Artemis II – Wie Roboter den Weg zurück zum Mond vorbereiten 

Mit der Mission Artemis II fliegen erstmals seit über 50 Jahren wieder Menschen in die Nähe des Mondes. Doch hinter dieser Reise steckt viel mehr als nur ein spektakulärer Flug ins All: Moderne Raumfahrt nutzt viele Technologien aus der Robotik und Künstlichen Intelligenz. Sensoren messen beständig die Umgebung, Computer treffen blitzschnell Entscheidungen und automatische Steuerungen halten das Raumschiff stabil auf Kurs. Artemis II ist deshalb auch ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung intelligenter Maschinen, die Menschen in Zukunft auf dem Mond unterstützen könnten.

Die Rakete – ein Meisterwerk automatischer Steuerung

Der Start erfolgt mit der riesigen Space Launch System (SLS) Rakete der NASA. Sie gehört zu den leistungsstärksten Raketen, die je gebaut wurden. Damit sie sicher fliegt, überwachen hunderte Sensoren ständig Geschwindigkeit, Temperatur und Druck. Computer berechnen fortlaufend, ob die Flugbahn stimmt. Falls nötig, passen sie die Triebwerke automatisch an. Diese Regelung funktioniert ähnlich wie bei Drohnen oder selbstfahrenden Fahrzeugen: Die Maschine erkennt Abweichungen und korrigiert sie selbstständig. Derartige automatischen Steuerungen sind ein wichtiges Gebiet der Robotik und werden auch bei Satelliten oder Mars-Rovern eingesetzt.

Orion – ein Raumschiff mit Robotik-Technologie

Astronautinnen und Astronauten reisen im Raumschiff Orion. Es wird von einem europäischen Servicemodul begleitet, das Strom, Luft, Wasser und Antrieb liefert. Im Servicemodul arbeiten insgesamt 33 Triebwerke. Sie sorgen dafür, dass sich das Raumschiff im All exakt ausrichten kann. Computer berechnen dabei ständig die richtige Position und Geschwindigkeit. Diese Technik gehört zum Bereich Guidance, Navigation and Control – ein klassisches Robotik-Thema. Auch Roboterarme oder autonome Fahrzeuge nutzen ähnliche Berechnungen, um ihre Bewegungen zu steuern.

Viele Funktionen laufen automatisch ab, weil Funksignale zwischen Erde und Mond mehrere Sekunden brauchen. Das Raumschiff muss deshalb viele Entscheidungen selbst treffen können.

Roboter Rover erkunden den Mond

Bevor Menschen länger auf dem Mond bleiben können, müssen viele Fragen geklärt werden. Wo gibt es Wasser? Wo ist der Boden stabil? Wo können Astronauten sicher arbeiten? Hier kommen Rover ins Spiel – fahrende Roboter, die mit Kameras, Sensoren und kleinen Laboren ausgestattet sind. Sie untersuchen Gestein, messen Temperaturen und erstellen Karten der Umgebung.

Die Orientierung ist dabei besonders schwierig. Auf der Erde hilft GPS bei der Navigation. Auf dem Mond funktioniert das nicht so einfach, deshalb nutzen Rover zusätzliche Kameras und spezielle Computerprogramme, um ihre Umgebung zu erkennen. Die Roboter vergleichen Bilder von Kratern und Felsen mit gespeicherten Karten. So finden sie ihren Weg über die Mondoberfläche. Solche Technologien werden heute bereits bei autonomen Fahrzeugen erforscht.

Bildquelle: NASA

Zukunft: Wie Roboter beim Aufbau einer Mondbasis helfen könnten

Langfristig plant die NASA gemeinsam mit internationalen Partnern eine dauerhafte menschliche Präsenz am Mond. Roboter könnten dabei viele vorbereitende Aufgaben übernehmen. Sie könnten Solaranlagen aufbauen, wissenschaftliche Geräte transportieren oder Materialien untersuchen. Auch europäische Projekte wie der geplante Mondlander Argonaut sollen Fracht, Experimente und möglicherweise robotische Systeme zum Mond bringen. Die Bedingungen sind extrem: große Temperaturschwankungen, starke Strahlung und feiner Mondstaub stellen besondere Anforderungen an Maschinen. Deshalb entwickeln Forschende robuste Materialien, spezielle Sensoren und besonders zuverlässige Gelenke.

