RoboCup German Open 2026: Rekordbeteiligung beim größten KI-Robotik-Wettbewerb Europas

Über 1.100 Teilnehmende aus Deutschland, Europa und Asien in Köln. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär würdigt Wettbewerb als „Talentschmiede“ für den Standort Deutschland. Wachstum von 15 Prozent bei Hochschul- und Schulteams unterstreicht steigende Bedeutung von KI und Robotik.

Die RoboCup German Open 2026 festigen ihre Position als führender europäischer Innovationsmotor für KI-basierte Robotik. Vom 10. bis 14. März versammelten sich im Rahmen der Bildungsmesse didacta in Köln über 1.100 Teilnehmende, um in visionären Szenarien wie dem autonomen Fußball, der Haushalts-, Industrie- oder Rettungsrobotik die Grenzen der Technik zu verschieben. Rund 280 hochmotivierte Teams aus Universitäten, Hochschulen und Schulen, präsentierten ihre Entwicklungen und setzten damit entscheidende Impulse für systematisches Benchmarking für Forschung und Technikreife. 

Als Innovationsmotor adressieren die RoboCup German Open die gesamte Bildungskette von der 5. Klasse bis zur Promotion. Das Event sichert so den nachhaltigen Transfer von Talenten und Technologien in Wirtschaft und Wissenschaft. Besonders erfreulich ist dabei die wachsende Zahl an teilnehmenden Teams, die im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 15 Prozent stieg. 

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär unterstreicht die Bedeutung für Deutschland

„Ich gratuliere den Siegerteams der RoboCup German Open ganz herzlich“, so Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt. „Nicht nur sie haben gewonnen, sondern gewonnen hat ganz Deutschland. Denn: Der RoboCup ist Talentschmiede und ein wichtiges Instrument, um jungen Menschen die KI-basierte Robotik näher zu bringen, um sie für MINT-Fächer und -Berufe oder die Gründung eigener Unternehmen im MINT-Bereich zu begeistern. Damit Spitzenforschung sichtbar wird und zukünftige Spitzenleute Innovation aus Deutschland voranbringen. Das ist auch ein Ziel unserer Hightech Agenda Deutschland. Deutschland hat eine starke Forschung und ist stark in der produzierenden Industrie und Wirtschaft – ein Ökosystem, in dem KI-basierte Robotik ein riesiges Potential entwickeln wird.“ 

Als Schirmherrin der RoboCup German Open 2026 hatte Bundesforschungsministerin Bär die Wettbewerbe offiziell eröffnet. Bei einem anschließenden Rundgang war sie mit Forschenden und Schülerinnen und Schülern über innovative Robotik-Lösungen in den Austausch gekommen.

Hochschul- und Schulteams mit selbstentwickelten autonomen Robotern am Start

Für die RoboCupMajor-Ligen waren in diesem Jahr über 50 Hochschulteams vertreten, darunter Teams aus Deutschland, Italien, Österreich, Niederlande, Türkei, China und Japan. In den jeweiligen Ligen mussten die Roboter ganz oder teilweise autonom in Echtzeit komplexe, situationsabhängige Entscheidungen treffen und umsetzen. Besondere Herausforderungen bilden in den Ligen @Home (Serviceroboter) und insbesondere Rescue (Rettungsroboter) unterschiedliche Grade an Strukturiertheit der Umgebung. Demgegenüber steht bei Soccer (Fußball) Autonomie und Teamkooperation in einer besonders dynamischen Umgebung im Fokus. Systemstabilität wurde unter Wettbewerbsdruck benötigt, was auch sorgfältiges Ressourcen- und Zeitmanagement erforderte. „Durch die Wettbewerbsteilnahme erwerben Forschende und Studierende wichtige fachliche und überfachliche Qualifikationen, die weit über klassische Lehrveranstaltungen hinausgehen“, betonte Prof. Dr. Oskar von Stryk, vom deutschen RoboCup-Komitee und Veranstalter TU Darmstadt.

