboter-und-ki_1182437_9783440182437


Geek Club and CircuitMess Launch a NASA-inspired DIY Perseverance Educational Space Rover Kit

After a series of successful Kickstarter Campaigns, Geek Club and CircuitMess launch their most ambitious project yet – a NASA-approved AI-powered scale model Replica of the Perseverance Space Rover  

Zagreb, Croatia – October 31st, 2023. – Today, Geek Club and CircuitMess announced their Kickstarter space exploration campaign designed to teach children eleven and up about engineering, AI, and coding by assembling the iconic NASA Perseverance Space Rover, as well as a series of other NASA-inspired space vehicles.

This new space-themed line of DIY educational products was born out of both companies‘ shared vision to aim for the stars and to take their fans with them. The Kickstarter campaign starts today, October 31st, and will last for 35 days.

The collaboration was a logical union of the two companies. Both companies create educational STEM DIY kits that are targeted towards kids and adults. Both share the same mission: To make learning STEM skills easy and fun.

“For decades, the team and I have been crafting gadgets for geeks always inspired by space exploration,” says Nicolas Deladerrière, co-founder of Geek Club. “Inspired by Mars exploration, we’ve studied thousands of official documents and blueprints to craft an authentic Mars exploration experience. The product comes alive thanks to microchips, electromotors, and artificial intelligence. Imagine simulating your own Mars mission right from your desk!”

Geek Club is an American company that specializes in designing and producing DIY robotics kits that educate their users on soldering and electronics. They focus primarily on space exploration and robotics, all to make learning engineering skills easy and fun for kids, adults, and everyone in between.

“We have successfully delivered seven Kickstarter campaigns, raised more than 2.5 million dollars, and made hundreds of thousands of geeks all around the world extremely happy,” says Albert Gajšak, CEO of CircuitMess. “In a universe where space and technology are constantly growing, we’re here to ensure you’re never left behind.”

The new product line consists of five unique space-themed products:

  • 1. The Perseverance Space Rover Kit

This kit is designed to be an educational journey into programming, electronics, robotics, and AI. The model comes with four electromotors, six wheels, a control system with a dual-core Espressif ESP32 processor, Wi-Fi, and Bluetooth connectivity, a sample collection arm based on the real thing with two servo motors, a Wi-Fi-connected remote controller, and support for programming in Python or via a Scratch-inspired drag-and-drop visual coding environment.

Alongside the Perseverance Space Rover, you’ll be able to get more iconic space vehicles:

  • 2. The Voyager: A DIY kit made as a tribute to NASA’s longest-lasting mission, which has been beaming back data for an incredible 45 years and counting.
  • 3. Juno: A solar-powered DIY kit celebrating the mission that gave us the most detailed and breathtaking images of Jupiter.
  • 4. Discovery: A DIY kit honoring the legendary space shuttle with 39 successful orbital flights under its belt.
  • 5. The Artemis Watch: A sleek, space-themed wrist gadget inspired by NASA’s upcoming Artemis space suit design. The watch is a programmable device equipped with an LCD display, Bluetooth, and a gyroscope.

The Perseverance Educational Space Rover Kit is available for pre-order now on Kickstarter, starting at $149.

No previous experience or knowledge is needed for assembling your very own space rover. The kit is designed for anyone aged 11+  and comes with detailed video instructions.

You can visit the Kickstarter page here.