Es ist davon auszugehen, dass Roboter viele Arbeiten vorbereiten, bevor Menschen dauerhaft auf dem Mond leben.

Die nächsten Schritte im Artemis-Programm

Artemis II ist ein wichtiger Testflug. Die Mission überprüft, ob alle Systeme zuverlässig funktionieren und sicher zum Mond fliegen können. In den kommenden Jahren sind weitere Missionen geplant. Dabei sollen neue Raumfahrzeuge, Landetechnologien und Versorgungssysteme getestet werden. Ziel ist es, Menschen wieder sicher auf der Mondoberfläche landen zu lassen und langfristig eine Infrastruktur für Forschung aufzubauen. Der Mond dient dabei auch als Trainingsort für spätere Missionen zum Mars.

Fazit

Die Rückkehr zum Mond ist nicht nur ein Erfolg der Raumfahrt, sondern auch ein großer Fortschritt für Robotik und KI. Viele Technologien, die bei Artemis eingesetzt werden, stammen aus der Robotik: automatische Navigation, Sensorik und intelligente Steuerungen. In Zukunft werden Roboter noch stärker mit Astronauten zusammenarbeiten. Sie helfen beim Erkunden der Mondoberfläche und beim Aufbau von Forschungsstationen.


FuxFun 🦊

Wusstest du, dass Mondstaub sehr scharfkantig ist? Er entsteht, weil es auf dem Mond keinen Wind und kein Wasser gibt, die die Körner abrunden könnten. Für Roboter ist das eine echte Herausforderung!


Für Profis

NASA Artemis Programm
https://www.nasa.gov/artemis/

ESA Orion Service Module
https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Orion

DLR Überblick Mondforschung
https://www.dlr.de

ESA Konzept Argonaut Mondlander
https://www.esa.int


Quellenverweis

NASA – Artemis II Mission Overview
https://www.nasa.gov/mission/artemis-ii/

NASA – Artemis Programm Architektur Update
https://www.nasa.gov

ESA – European Service Module
https://www.esa.int

DLR – Internationale Mondforschung
https://www.dlr.de

Airbus – Orion Service Module technische Beschreibung
https://www.airbus.com

Spiegel Artikel zur Artemis-II Mission (bereitgestellt)


Buchempfehlung 📘

Wenn du mehr über Roboter und KI erfahren möchtest:

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https://www.kosmos.de/de/kosmos-schlaufux-roboter-und-ki_1182437_9783440182437


Ein Roboter im MRT: neue Hilfe bei Gehirnoperationen

Stell dir vor, du liegst in einem riesigen Scanner, der dein Gehirn fotografiert – und gleichzeitig hilft ein Roboter einem Arzt dabei, eine Operation durchzuführen. Was nach Science-Fiction klingt, wird jetzt Realität. Forschende haben ein vollständig robotisches System entwickelt, das direkt in einem MRT-Scanner arbeiten kann. Diese neue Technologie könnte Operationen am Gehirn in Zukunft deutlich präziser und sicherer machen.

Warum ein MRT bei Operationen so hilfreich ist

Ein MRT (Magnetresonanztomograph) ist eine Maschine, die extrem detaillierte Bilder vom Inneren des Körpers erzeugt. Besonders beim Gehirn sind diese Bilder für Ärzte unglaublich wertvoll. Man kann sich das MRT wie eine Art Superkamera für den Körper vorstellen. Sie zeigt zum Beispiel, wo sich ein Tumor befindet, wie Blutgefäße verlaufen oder welche Bereiche des Gehirns für Sprache und Bewegung verantwortlich sind.