Im Bereich RoboCupJunior wurde auf den German Open das nationale Finale der besten deutschen Schulteams, insgesamt 230, ausgetragen. Diese hatten sich in neun regionalen Vorturnieren dafür qualifiziert. Für die Junior-Teilnehmenden von 10 bis 19 Jahren dient der Wettbewerb als Plattform, um den Spaß am Tüfteln, Programmieren und der Teamarbeit zu fördern. Dabei wirkt die Teilnahme langfristig: Viele Kinder, die bereits in der 5. Klasse in RoboCup-AGs einsteigen, bleiben über Jahre hinweg engagiert in Technik, Informatik und Naturwissenschaften. „Die hohe Eigenmotivation, Teamarbeit, Resilienz und kreative Problemlösefähigkeit der Jugendlichen sind beeindruckend und bilden genau jene Kompetenzen aus, die für eine zukunftsfähige Bildungsrepublik zentral sind“, so von Stryk.

Die Rapidly Manufactured Robot Challenge (RMRC) ist eine spezialisierte Brückenliga, in der Teilnehmende komplexe und dennoch kostengünstige, oft 3D-gedruckte Roboter entwickeln, um simulierte Rettungsmissionen und Geschicklichkeitsaufgaben zu bewältigen. Sie dient als Bindeglied zwischen den Junior- und Major-Wettbewerben.

Ausblick auf die Weltmeisterschaft

Viele der siegreichen Teams werden sich nun intensiv auf die kommenden RoboCupJunior-Europameisterschaften Anfang Juni in Wien sowie die RoboCup-Weltmeisterschaften Ende Juni in Südkorea vorbereiten. Die RoboCup German Open haben erneut gezeigt, dass sie eine unverzichtbare Station auf dem Weg zu internationalen Robotik-Erfolgen sind.

Im kommenden Jahr werden die RoboCup-Weltmeisterschaften erstmals seit über einem Jahrzehnt wieder in Deutschland ausgetragen, und zwar vom 15. bis 21. Juni 2027 in Nürnberg. Gleichzeitig ist dies das 30. Jubiläum des RoboCups, an welchem jährlich tausende Teams aus mehr als 50 Ländern in regionalen und überregionalen Wettbewerben weltweit teilnehmen.

Ergebnisse der Major-Ligen:

Small Size League
1. Platz – TIGERs Mannheim, DHBW Mannheim
2. Platz – ER-Force, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
3. Platz – KIKS, National Institute of Technology, Toyota College


Humanoid Soccer League
Small Devision
1. Platz – ZJUDancer, Zhejiang University
2. Platz – Hamburg Bit-Bots, Universität Hamburg
3. Platz – Berlin United, Humboldt-Universität zu Berlin

Middle Devision
1. Platz – B-Human, Universität Bremen und Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
2. Platz – HTWK Robots, HTWK Leipzig
3. Platz – whIRLwind Amsterdam, University of Amsterdam (UvA)

Large Devision
1. Platz – B-Human, Universität Bremen und Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

@Home League
1. Platz – NimbRo, Universität Bonn
2. Platz – ToBI, Universität Bielefeld

Smart Manufacturing League
Workshop EAI Overal Winner
1. Platz – GM-Force Cologne, TH Köln
Workshop EAI Best-in-Class „Warehouse“
1. Platz – Team robOTTO, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Workshop EAI Best-in-Class „Assembly“
1. Platz – GM-Force Cologne, TH Köln

Rescue Robot League
1. Platz – AleRT, MASKOR – Institute for Mobile Autonomous Systems and Cognitive Robotics
2. Platz – Team DYNAMICS, FH OÖ – Campus Wels
3. Platz – AutonOhm Rescue, Technische Hochschule Nürnberg Georg-Simon-Ohm

Rapidly Manufactured Robot Challenge
1. Platz – CJTec, Christoph-Jacob-Treu, Gymnasium Lauf a.d. Pegnitz
2. Platz – Bento Robotics, Wilhelm-Löhe-Schule Nürnberg
3. Platz – CJT Bot Banditen, Christoph-Jacob-Treu Gymnasium Lauf a.d. Pegnitz

Ergebnisse der Junior-Ligen:

OnStage
OnStage Entry
1. Platz – rtc gransee – junior, Strittmatter-Gymnasium in Gransee
2. Platz – Die sauren Glühwürmchen, Lessing-Gymnasium Neu-Ulm

OnStage
1. Platz – atheAmadeus, Gymnasium Athenaeum in Stade
2. Platz – rtc gransee – goofy tech, Strittmatter-Gymnasium in Gransee
3. Platz – SquareCodes, Lion-Feuchtwanger-Gymnasium in München