Während einer Operation wäre es natürlich ideal, solche Bilder ständig sehen zu können. Genau hier liegt aber das Problem: Ein MRT arbeitet mit sehr starken Magnetfeldern. Viele chirurgische Instrumente oder Roboter enthalten Metall und können deshalb im Scanner nicht eingesetzt werden. Sie würden vom Magnetfeld gestört oder sogar gefährlich angezogen werden.

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Ein Roboter, der im Magnetfeld arbeiten kann

Genau deshalb ist die neue Entwicklung so spannend. Ein Forschungsteam hat einen Operationsroboter gebaut, der speziell dafür entwickelt wurde, im starken Magnetfeld eines MRT zu funktionieren.

Damit das möglich ist, mussten die Ingenieure viele technische Probleme lösen. Der Roboter besteht aus besonderen Materialien, die nicht magnetisch sind. Außerdem nutzt er spezielle Antriebstechniken, die im Scanner keine Störungen verursachen.

Der große Vorteil dieser Technik ist, dass das MRT während der Operation ständig neue Bilder liefern kann. Der Chirurg sieht also in Echtzeit, wo sich seine Instrumente befinden und wie nah sie an empfindlichen Hirnregionen sind. Dadurch kann er viel genauer arbeiten.

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Millimeterarbeit im Gehirn

Operationen am Gehirn gehören zu den schwierigsten Eingriffen in der Medizin. Oft entscheiden schon wenige Millimeter darüber, ob wichtige Funktionen erhalten bleiben. Ein minimaler Fehler könnte zum Beispiel Bereiche betreffen, die für Sprache, Bewegung oder Gedächtnis verantwortlich sind.

Hier kann ein Roboter eine enorme Hilfe sein. Seine Bewegungen sind extrem ruhig und präzise. Während ein Mensch durch kleine Muskelbewegungen immer ein wenig zittert, kann der Roboter Instrumente mit sehr hoher Genauigkeit führen. So lassen sich beispielsweise feine Nadeln exakt platzieren, Gewebeproben entnehmen oder Medikamente direkt an eine bestimmte Stelle im Gehirn bringen.

Wichtig ist dabei: Der Roboter ersetzt den Arzt nicht. Der Chirurg steuert das System und entscheidet jeden einzelnen Schritt. Der Roboter ist also eher wie eine hochpräzise Werkzeugverlängerung der menschlichen Hand.

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Neue Chancen für die Medizin

Die Kombination aus Robotik und MRT-Bildgebung eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Besonders bei Krankheiten wie Hirntumoren, Parkinson oder Epilepsie könnte diese Technologie helfen. Bei einigen Therapien müssen Elektroden oder Medikamente an ganz bestimmten Stellen im Gehirn platziert werden. Mit Hilfe eines Roboters und gleichzeitig laufenden MRT-Bildern könnte das deutlich genauer gelingen als bisher.

Auch zukünftige Entwicklungen sind spannend. Forschende arbeiten bereits daran, solche Systeme mit künstlicher Intelligenz zu verbinden. Dann könnten Computerprogramme während der Operation zusätzliche Informationen liefern oder den Ärzten bei schwierigen Entscheidungen helfen.

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Fazit

Der neue MRT-kompatible Operationsroboter zeigt eindrucksvoll, wie Robotik die Medizin verändert. Durch die Kombination aus hochauflösender Bildgebung und präziser Technik können Ärzte während einer Operation genau sehen, was im Gehirn passiert. Das macht Eingriffe sicherer und eröffnet völlig neue Behandlungsmöglichkeiten.

Vielleicht werden in Zukunft in vielen Operationssälen Ärzte und Roboter Seite an Seite arbeiten, um Menschen noch besser zu helfen.

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FuxFun 🦊

Wusstest du, dass …

die Magnete in einem MRT etwa 10.000-mal stärker als das Magnetfeld der Erde sein können? Deshalb müssen sogar einfache Gegenstände wie Scheren oder Sauerstoffflaschen speziell für MRT-Räume geprüft sein.

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Für Profis

Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, kann sich mit folgenden Bereichen beschäftigen:

•             MRT-kompatible Robotik

•             bildgeführte Neurochirurgie

•             minimalinvasive robotische Operationen

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Quellen

Radiology Business

„Experts develop first-of-its-kind fully robotic MRI-compatible system for neurosurgery“

https://radiologybusiness.com/topics/medical-imaging/magnetic-resonance-imaging-mri/experts-develop-first-its-kind-fully-robotic-mri-compatible-system-neurosurgery

Vention führt GRIIP ein: Eine generalisierte Physical-AI-Pipeline für die Fertigungsautomatisierung

MONTREAL, 10. Februar 2026 /PRNewswire/ — Vention, das Unternehmen hinter der KI-gestützten Software- und Hardwareplattform für Automatisierung und Robotik, gab heute die Einführung von GRIIP (Generalized Robotic Industrial Intelligence Pipeline) bekannt. Dabei handelt es sich um eine End-to-End-Pipeline für physische KI, die den Einsatz autonomer Roboterzellen in hochgradig unstrukturierten Fertigungsumgebungen ermöglicht. GRIIP markiert einen fundamentalen Wandel von der aufgabenspezifischen Robotik hin zu einer generalisierten Intelligenz, die anwendungsübergreifend skalierbar ist.

Die GRIIP-Pipeline: End-to-End-Intelligenz

GRIIP liefert eine einheitliche Pipeline von der Wahrnehmung bis zur Bewegung, indem sie Ventions proprietäre Modelle mit offenen NVIDIA Isaac-Modellen integriert – insbesondere NVIDIA FoundationStereo für das Stereo-Matching und NVIDIA FoundationPose für die Lageerkennung. Die Pipeline übernimmt automatisch die Szenendigitalisierung und Kalibrierung, Objekterkennung und -segmentierung, 6DOF-Pose-Estimation, Greifpunktbewertung sowie die kollisionsfreie Pfadplanung und passt sich ohne manuelle Konfiguration an die realen Bedingungen an.

Die Architektur entwickelt sich durch die Nutzung neuester Physical-AI-Modelle kontinuierlich weiter und verbessert die Leistung im Laufe der Zeit ohne Hardware-Upgrades oder manuelle Eingriffe. Software-Updates werden über MachineMotion AI durchgeführt, wahlweise via WLAN oder integrierter LTE-Konnektivität.

Produktionsbereite Leistung und bewährte Zuverlässigkeit

GRIIP liefert industrietaugliche Ergebnisse mit validierter Performance:

  • Konsistent zuverlässige Pick-Leistung im 24/7-Betrieb über drei Monate hinweg.
  • Zykluszeiten von bis zu fünf Teilen pro Minute werden ohne Leistungsabfall eingehalten.
  • Sub-Millimeter-Genauigkeit bei der Lageerkennung (Pose Estimation).
  • CAD-to-Pick-Setup in 15 Minuten, vollständige Implementierung in unter zwei Tagen.
  • Adaptive Performance über verschiedene Bauteilgeometrien und Materialeigenschaften hinweg, einschließlich Oberflächenbeschaffenheit, Transparenz und Umgebungsvariationen.
  • Im Gegensatz zu Physical-AI-Modellen früherer Generationen behält GRIIP die Spitzenleistung während des gesamten Betriebs bei.
  • Die KI-Pipeline ist sofort einsatzbereit ohne Trainingsdaten oder benutzerdefinierte Datensätze, sodass Hersteller direkt neue Roboterzellen implementieren und neue Teile ohne Programmierung hinzufügen können.

Automatisierung über Einzelaufgaben hinaus skalieren

GRIIP nutzt dieselbe Technologie für mehrere Aufgaben und Anwendungsfälle innerhalb einer Fabrik, darunter Bin-Picking, Maschinenbeschickung, Pick-and-Place am Förderband, Kitting, Palettierung und Schleifen. GRIIP läuft auf dem MachineMotion AI-Controller von Vention (powered by NVIDIA Jetson) und kann bestehende, traditionell programmierte Robotik-Anwendungen in autonome Abläufe umwandeln. Dies ermöglicht eine schnellere Projektabwicklung, einen höheren ROI und einen klaren Upgrade-Pfad für die Automatisierungsinfrastruktur.