Soccer
1vs1 Entry
1. Platz – Penguins on Wheels, Alexander-von-Humboldt Gymnasium in Berlin
2. Platz – No Name Penguins, Alexander-von-Humboldt Gymnasium in Berlin
3. Platz – LuSi, Schülerforschungszentrum Südwürttemberg e. V. Standort Wangen

1vs1 Lightweight
1. Platz – XBOT, RoCCI e.V. in Senden 
2. Platz – Team Alt+F4, Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht
3. Platz – Bodensee Devils, Gymnasium im Bildungszentrum Markdorf

2vs2 Infrared
1. Platz – Mathimazierer, Lessing-Gymnasium Neu-Ulm
2. Platz – Bodensee Drachen, Gymnasium im Bildungszentrum Markdorf
3. Platz – Bohlebots Pompeii, Gymnasium Haan

2vs2 Vision
1. Platz – Bohlebots Atlantis, Gymnasium Haan
2. Platz – Bodensee Adler, Gymnasium im Bildungszentrum Markdorf
3. Platz – Team Faabs, Lessing-Gymnasium Neu-Ulm

Rescue
Simulation
1. Platz – Roger!Roger!, Gymnasium Burgdorf

Line Entry
1. Platz – Brain, Gymnasium Korntal-Münchingen
2. Platz – Leerzeichen, Gymnasium Korntal-Münchingen
3. Platz – Die Steine, Herbartgymnasium Oldenburg

Line
1. Platz – BioBrause, Uni Kassel Workshop
2. Platz – DinA4, Schülerforschungszentrum Südwürttemberg (SFZ) – Stockach
3. Platz – BIGG-IRMI, Schülerforschungszentrum Südwürttemberg e. V. – Wangen

Maze Entry
1. Platz – KaMa Robots, Universität Kassel Workshop
2. Platz – Cyber Knights, Universität Kassel Workshop
3. Platz – Bratnudeln, KGS Rastede

Maze
1. Platz – RRR Kabelmüsli, Schülerforschungszentrum Südwürttemberg (SFZ) – Tuttlingen
2. Platz – Bodensee Dogs, Gymnasium im Bildungszentrum Markdorf
3. Platz – Bodensee Beavers, Gymnasium im Bildungszentrum Markdorf

Parallel zu den RoboCup German Open 2026 fand vom 11. bis 13. März auf der Koelnmesse mit der 2. German Robotics Conference die führende Fachkonferenz zum Thema KI-gestützte Robotik statt, die vom Robotics Institute Germany organisiert wird. Die Konferenz brachte führende Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Start-ups zusammen, um die Verbindung zwischen Forschung, Innovation und Technologietransfer zu stärken und bot aktuelle Einblicke in die Zukunft der intelligenten Robotik.

In diesem Jahr wurden die RoboCup German Open im Rahmen der didacta 2026 ausgetragen. Als größte und wichtigste Bildungsmesse Europas präsentiert die didacta alle relevanten Bildungsthemen und fördert den Dialog in der Bildungswirtschaft. 

Die RoboCup German Open 2026 wurden vom RoboCup-Komitee Deutschland und der Technischen Universität Darmstadt mit Unterstützung durch WorldSkills Germany und im Austausch mit dem Robotics Institute Germany durchgeführt. Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Maßgeblich unterstützt wird sie darüber hinaus von der Hans und Ria Messer Stiftung. Des Weiteren unterstützten zahlreiche Partner und Sponsoren die Durchführung der RoboCup German Open 2026, darunter die Gisela und Erwin Sick Stiftung, NetCologne, Maxtronics Robotics SAS und die Micro-Epsilon Messtechnik GmbH & Co. KG.

Robots-Blog Interview: fischertechnik Geschäftsführer Martin Rogler präsentiert Robotik-Neuheiten auf Spielwaremesse Nürnberg

Im Robots-Blog Interview gibt fischertechnik Geschäftsführer Martin Rogler einen kompakten Einblick in die aktuellen Robotik-Neuheiten und zeigt, welche Funktionen, Ideen und Einsatzmöglichkeiten hinter den neuen Modellen stecken. Dabei geht es um praxisnahe Anwendungen, spannende Lern- und Tüftel-Potenziale sowie darum, wie fischertechnik Robotik für Schule, Hobby und Technikfans weiterdenkt. Das Interview liefert einen schnellen Überblick über die Highlights und macht neugierig auf die neuesten Entwicklungen rund um fischertechnik und Robotik.