Verfügbarkeit und Unternehmenseinsatz

Vention skaliert derzeit sein Demonstrationsprogramm  für Kunden und arbeitet mit Unternehmenskunden zusammen, welche die Technologie für den Einsatz im Jahr 2026 evaluieren. Für technische Informationen oder um eine Demonstration zu vereinbaren, besuchen Sie https://vention.io/de/physical-ai-pipeline.

Open Source Humanoid pib in neuer Version veröffentlicht

3D-gedruckter Roboter wird einfacher, smarter und noch flexibler

Nürnberg, 11.11.2025 +++ Die vierte Version von pib (printable intelligent bot) ist ab sofort verfügbar. Der humanoide Open Source Roboter aus dem 3D-Drucker lässt sich von jedem selbst bauen, programmieren und mit KI erweitern. Alle 3D-Druckdaten und Anleitungen stehen auf der Projekt-Website zur freien Verfügung, Unterstützung und Austausch gibt es durch die mehr als 1.800 Community-Mitglieder. Das Projekt hat bereits mehrere renommierte Auszeichnungen gewonnen, darunter den German Design Award 2025 und den German Innovation Award 2025.

pib – der Roboter aus dem 3D-Drucker

Der humanoide Roboter pib wurde von der Nürnberger isento GmbH entwickelt und richtet sich an Technik-Enthusiasten, Bildungseinrichtungen sowie Maker-Communities. Mit einem handelsüblichen 3D-Drucker lassen sich sämtliche mechanischen Komponenten herstellen. Alle STL-Dateien, Materiallisten und detaillierten Bauanleitungen stehen frei zur Verfügung.

pib kombiniert eine modulare humanoide Struktur mit Servomotoren, Sensorik und offenen Software-Komponenten. Er kann gedruckt, zusammengebaut, programmiert und individuell erweitert werden. Als Open-Source-Projekt bietet pib einen einfachen Einstieg in Robotik und KI – frei von hohen Kosten und geschlossenen Systemen. Die internationale Community treibt die kontinuierliche Weiterentwicklung voran, sodass pib ideal für Maker, Forschung und Bildung ist. Das Ziel: Robotik und KI für alle zugänglich zu machen und die Einstiegshürden nachhaltig zu senken.

Vereinfachter Aufbau dank Community-Feedback

Die neue Version ist deutlich einfacher und flexibler aufgebaut. Die Kalibrierung der Motoren wurde erleichtert, der Zugang zur Elektronik und zum Power-Button komfortabler gestaltet. Viele dieser Verbesserungen gehen direkt auf das wertvolle Feedback der aktiven Community zurück.

Neue Technik und Funktionen

pib ist nun mit einem Mikrofon-Array ausgestattet, das nicht nur die Audioqualität verbessert, sondern auch die Richtung von Geräuschen erkennt. Neue Lautsprecher sorgen für natürlichere Interaktion und setzen mit blauer Beleuchtung ein Design-Highlight. Drei programmierbare RGB-Buttons am Oberkörper ermöglichen individuelle Steuerbefehle.

Offene Robotik für alle

„Mit pib verfolgen wir die Vision, Robotik für alle zugänglich zu machen. Das neue Release zeigt, wie Open Source Innovation vorantreibt: ein humanoider Roboter, den man selbst bauen, erweitern und verstehen kann. Besonders stolz sind wir darauf, dass viele Verbesserungen direkt aus dem wertvollen Feedback unserer Community entstanden sind“, sagt Dr. Jürgen Baier, Co-Founder und CEO von pib.rocks.

Von der Werkbank ins Klassenzimmer

pib richtet sich an Maker, Robotik-Interessierte und KI-Tüftler gleichermaßen. Darüber hinaus wird der Roboter bereits in mehr als 70 Schulen und Bildungseinrichtungen eingesetzt: als fächerübergreifende Lernplattform für Zukunftsthemen wie Robotik, 3D-Druck und künstliche Intelligenz.

Weitere Infos, Baupläne und Anleitungen: www.pib.rocks

Open Source Humanoid Robot pib Released in New Version

3D-printed robot becomes simpler, smarter, and even more flexible

Nuremberg, November 11, 2025 +++ The fourth version of pib (printable intelligent bot) is now available. The humanoid open-source robot can be 3D-printed, built, programmed, and enhanced with AI by anyone. All 3D printing files and assembly instructions are freely available on the project website, with support and exchange provided by a community of more than 1,800 members. The project has already received several prestigious awards, including the German Design Award 2025 and the German Innovation Award 2025.

pib – the robot from the 3D printer

The humanoid robot pib was developed by isento GmbH in Nuremberg and is aimed at tech enthusiasts, educational institutions, and maker communities. Using a standard 3D printer, all mechanical components can be produced. All STL files, material lists, and detailed assembly guides are freely available.

pib combines a modular humanoid structure with servo motors, sensors, and open software components. It can be printed, assembled, programmed, and customized. As an open-source project, pib offers an accessible entry point into robotics and AI—free from high costs and proprietary systems. The international community continuously drives its development forward, making pib ideal for makers, research, and education. The goal: to make robotics and AI accessible to everyone and to lower entry barriers sustainably.

Simplified design thanks to community feedback

The new version features a significantly simpler and more flexible design. Motor calibration has been made easier, and access to the electronics and power button is now more convenient. Many of these improvements are direct results of valuable feedback from the active community.

New technology and features

pib now includes a microphone array that not only improves audio quality but also detects the direction of sound. New speakers provide a more natural interaction experience and feature blue accent lighting as a design highlight. Three programmable RGB buttons on the torso allow for customizable control commands.

Open robotics for everyone

“With pib, we pursue the vision of making robotics accessible to everyone. The new release demonstrates how open source drives innovation: a humanoid robot that anyone can build, extend, and understand. We’re especially proud that many improvements came directly from our community’s valuable feedback,” says Dr. Jürgen Baier, Co-Founder and CEO of pib.rocks.

From the workbench to the classroom

pib appeals equally to makers, robotics enthusiasts, and AI tinkerers. Beyond that, the robot is already being used in more than 70 schools and educational institutions—as a cross-disciplinary learning platform for future-focused topics such as robotics, 3D printing, and artificial intelligence.

More information, building plans, and guides: www.pib.rocks

fruitcore robotics: Das neue horstOS – noch einfacher, schneller und smarter

Konstanz, November 2025 – fruitcore robotics hebt mit dem neuen Release seines Betriebssystems horstOS die industrielle Automatisierung auf ein neues Level. Mit dem Update erhält die Software zahlreiche SPS-Funktionen. So können nicht nur der Roboter, sondern gesamte Prozesse mit und ohne KI-Unterstützung einfach gesteuert werden. Das Ergebnis: Mehr Leistung, weniger Aufwand – echte Autonomie in der Automatisierung.

Mehr Output durch Parallelität

Mit der neuen Funktion „Parallele Prozesse“ können Anwender gleichzeitig ablaufende Vorgänge über ein einzigartig intuitives grafisches Interface einrichten – ganz ohne SPS-Kenntnisse. Dadurch lassen sich beispielsweise bei Aufgaben wie der Teilevereinzelung Taktzeiten deutlich reduzieren, da Roboterbewegung und Bauteillokalisierung zeitgleich erfolgen können.

Das Interface zur Einrichtung Paralleler Prozesse fügt sich nahtlos in die intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche von horstOS ein und macht so auch die Umsetzung komplexerer Abläufe so einfach wie nie zuvor. Für Anwender bedeutet das Unabhängigkeit, Flexibilität und Zeitersparnis, da Prozesse ohne externes Expertenwissen schnell erstellt und bei Bedarf jederzeit angepasst werden können.