Kunst oder KI: Wer ist der Künstler?

Aktionswochenende und Ausstellung mit Lena Reifenhäuser und Sebastian Trella im Deutschen Museum Bonn


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Was macht Kunst aus? Wie kann man KI im Bereich der Kunst für sich nutzen? Und wer ist dann der Urheber des Werks? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines besonderen Wochenendes im Deutschen Museum Bonn mit Künstlerin Lena Reifenhäuser und Robotik-Spezialist Sebastian Trella.

Künstliche Intelligenz gewinnt in fast jedem Beruf immer mehr an Bedeutung. Insbesondere in kreativen Berufsfeldern zeichnet sich ab, dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass die Nutzung von KI-Tools unumgänglich wird. Wo führt die Reise hin? Ist mit KI bald jeder Mensch ein Künstler? Und was bedeutet dies für unser Verständnis von Kunst? 

Künstlerin Lena Reifenhäuser und Robotik-Enthusiast Sebastian Trella zeigen ein Wochenende lang in einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt im Deutschen Museum Bonn, wie man KI-Anwendungen im Bereich der Kunst für sich nutzen kann und welche Möglichkeiten es dafür geben kann. Sie veranschaulichen, wie ausgehend vom Ursprungswerk eines Künstlers KI-generierte Kunst entsteht. Welche Schritte sind dafür nötig? Und wer ist am Ende eigentlich der Künstler, der Urheber des Werks, der die kreative Leistung erbracht hat? Handelt es sich um eine neue Art künstlerischer Zusammenarbeit?

»Eine Künstliche Intelligenz, also eine Maschine, arbeitet in Perfektion und wesentlich schneller als ein Mensch«, so Lena Reifenhäuser. »Aber sind es nicht genau unsere kleinen menschlichen ›Fehler‹ oder Abweichungen, die etwas überhaupt zu Kunst machen?«

Die Ausstellung regt Fragen wie diese an, indem sie Werke der Künstlerin auf überraschende Weise präsentiert, multimedial neu interpretiert und dadurch gleichzeitig weiterentwickelt – sowohl mit als auch ohne KI. Sebastian Trellas Expertise im Bereich der Robotik und KI erweckt Zeichnungen und Malereien beispielsweise als Videoinstallationen zum Leben und eine KI erweitert bestehende Werke der Künstlerin völlig frei. 
Im Zentrum dabei stets präsent: Die von Lena Reifenhäuser eigens für die Aktion mit einem 3D-Druckstift gefertigte Skulptur MANUEL(L) regt als manuell gefertigte Gegenüberstellung zur KI-Kunst zur Diskussion an.
Als Höhepunkt der Ausstellung wird ein völlig neues Werk, das von einer ausschließlich mit künstlerischen Arbeiten von Lena Reifenhäuser trainierten KI erstellt wurde, enthüllt und im Deutschen Museum Bonn an diesem Wochenende zum ersten Mal zu sehen sein. 

An interaktiven Stationen können die Museumsgäste nicht zuletzt ihre eigene Kreativität ausleben: Eine 3D-Druckstift-Station bietet beispielsweise Groß und Klein die Möglichkeit, eigene Skulpturen zu erschaffen. Zudem kann ein Roboter in künstlerischer Aktion an beiden Tagen live erlebt werden.

Über die Künstler

Lena Reifenhäuser wurde 1986 in Troisdorf geboren und lebt in Bonn. 2018 hat sie den Studiengang Bildende Kunst mit der Fachrichtung Malerei an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn, abgeschlossen. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Künstlerin. Zahlreiche Projekte und Ausstellungen im In- und Ausland, darunter Krakau, Georgien und China, runden ihre künstlerische Tätigkeit ab. Seit 2019 hat Lena Reifenhäuser ein Atelier im Kunsthaus Troisdorf.