Sofort startklar mit Projekt- und Komponentenvorlagen

Das neue Projektmanagement in horstOS ermöglicht eine noch einfachere Organisation unterschiedlicher Setups und Anwendungen. Dank vorkonfigurierter Projektvorlagen können Anwender neue Projekte in kürzester Zeit aufsetzen und strukturiert verwalten.

Auch der Aufbau individueller Projektsetups gelingt mühelos über die umfangreiche Komponentenbibliothek mit über 200 „pre-trained“ Zubehörteilen. Die Komponenten – von Sicherheitstechnik über Greifer bis hin zu Kameras – sind vollständig mit 3D-Modell, Standardfunktionen, Schnittstelleninformationen und Dokumentation hinterlegt. So lassen sich unterschiedlichste Anwendungen schnell und mit hohem Qualitätsstandard umsetzen.

Schneller alles paletti

Eine schnellere Umsetzung von End-of-Line-Packaging und anderen Palettieraufgaben wird durch die weiterentwickelte Palettier-Wizard-Funktion ermöglicht. Mehrlagige Paletten können nun vollständig grafisch und ohne textuelle Programmierung erstellt werden, was die Komplexität in der Einrichtung deutlich reduziert.

Produktiver dank Auto-Start

Eine weitere SPS-Funktionalität bietet fortan die Start-up Routine, welche Anwendern einen vollautomatischen Systemstart ermöglicht: Nach dem Einschalten des Roboters werden Initialisierung, Programmaufruf und Programmstart automatisch ausgeführt. Somit kann sich der Bediener nach dem Einschalten des Roboters unmittelbar anderen Aufgaben widmen, während der Roboter selbstständig den Betrieb aufnimmt.

Auf dem Weg zu einem vernetzten Produktionsalltag ergänzt außerdem eine weitere wichtige neue IoT-Funktionalität horstOS: Sie informiert den Anwender bei Stillständen automatisch per E-Mail und ermöglicht so ein schnelles Eingreifen, um die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen.

Vorreiterrolle in KI-gestützter Automatisierung

Seit der ersten Integration von KI-Funktionen in den Produktivbetrieb vor zwei Jahren entwickelt fruitcore robotics seine KI-Kompetenz konsequent weiter. Mit dem neuen Release basiert der AI Copilot auf der neuesten ChatGPT-Technologie, liefert dadurch noch präzisere Antworten und ermöglicht zudem eine natürliche, dialogbasierte Interaktion.

Damit hält der AI Copilot mit der dynamischen Entwicklung der KI-Welt Schritt und unterstützt Anwender noch effizienter bei Einrichtung und Betrieb ihrer Roboter. Künftige Erweiterungen werden die Zusammenarbeit mit dem AI Copilot, beispielsweise über Spracheingabe, zunehmend weiter vereinfachen und die intuitive, KI-gestützte Programmierung gezielt vorantreiben.

ReBeLMove Pro: Modulare Roboterplattform für Logistik, Montage und Handling

Autonomer mobiler Roboter von igus verspricht einfache Konfiguration mit flexiblen Aufbauten und leichte Inbetriebnahme

Köln, 23. Oktober 2025 – Kosten- und Effizienzdruck verlangt der modernen Produktion einiges ab. Mit dem ReBeLMove Pro bringt igus einen modularen Autonomen Mobilen Roboter (AMR) auf den Markt, der sich ganz einfach nach dem Baukastenprinzip individualisieren lässt – vom KLT-Transport bis hin zur Roboterlösung. Dabei ist er ganz ohne Vorerfahrung in Unternehmensabläufe integrierbar. Der ReBeLMove Pro ist bereits ab 39.800 Euro erhältlich und somit rund 25 Prozent günstiger als die meisten Wettbewerbsmodelle.