Linkslenareifenhaeuser.dewww.instagram.com/lena_reifenhaeuser

Sebastian Trella wurde 1986 geboren und lebt in Troisdorf. Von 2007-2014 war er im Bereich Educational Robotics am Fraunhofer IAIS tätig und sammelt seitdem in seiner Freizeit Roboter und testet neue Robotik-Produkte für diverse Unternehmen. Er arbeitet hauptberuflich als Informatiker und betrachtet künstliche Intelligenz als einen faszinierenden Weg, Roboter zum Leben zu erwecken. Seit 2010 teilt er sein Wissen über Roboter und KI auf seiner Webseite Robots-Blog.com.

Lena Reifenhäuser und Sebastian Trella unterstützen das Deutsche Museum Bonn als Mitglieder von WISSENschaf(f)t SPASS – Förderverein für Bildung und Innovation im Rheinland e.V. 

10. MAKE Rhein-Main – Roboter-Spaß für alle

Am Samstag, 11. Oktober 2025 verwandelt sich die Kunsthalle Montez in Frankfurt – direkt am Main wieder in ein buntes Technik-Festival für die ganze Familie. Von 9:00 bis 20:00 Uhr gibt es Roboter, Drohnen, blinkende Spiele und 3D-Druck zum Anfassen – ein Tag voller Experimente und Ideen und ein Jubiläum für die Community, die es seit 2015 gibt.

Willkommen bei Tiago++

Schon am Eingang begrüßt dich Tiago++, ein sprechender Serviceroboter der Hochschule Darmstadt. Er zeigt, wie Roboter heute schon mit Menschen interagieren können – ein Vorgeschmack auf den ganzen Tag.

Vormittags: Selber bauen

Ab 10 Uhr heißt es: Schrauben, basteln und ausprobieren. Hier entstehen oft die schrägsten und lustigsten Ideen – und genau das ist gewollt.

  • Im Workshop mit Michael Ibsen kannst du aus alten Teilen oder einem Roboter-Bausatz deinen eigenen Bot zusammenbauen.
  • Du kannst auch eigenes Spielzeug mitbringen und es gemeinsam mit anderen für das Robo-Sumo fit machen!
  • Mit den VARIOBOTs lernen Kinder ab 8 Jahren spielerisch, wie Roboter sich bewegen – ganz ohne Programmieren.

👉 Eine begrenzte Anzahl von Bausätzen kann man sich für sein Team jetzt vorab sichern.

Rundgang: Technik entdecken

Beim Rundgang durch die drei Hallen findest du viel Kunst an den Wänden. Dazwischen warten spannende Mitmach-Stationen:

  • Steuere eine Drohne – oder bring deine eigene mit.
  • Komm aufs große Drohnen-Gruppenbild.
  • Teste blinkende LED-Spiele.
  • Sieh zu, wie ein 3D-Drucker Objekte Schicht für Schicht aufbaut.

Die Atmosphäre ist locker und lebendig – Familien, Studierende und Bastelfans kommen hier zusammen.

Höhepunkt: Robo-Sumo Hebocon um 18 Uhr

Am Abend steigt das große Roboter-Sumo, auch **Hebocon**⁴ genannt – ein Wettkampf, bei dem selbstgebaute Roboter gegeneinander antreten. Doch hier geht es nicht um High-Tech, sondern um Spaß:

👉 Die Regeln:

  • Jeder Roboter darf mitmachen, solange er sich bewegt.
  • Max. 50 × 50 cm groß, unter 1 kg schwer.
  • Keine Waffen – es bleibt familienfreundlich.

Manche Bots rollen elegant in den Ring, andere taumeln sofort wieder heraus – und genau das sorgt für die Lacher im Publikum.

Mach mit – bau deinen eigenen Roboter!

Ob Einsteiger oder Bastelprofi – jeder kann mitmachen. Hol dir jetzt den Roboter-Bausatz im Shop und probiere aus, welcher Hebocon-Typ du bist:

  • Shogun, Samurai, Ninja, Dragon oder doch Novize?

Egal wie dein Bot am Ende aussieht: Beim Hebocon zählt der Spaß mehr als die Technik

RoboCup 2027: Nürnberg als Zentrum der Robotik bei den RoboCup-Weltmeisterschaften in Deutschland

Die RoboCup Weltmeisterschaft 2027 findet im Juni in Deutschland statt: Mit Nürnberg wurde zum Abschluss des RoboCup 2025 in Brasilien offiziell der Austragungsort für den weltweit renommiertesten Wettbewerb für intelligente Robotik bekanntgegeben. Damit holt Deutschland die internationale Robotik-Elite erstmals seit 2016 wieder ins eigene Land – und setzt ein starkes Zeichen für seine technologische Zukunftsfähigkeit.