Die Basis des ReBeLMove Pro ist ein kompakter, rechteckiger Transportroboter auf vier Rädern mit Elektroantrieb. Der AMR ist 795 mm lang, 560 mm breit, 195 mm hoch, 60 kg schwer und lackiert in Schwarz mit igus typischen orangefarbenen Akzenten. Der Roboter kann autonom navigieren, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2 m/s, und dabei in der Intralogistik bis zu 250 kg tragen oder bis zu 900 kg ziehen. Eine Akkuladung reicht für einen vollen Arbeitstag von acht Stunden. Der ReBeLMove Pro lässt sich mit Anbauten für verschiedene intralogistische Aufgaben individualisieren. Das können beispielsweise höhenverstellbare Förderbänder und ein Cobot-Gelenkarmroboter für Montagearbeitsplätze, ein Anhänger für den Materialtransport oder ein Regal mit Lichtsignalen für eine produktivere Kommissionierung sein. Auch im Außenbereich ist der neue Roboter einsetzbar. „igus selbst nutzt den ReBeLMove Pro bereits als Shuttle, um in der Produktion Produkte von Spritzgussmaschinen abzutransportieren“, sagt Sebastian Thorwarth-Kienbaum, Experte für Low-Cost-Automation bei igus. „Das sind ermüdende intralogistische Routinetätigkeiten, für die Unternehmen Menschen nur noch schwer begeistern können.“ Innerhalb von nur zwei Monaten wurde beispielsweise in der igus Produktion ein vollautomatisierter Behältertransport inklusive Schnittstellenintegration von der Konzeption bis zur Implementierung realisiert. Dabei werden Kugellagerbauteile von der Spritzgussmaschine zum Montagevollautomaten transportiert, ganz ohne manuelles Eingreifen.

Return on Investment nach nur 12 Monaten
Doch Betriebe sparen nicht nur beim Kauf des AMR, sondern auch bei der Inbetriebnahme und Steuerung. „Hier verursachen Systemintegratoren und Softwarelizenzen oftmals hohe Folgekosten, die dazu führen, dass Unternehmen das Thema Automation frustriert wieder auf Eis legen“, sagt Sebastian Thorwarth-Kienbaum. „Wir haben daher großen Wert darauf gelegt, dass sich der ReBeLMove Pro ohne fremde Hilfe und Automationserfahrung integrieren und bedienen lässt.“ Während einer einfachen Rundfahrt erstellt der Roboter automatisch eine 3D-Digitalkarte des Raumes. Dafür nutzt er LIDAR-Sensoren, 3D-Sensoren und eine Realsense-Kamera. In nur knapp drei Minuten ist so ein 200 Quadratmeter großer Raum kartiert. Anschließend kann sich der Roboter autonom bewegen, ohne dass aufwendige Leitlinien oder Spuren auf dem Boden notwendig sind. Auch die Programmierung erfolgt schnell und intuitiv: Anwender können Bewegungen mit einer Software in nur 15 Minuten und ohne Programmierkenntnisse erstellen. Ebenso unkompliziert gestaltet sich die Integration in bestehende IT-Landschaften mit offenen Schnittstellen wie IoT, VDA 5050, REST, SAP oder ERP. Darüber hinaus ist der ReBeLMove Pro mit externen Flottenmanagementlösungen wie Fleetexecuter, Kinexon oder Naise kompatibel. „Dank der niedrigen Investitionskosten und der unkomplizierten Inbetriebnahme und Bedienung beträgt der durchschnittliche Return-on-Invest für einen ReBeLMove Pro zwölf Monate. Die Kosten für den ReBeLMove Pro liegen gerade einmal bei 38.900 Euro und damit rund 25 Prozent niedriger als bei marktüblichen Lösungen, die in der Regel ab 50.000 Euro starten – ohne dabei funktionale Abstriche machen zu müssen”, resümiert Sebastian Thorwarth-Kienbaum. 

Alexander Zorn vom Fraunhofer IAIS stellt KI gesteuerten Roboterarm im Robots-Blog Interview vor

Mehr Informationen unter: https://www.iais.fraunhofer.de/de/branchen-themen/themen/intelligente-prozessautomatisierung/gen-ai-robotersteuerung.html

Robots-Blog trifft Alexander Mühlens und igus ersten humanoiden Roboter „Iggy Rob“ auf der automatica