Der RoboCup gilt als globaler Leuchtturm für Forschung und Entwicklung in Robotik und Künstlicher Intelligenz (KI). Jährlich messen sich hier die besten Teams aus Universitäten, Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und Schulen in realitätsnahen Szenarien – von Fußball über Haushaltsrobotik bis zu Rettungs- und Industrieanwendungen. Deutschland gehört seit Jahren zur Weltspitze und ist nun wieder Gastgeber dieses einzigartigen Innovationswettbewerbs.

Strategische Bedeutung für den Standort Deutschland
„Zentral für den Erfolg der Vergabe des RoboCup 2027 nach Nürnberg war die Unterstützung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt, des Freistaats Bayern, der Stadt Nürnberg, des Robotics Institute Germany, der NEURA Robotics, der AFAG Messen und Ausstellungen GmbH, der Hans und Ria Messer Stiftung und nicht zuletzt des deutschen RoboCup-Komitees. Mit der Vergabe wird Deutschlands Rolle als international sichtbarer Impulsgeber für KI-basierte Robotik gestärkt“, erklärt Prof. Dr. Oskar von Stryk, Technische Universität Darmstadt, Co-Chair des RoboCup 2027. „Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und der demografischen Entwicklung brauchen wir innovative Technologien, die körperlich fordernde Arbeit intelligent unterstützen und zugleich dazu beitragen, Menschen in jeder Lebenslage ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu ermöglichen.“, ergänzt Dr. Maike Paetzel-Prüsmann, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Co-Chair des RoboCup 2027.

KI-basierte Robotik – sogenannte verkörperte Künstliche Intelligenz – ist entscheidend, um auch künftig Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit zu garantieren. Der RoboCup beschleunigt die Entwicklung solcher Systeme, indem er Forschenden und Nachwuchstalenten eine reale Test- und Vergleichsplattform bietet – und Begeisterung für Technik und Innovation weckt.

Nachwuchsförderung und Gründergeist
Die RoboCup-Weltmeisterschaft ist mehr als ein Technologiewettbewerb – sie ist Talentschmiede, Bildungsplattform und Sprungbrett für Start-ups. In den Junior-Ligen sammeln Schülerinnen und Schüler erste Erfahrungen mit Informatik und Mechatronik, in den Major-Ligen entwickeln Studierende und Promovierende komplexe autonome Systeme auf höchstem Niveau. Viele starten danach erfolgreiche Karrieren in Unternehmen oder gründen eigene technologiegetriebene Start-ups.

„Der RoboCup verbindet Hightech mit Bildung, Wissenschaft mit Praxis, internationalen Austausch mit regionaler Innovationskraft“, so Prof. Dr. Stefan May, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Local Chair des RoboCup 2027. „Nürnberg bietet dafür das ideale Umfeld – zentral gelegen, technologisch und wirtschaftlich stark vernetzt und mit einer lebendigen Wissenschafts- und Gründerszene.“

2027: Ein Meilenstein für Deutschland im Technologie-Wettlauf
Mit Blick auf den internationalen Wettlauf um technologische Souveränität setzt die RoboCup-Weltmeisterschaft 2027 ein wichtiges Signal. Deutschland braucht hochqualifizierte Köpfe und starke Innovationsökosysteme, um langfristig unabhängig und wettbewerbsfähig zu bleiben. Der RoboCup leistet dazu einen entscheidenden Beitrag.

Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt: „In der Verbindung von KI und Robotik steckt ein riesiges Potential für Deutschland und Europa. Deshalb haben wir uns in der Bundesregierung die Förderung dieser Schlüsseltechnologien in der Hightech Agenda Deutschland zum Ziel gesetzt. Mit dem bereits vom Bundesforschungsministerium geförderten Robotics Institute Germany und dessen Verbindung zum RoboCup unterstützen wir gezielt Spitzenforschung und Talente für die KI-basierte Robotik. Bereits 2024 und 2025 haben wir die RoboCup German Open daher auch finanziell gefördert. Und wir haben auch die Bewerbung für die Weltmeisterschaft unterstützt. Ich freue mich sehr, dass wir den RoboCup 2027 in Deutschland willkommen heißen.“

Dr. Markus Söder, Ministerpräsident des Freistaates Bayern: „Bayern ist bei Kl und Robotik einer der führenden Standorte Europas. Mit unserer Hightech Agenda investieren wir insgesamt sechs Milliarden Euro in Wissenschaft und Forschung. Damit soll etwa im ganzen Land ein einzigartiges Ökosystem für Künstliche Intelligenz wachsen. Das „Munich Center for Machine Learning“ und das „Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence“ stehen für Künstliche Intelligenz von Weltrang – und in Nürnberg gründen wir mit der Technischen Universität UTN die erste rein auf Kl spezialisierte Universität in Deutschland. Die Staatsregierung freut sich auf die Austragung der RoboCup-Weltmeisterschaft 2027 in Nürnberg. Wir spielen in der Hightech-Champions-League – daher ist Bayern der perfekte Ort für den RoboCup!“.

Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Staatsminister für Digitales: „Nürnberg ist unser bayerischer Leuchtturm für Robotik und Künstliche Intelligenz – mit der ersten eigenständigen KI-Universität Deutschlands und zahlreichen innovativen Forschungseinrichtungen. Die Stadt verfügt über eine starke Infrastruktur für internationale Veranstaltungen und engagiert sich aktiv für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ziel ist es, junge Talente zu begeistern und globale Netzwerke in Robotik und KI zu stärken. Ich freue mich darauf, die Teilnehmenden in Nürnberg willkommen zu heißen – für eine innovative Zukunft, die wir proaktiv und gemeinsam gestalten wollen.“

Prof. Dr. Tamim Asfour, Karlsruhe Institut für Technologie, Sprecher des Robotics Institute Germany (RIG): „Das RIG hat die Bewerbung Deutschlands für den RoboCup 2027 mit großem Nachdruck unterstützt. Als bundesweite Plattform führender Robotik- und KI-Institutionen – gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt – verbindet RIG Spitzenforschung, Talente und Wirtschaft, um bahnbrechende Innovationen voranzutreiben. Wettbewerbe wie der RoboCup sind starke Impulsgeber für Fortschritt und internationale Zusammenarbeit. Nach dem erfolgreichen Auftakt der German Robotics Conference gemeinsam mit den RoboCup German Open 2025 freuen wir uns darauf, die globale Robotik-Community in Deutschland für das größte Robotik- und KI-Event Europas in 2027 willkommen zu heißen.“

Prof. Dr. Angela Schoellig, TU München, Koordinatorin des Robotics Instituts Germany: „RoboCup und das Robotics Institute Germany teilen eine inspirierende Vision: Gemeinsam treiben wir bahnbrechende Innovationen in Robotik und Künstlicher Intelligenz voran – für eine nachhaltige Zukunft in Deutschland und weltweit. Mit der RoboCup-Weltmeisterschaft 2027 holen wir die klügsten jungen Köpfe aus aller Welt nach Deutschland. Wir sind begeistert, dieses einzigartige Event als Robotics Institute Germany mitzugestalten und zu unterstützen!“

David Reger, CEO und Gründer NEURA Robotics: „Wir entwickeln kognitive Roboter, die sehen, hören, fühlen und ganz natürlich mit Menschen und ihrer Umgebung interagieren. Beim Besuch der RoboCup German Open 2025 hat mich beeindruckt, wie Menschen verschiedener Generationen gemeinsam Roboter intelligente Aufgaben lösen lassen. Als größte Volkswirtschaft Europas ist Deutschland führend in den Bereichen Robotik und Automatisierung – mit einer starken Forschungsbasis. Damit ist hier der richtige Ort, um den RoboCup 2027 auszurichten.“

Über den RoboCup und das deutsche RoboCup-Komitee
Der 1997 gegründete RoboCup ist mit Teams aus mehr als 50 Nationen der weltweit älteste und größte Wettbewerb für intelligente Robotersysteme. Ziel ist es, technologische Entwicklungen in Robotik und KI durch reale Anwendungsszenarien voranzutreiben. Die Teilnehmenden entwickeln intelligente kollaborative robotische Systeme, die komplexe Aufgaben eigenständig bewältigen – unter Wettbewerbsbedingungen, die Innovation, Kreativität und Teamarbeit fordern.

Deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben die Entwicklung des RoboCups wesentlich mitgeprägt. Die deutschen Teams sind im RoboCup-Komitee Deutschland organisiert und haben die Bewerbung mit großem Engagement unterstützt und werden auch bei der Ausrichtung der Weltmeisterschaft eine tragende Rolle spielen. Sämtliche Mitglieder übernehmen zentrale Aufgaben in der Organisation und bringen ihre Expertise aktiv ein. Die Vorfreude ist spürbar – nicht nur das deutsche RoboCup-Komitee, sondern der gesamte RoboCup Deutschland blickt mit großer Erwartung darauf, die internationale RoboCup-Gemeinschaft 2027 wieder in Deutschland begrüßen zu dürfen.

www.robocup.de

Wir vom Robots-Blog freuen uns auf dieses Event und werden versuchen vor Ort dabei zu sein!

Alexander Zorn vom Fraunhofer IAIS stellt KI gesteuerten Roboterarm im Robots-Blog Interview vor

Mehr Informationen unter: https://www.iais.fraunhofer.de/de/branchen-themen/themen/intelligente-prozessautomatisierung/gen-ai-robotersteuerung.html

Robots-Blog trifft Alexander Mühlens und igus ersten humanoiden Roboter „Iggy Rob“ auf der automatica

Wo Ideen tanzen und Technik begeistert – Riesige Ballerina tanzt auf der Maker Faire Hannover

Hannover, 30. Juni 2025 – Technik, Kunst und gesellschaftliche Botschaft verschmelzen in einem außergewöhnlichen Projekt der spanischen Theatergruppe Antigua i Barbuda auf dem DIY-Event Maker Faire Hannover, das am 23. und 24. August im HCC stattfindet. Mit „La Danseuse“, einer über fünf Meter hohen mechanischen Ballerina, setzen die Künstlerinnen ein kraftvolles Zeichen für weibliches Empowerment – umgesetzt mit beeindruckender Ingenieurskunst.

Das größte Maker-Treffen im deutschsprachigen Raum verwandelt das Hannover Congress Centrum (HCC) bereits zum elften Mal in ein kreatives Ideenlabor. Eine der Hauptattraktionen in diesem Jahr: die faszinierende Performance von „La Danseuse“, die technische Feinheit und anmutige Bewegung auf eindrucksvolle Weise vereint.

„Diese einzigartige Theatererfahrung aus Objekten in Bewegung symbolisiert Freiheit und weibliche Stärke”, erklärt die Theatergruppe, die ihre monumentale Maschinenfrau erstmals in Deutschland präsentiert.

Sicher ist: „La Danseuse“ wird mit ihrer Präsenz und Ausdruckskraft für Staunen sorgen – und zeigen, wie Maschinen nicht nur funktionieren, sondern auch berühren können. „Passend zu unserem Show Act und der Projektvielfalt unserer Aussteller steht die diesjährige Maker Faire unter dem Motto ‚Wo Ideen tanzen und Technik begeistert‘, erklärt Daniel Rohlfing, Leiter Events & Sales Maker Faire Deutschland. „Das macht neugierig und trifft den Kern der Veranstaltung.“

Seit ihrer Premiere im Jahr 2013 hat die Maker Faire Hannover  über 140.000 Besucherinnen und Besucher begeistert. Mit interaktiven Stationen, Workshops und Präsentationen bietet sie den idealen Rahmen für ein Projekt wie „La Danseuse“. Neben der Maschinenperformance erwarten die Gäste an rund 230 Ständen zahlreiche weitere kreative Ideen von Makern, Erfinderinnen und Forschern, die zum Mitmachen und Staunen einladen.

Tickets für die Maker Faire Hannover sind im Onlineshop oder an der Tageskasse (bargeldlos) erhältlich. Der Eintritt für Erwachsene kostet 24 Euro, ermäßigt 19 Euro. Kinder unter 10 Jahren können kostenlos dabei sein. Die Veranstaltung öffnet am Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Weitere Infos unter: maker-faire.de

Über die Maker Faire Hannover:

Seit 2013 begeistert die Maker Faire Hannover als Plattform für Inspiration, Kreativität und Innovation Teilnehmer aller Altersgruppen. Die Veranstaltung bringt Technik, Handwerk und Kunst zusammen und hat sich zu einem festen Termin im Kalender der internationalen Maker-Szene etabliert.